AM ZIEGELEITOR
Nach dem Küchen-Debakel – gute Nachrichten vom Bergbaumuseum
Gute Nachrichten für das Bergbaumuseum: Nachdem die Küche mit einem lauten Knall zusammen gebrochen war, können die Ex-Kumpel nun eine neue anschaffen. Auch wegen einer Spende der Volksbank.
von Regine
Klein (SZ.04.08.21)
Mit einem lauten Krachen hatte sich vor gut zwei Wochen die alte Küche im Bergbaumuseum endgültig verabschiedet. Mit einem lauten Knall brachen die Schränke einfach zusammen. Schaden: rund 2.000
Euro. Da war guter Rat teuer, denn: „Die Vereinskasse ist nach der langen Coronapause, während der wir als gemeinnütziger Verein weder Eintrittsgelder noch Vermietungsgebühren für die Revierbude
einnehmen konnten, ziemlich leer. Jetzt haben wir noch nicht einmal eine funktionierende Kaffeemaschine“, klagte Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, damals.
Doch Hilfe war nicht weit, so spendete jetzt auch die Volksbank-Niederlassung in Oer-Erkenschwick. 1000 Euro konnte Niederlassungsleiterin Barbara Bohner jetzt an Markus Pliska und seinen
Stellvertreter, Volker Seemann, überreichen. „Wir freuen uns, helfen zu können“, sagte Barbara Bohner.
Ursache für Küchen-Absturz unklar
Jetzt stimmt es wieder in der Kasse. Nachdem auch die Sparkasse Vest bereits gespendet hatte, können die Ex-Kumpel nun eine neue Küche anschaffen. „Das freut uns natürlich sehr“, meinen Pliska
und Seemann.
Die Ursache für den Küchen-Zusammenbruch haben die größtenteils ehemaligen Bergleute um Markus Pliska nicht exakt ermitteln können. „Wahrscheinlich war es ein Ermüdungsbruch in der Aufhängung,
der dann zu einer Kettenreaktion geführt hat“, vermutet Markus Pliska, dessen Großmutter dem Verein vor 20 Jahren ihre heute 45 Jahre alte Küchenzeile gespendet hatte.
Weil die Vereinskasse nach der langen Coronapause, während der der Verein weder Eintrittsgelder noch Vermietungsgebühren einnehmen konnten, ziemlich leer ist, startete der Verein einen
Spendenaufruf. Denn neben den Hängeschränken sind bei dem Sturz auch alle Teller und Tassen zu Bruch gegangen – auch die Kaffeemaschine. „Etliche Oer-Erkenschwicker haben uns Geschirr gespendet.
Wir haben jetzt wieder eine Kaffeemaschine“, meinte Pliska.
Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen
Den für den 28. August geplanten „Tag des Bergmanns“ hatte der Bergbau- und Geschichtsverein wegen der Pandemie frühzeitig abgesagt. „Die Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen des Bergbau- und
Geschichtsvereins am 21. November findet auf jeden Fall statt. Allerdings wegen Corona in abgespeckter Form mit maximal 50 Teilnehmern. Eingeladen werden vor allem verdiente Helfer und
Sponsoren“, kündigt Pliska an.
Das Museums-Team hat inzwischen Verstärkung bekommen. Pliska: „Wir konnten junge Leute vom Bergmannsverein für die Mitarbeit gewinnen. Interessierte sind jederzeit willkommen. Wir suchen auch
Helfer für einzelne Führungen im Museum. Möglicherweise auch etwas für Leute, die nicht regelmäßig Zeit haben, im Team mitzuarbeiten.“