Die vier befreundeten Vereine veranstalten auch in diesem Jahr wieder den Tag des Bergmanns. Bis in den Abend wird bei abwechslungsreichem Programm gefeiert und gespielt, gegessen und getrunken, geklönt und Dönekes erzählt.
Die vier befreundeten Vereine veranstalten auch in diesem Jahr wieder den Tag des Bergmanns. Bis in den Abend wird bei abwechslungsreichem Programm gefeiert und gespielt, gegessen und getrunken, geklönt und Dönekes erzählt.

Training für den Ernstfall

 

Feuerwehr eilt zum Bergbaumuseum

 

Regine Klein, Danijela Budschun

SZ. 23.05.23

 

 

Die Feuerwehr Oer-Erkenschwick ist am frühen Abend zum Lehrstollen des Bergbaumuseums am Ziegeleitor gerufen worden.

 

Vor wenigen Minuten schrillten die Sirenen in der Stadt, gleich mehrere Löschzüge wurden zum Einsatz am Lehrstollen des Bergbaumuseums am Ziegeleitor gerufen. Doch eine echte Gefahr besteht nicht: Bei dem Einsatz handelt es sich um eine groß angelegte Übung, mit der die Feuerwehrleute unter möglichst realistischen Bedingungen für den Ernstfall trainieren. Das Szenario am Dienstagabend (23.5.) lautet: Brandeinsatz mit vermissten Personen.

 

Im Einsatz sind die Löschzüge Oer und Erkenschwick der Freiwilligen Feuerwehr sowie die Jugendfeuerwehr Oer-Erkenschwick. Derweil halten die hauptamtlichen Kräfte sowie der Löschzug Rapen der Freiwilligen Feuerwehr den Grundschutz der Bevölkerung in der Stadt aufrecht – das heißt, sie rücken aus, wenn es zeitgleich zu einem echten Einsatz in der Stimbergstadt kommen sollte.

Im Einsatz sind die Löschzüge Oer und Erkenschwick der Freiwilligen Feuerwehr sowie die Jugendfeuerwehr Oer-Erkenschwick. © Regine Klein
Im Einsatz sind die Löschzüge Oer und Erkenschwick der Freiwilligen Feuerwehr sowie die Jugendfeuerwehr Oer-Erkenschwick. © Regine Klein

Die Bude brennt...                            #Eintritt Frei

 

OSTERFEUER

für alle Freunde des heimischen Bergbaus veranstaltet der Bergbau- und Geschichtsverein

 

am            08.04.2023

ab              17 Uhr (Feuer ab ca. 18 Uhr)

 

auf dem Gelände des Bergbaumuseum am Ziegeleitor wieder ein kleines aber feines Osterfeuer.

 

Bei Musik aus der Konserve wollen wir bei klassischer Verpflegung vom Grill und typischen Kaltgetränken mit Euch gemütlich ein paar Stunden verbringen.  Der Eintritt ist frei.


Vor zehn Jahren in Oer-Erkenschwick Walze war neuer Hingucker im Bergbaumuseum

 

 

Rebekka Antonia Wölky, SZ. 20.02.23

 

 

Welche Themen hielten Oer-Erkenschwick vor zehn Jahren in Atem? Heute: Ein dicker, schwerer Neuankömmling aus Eisen und Stahl erreichte die Stimbergstadt.

 

Was war heute vor zehn Jahren Stadtgespräch in Oer-Erkenschwick? Worüber berichtete die Stimberg Zeitung im Jahr 2013? Am 20. Februar ging es auf der ersten Lokalseite um einen besonderen Neuankömmling in der Stadt – eine 15 Meter lange Walz- und Schrämmaschine aus der 2005 geschlossenen Grube Luisenthal in Völklingen, knapp 300 Kilometer von Oer-Erkenschwick entfernt.

 

Den weiten Weg legte das große, rund 320 Tonnen schwere Stück Bergbaugeschichte aus Eisen und Stahl in sieben 40-Tonnern und einem Schwerlasttransporter zurück. Ein Autokran hievte die Einzelteile von den Lastzügen. Da hatte der Bergbau- und Geschichtsverein einen ganz dicken Fisch an Land gezogen.

 

Oer-Erkenschwicker Ex-Kumpel hatten viel zu tun

 

So strahlten die ehemaligen Kumpel um die Wette, als die Panzerrinne stückchenweise vor der „Revierbude“ einschwebte. Seit sechs Uhr morgens waren die ehemaligen Bergleute schwer beschäftigt. Und standen am Vormittag noch vor jeder Menge Arbeit. Denn manche Teile hatten ganz schön Rost angesetzt. Mit Unterstützung des Riesenkrans schraubten sie die Fördermaschine schließlich zusammen.

 

Der neue Hingucker auf dem Außengelände des Museums war eine Spende der Ruhrkohle. Die würdigte damit auch die Wertigkeit des Bergbaumuseums in OE.


Gemeinsam mit den befreundeten Vereinen veranstalten wir eine Feierlichkeit zu Ehren der Schutzpatronin der Bergleute, der heiligen Barbara.
Gemeinsam mit den befreundeten Vereinen veranstalten wir eine Feierlichkeit zu Ehren der Schutzpatronin der Bergleute, der heiligen Barbara.


Die Vorsitzenden der vier beteiligten Vereine beim Tag des Bergmanns 2022: (v.l.) Volker Seemann (IGBCE), Markus Pliska (Museum), Patrick Seemann (FVEF 3) und Klaus Terheyden (BV) © Rebekka Wölky
Die Vorsitzenden der vier beteiligten Vereine beim Tag des Bergmanns 2022: (v.l.) Volker Seemann (IGBCE), Markus Pliska (Museum), Patrick Seemann (FVEF 3) und Klaus Terheyden (BV) © Rebekka Wölky

Tag des Bergmanns in Oer-Erkenschwick:

„Dieses Fest gibt uns wieder Identität“

 

Der Tag des Bergmanns konnte nach zwei Corona-Absagen in den letzten Jahren endlich wieder stattfinden. Am Bergbaumuseum in Oer-Erkenschwick war viel los - mit Hüpfburg und Livemusik.

 

von Rebekka Antonia Wölky (SZ. 22.08.22)

Zwei Jahre in Folge musste der Tag des Bergmanns auf dem Gelände des Bergbau- und Geschichtsvereins am Ziegeleitor in Oer-Erkenschwick ausfallen. Am Samstag (20.8.) hat er zum ersten Mal nach der Corona-Pandemie wieder stattgefunden. Mit Erfolg und vielen Gästen, zur großen Freude der Veranstalter.

 

Der Bergbau- und Geschichtsverein, die IGBCE-Ortsgruppe, der Förderverein Ewald-Fortsetzung Schacht 3 und der Bergmannsverein „Gück Auf“ veranstalten den „Tag des Bergmanns“ seit einigen Jahren gemeinsam – zuletzt wurde 2019 auf dem ehemaligen Pütt gefeiert.

 

„Es ist toll, dass wir jetzt endlich wieder etwas machen können“, sagte Volker Seemann, Vorsitzender der IGBCE-Ortsgruppe, nach seiner Eröffnungsrede mit Vize-Bürgermeister Hannes Kemper am Samstagnachmittag. Denn in den Jahren 2020 und 2021 sei der „Tag des Bergmanns“ ein wahres Trauerspiel gewesen. Die Kumpel hatten die Hoffnung auf ein großes, sommerliches Fest nicht aufgegeben, zweimal geplant, zweimal Bühnenprogramm und Bands organisiert – nur um alles wegen der Pandemie doch wieder absagen zu müssen.

Das Duo „Pütt-PortAl Formidabel“ begeisterte das Publikum beim Tag des Bergmanns 2022. © Rebekka Wölky
Das Duo „Pütt-PortAl Formidabel“ begeisterte das Publikum beim Tag des Bergmanns 2022. © Rebekka Wölky

Livemusik am Bergbaumuseum in Oer-Erkenschwick

 

„Umso schöner ist es, dass wir zu vielen Künstlern, die wir eingeladen hatten, trotz der beiden Absagen weiterhin ein gutes Verhältnis gepflegt haben, sodass sie auch in diesem Jahr zugesagt haben und heute endlich hier auftreten können“, sagte Patrick Seemann, der als Vorsitzender des Fördervereins Ewald-Fortsetzung Schacht 3 das kulturelle Programm für Nachmittag und Abend zusammengestellt hat. Nach der Eröffnungsrede spielte das Duo „Pütt-PortAl Formidabel“ auf, für später waren die Bands „The Heart Devils“, „2you“, „Harry L.“ und die „Old Boys Band“ geladen.

 

Schon zu Beginn des Fests waren die Veranstalter mit den Besucherzahlen mehr als zufrieden. „Aus der Erfahrung wissen wir, dass die meisten Gäste gegen 18 oder 19 Uhr kommen. Aber so viele Besucher, wie jetzt schon hier sind, hatten wir um diese Uhrzeit noch nie“, so Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, am Nachmittag. „Wir sind aber auch mit unserem bunten Programm für jeden ganz gut aufgestellt“, sagte Patrick Seemann. Für Currywurst, Bratwurst und Pommes sorgte das Team um Metzger Toni Tewes, bei den jüngsten Besuchern kamen Eiswagen, Popcornstand und Hüpfburg gut an.

 

„Es ist uns wichtig, dass wir als Vereine für alle sichtbar sind und endlich wieder zeigen können, dass es uns noch gibt und es uns auch weiterhin geben wird“, erklärte Bergmannsverein-Vorsitzender Klaus Terheyden. „Dieses Fest gibt uns wieder Identität. Wir möchten auch den jüngeren Menschen die Bergbau-Kultur und das Museum näherbringen, ohne Zeche gäbe es die Stadt schließlich nicht.“


 © Jörg Müller
© Jörg Müller

Erinnerung an Oer-Erkenschwicks „goldene Zeiten“:

Kumpel laden zum Tag des Bergmanns 

 

StimbergZeitung, Regine Klein, 16.08.2022

 

 

Der Bergbau lebt! Zumindest, wenn es um die Kumpel in Oer-Erkenschwick geht. Die wollen den Bürgern die Zechentradition näher bringen und laden wieder zum „Tag des Bergmanns“ ein.

 

Vier Vereine haben lange auf diesen Tag hingearbeitet – oder besser gesagt: Es wurde malocht. Denn der „Tag des Bergmanns“ lockt auf das Gelände des Bergbau- und Geschichtsvereins am Ziegeleitor in Oer-Erkenschwick. Der „Schichtplan“, den der Verein „Glück Auf“, der Förderverein zum Erhalt des Schachtgerüstes 3, die IGBCE-Ortsgruppe und der Bergbau- und Geschichtsverein erarbeitet haben, verspricht Vielfalt.

 

Tag des Bergmanns wird in Oer-Erkenschwick gefeiert

„Die Freude bei allen Beteiligten ist groß“, erzählt Klaus Terheyden, Chef des Bergmannsvereins „Glück Auf“. 2019 konnte zuletzt auf dem ehemaligen Pütt gefeiert werden – dann kam Corona. Damit begann auch für die Kumpel eine echte Zerreißprobe. Zweimal hatten sie den „Tag des Bergmanns“ bereits komplett durchgeplant, „zweimal mussten wir ihn wegen der Coronapandemie wieder absagen“, bedauert Terheyden. Das Bedauern ist nicht nur wegen der vergeblichen Mühen groß, sondern eben auch, weil es den Beteiligten wichtig ist, die Bergbau-Tradition in Oer-Erkenschwick aufrechtzuerhalten.

Die Vorsitzenden der beteiligten Vereine hoffen auf viele Besucher: (v.l.) Volker Seemann (IGBCE, Klaus Terheyden (BV„Glück Auf“), Patrick Seemann (FV EFSchacht 3) und Markus Pliska (Bergbaumuseum) © Archiv/Jochen Börger
Die Vorsitzenden der beteiligten Vereine hoffen auf viele Besucher: (v.l.) Volker Seemann (IGBCE, Klaus Terheyden (BV„Glück Auf“), Patrick Seemann (FV EFSchacht 3) und Markus Pliska (Bergbaumuseum) © Archiv/Jochen Börger

Nicht nur mit dem schmucken Museum und dem Fördergerüst wollen die dem Steinkohlebergbau verbundenen Vereine die Erinnerungen an die Pütt-Geschichte von Oer-Erkenschwick wach halten. Dafür soll eben auch der „Tag des Bergmanns“ am 20. August sorgen.

 

Kohle und Kumpel haben die Stadt geprägt

Denn ohne Pütt hätte es die Stadt Oer-Erkenschwick und die Region nicht gegeben – jedenfalls nicht in dieser Form. Kohle und Kumpel haben die Stadt geprägt wie kaum etwas anderes. Der Bergbau war eine eigene Welt. Unter Tage waren Kumpel mehr als Arbeitskollegen. Man musste sich aufeinander verlassen können. Das zackige „Glück Auf“ zur Begrüßung, wie man es von diesen Männern gewohnt ist, erschallt dann auch wieder am 20. August beim „Tag des Bergmanns“.

 

Seit 2002 gibt es mittlerweile das Bergbaumuseum auf dem Gelände der früheren Ausbildungsabteilung des nicht mehr existierenden Steinkohlebergwerks Ewald-Fortsetzung, auf dessen Gelände gefeiert werden soll, und das einst Tausenden Menschen Brot und Arbeit gab.

So sah 1940 der Haupteingang zum Zechengelände Ewald-Fortsetzung aus. © Archiv
So sah 1940 der Haupteingang zum Zechengelände Ewald-Fortsetzung aus. © Archiv

Die Zeche hat lange Tradition in Oer-Erkenschwick. Bereits 1899 werden die ersten Grundstückskäufe beschlossen – und zunächst erwirbt Bergwerksdirektor Schrader von etwa 20 Bauern und Köttern 200 Morgen Acker, Wiesen und Wald. Schwieriger gestalten sich andere Verhandlungen. Für die Trasse des geplanten Anschlussgleises nach Sinsen sitzen gleich 65 Grundeigentümer am Tisch. Das Bergwerk wächst, der Bau vieler neuer Zechenwohnungen ist nur am Rande Thema. 1900 gibt es zwei doppelte Beamtenhäuser. 1903 sind es schon 22 Doppelhäuser. Nur ein Jahr später sind schon fast 100 Wohnungen im Besitz von Bergleuten.

 

Die Zahl steigt in den Folgejahren rapide an und prägte damit das Stadtbild Oer-Erkenschwicks. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist der Pütt der Nabel der Stadt. Die Fördermengen schnellen in die Höhe, schon 1946 werden an 300 Tagen mehr als 600.000 Tonnen Kohlen mit 1,32 Tonnen Kohlen je Mann und Schicht Grubenleistung gehoben. Anfang der 1950er-Jahre beschäftigt die Zeche fast 5500 Menschen in Oer-Erkenschwick. 1953 werden täglich mehr als 4200 Tonnen Kohlen gefördert. Pro Schicht wird damals 16,35 Mark Hauerlohn gezahlt.

 

Doch die Zeiten ändern sich. Mit der Gründung des Bergwerks Haard wird Ewald Fortsetzung im Juni 1978 stillgelegt. Das Bergwerk Haard entsteht – später im Verbund mit General Blumenthal. Zunehmend verschwindet der Pütt aus dem Alltagsleben der Stadt.

 

Kumpel halten fest zusammen

Doch die Erinnerung daran soll erhalten bleiben, dafür wollen der Verein „Glück Auf“, der Förderverein zum Erhalt des Schachtgerüstes 3, die IGBCE-Ortsgruppe und der Bergbau- und Geschichtsverein eben auch am „Tag des Bergmanns“ am 20. August auf dem Gelände am Ziegeleitor sorgen. Und dass Kumpel zusammenhalten, das beweisen auch die mehr als 25 Helfer, die bereits am Vortag mit vereinten Kräften den Aufbau stemmen und auch nach dem Fest zum Aufräumen bereitstehen.

Im Bergbau-Museum gibt es viel zu entdecken. © Regine Klein
Im Bergbau-Museum gibt es viel zu entdecken. © Regine Klein

Doch was ist geplant? Ab 15.30 Uhr wird es auf dem Museumsgelände des Bergbau- und Geschichtsvereins Am Ziegeleitor ein buntes Fest der Bergleute für die ganze Familie geben. Neben einer Hüpfburg und dem Clown Beppo für die „Kleinen“ wird es auch für die „Großen“ ein Kulturprogramm geben. Nach der offiziellen Eröffnung wird das „Pütt-PortAl Formidabel“ das Bühnenprogramm gegen 15.45 Uhr eröffnen. „The Heart Devils“, „2you“ und „Harry L.“ werden bis in den frühen Abend für Abwechslung auf der Bühne sorgen. Für den Abend konnte die „Old Boys Band“ gewonnen werden, die bis zum Ende der Veranstaltung gegen 22 Uhr Stimmung machen werden.

 

„Wir sind den Künstlern sehr dankbar, dass wir sie, trotz der Absagen in den letzten zwei Jahren, für kleine Gagen für uns zurückgewinnen konnten“, erzählt Patrick Seemann, Vorsitzender des Fördervereins Ewald Fortsetzung Schacht 3, der auch für die Organisation des Programms verantwortlich ist.

 

Nur am Rande erwähnt, weil bei solchen Veranstaltungen selbstverständlich: „Aufe Gabel, Pilsken und Kola gibbet auch“, kündigen die Veranstalter an. Und das natürlich mit einem zackigen „Glück Auf“.


Kein Geringerer als der RAG-Vorstandsvorsitzender Peter Schrimpf (vorne li.) hielt die Laudatio anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Bergbau- und Geschichtsvereins in der "Revierbude" des Museums in OE. Darüber freut sich Markus Pliska (Vors.)
Kein Geringerer als der RAG-Vorstandsvorsitzender Peter Schrimpf (vorne li.) hielt die Laudatio anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Bergbau- und Geschichtsvereins in der "Revierbude" des Museums in OE. Darüber freut sich Markus Pliska (Vors.)

PETER SCHRIMPF BEIM BERGBAUVEREIN

RAG-Chef zur Energiekrise: „Zechen kann man nicht mal schnell wieder öffnen“

„Hier wird mit großem Engagement an die Bergbauvergangenheit erinnert. Das ist toll.“ RAG-Chef Peter Schrimpf hat bei seinem Besuch in Oer-Erkenschwick viel Lob für den Bergbauverein im Gepäck.

von Jörg Müller, SZ 27.06.2022

 

 

Den Bergbau- und Geschichtsverein gibt es seit 20 Jahren. Wegen Corona musste die Geburtstagsfeier im vergangenen November abgesagt werden, konnte aber am Sonntag (26.6) in der „Revierbude“ auf dem Museumsgelände am „Ziegeleitor“ in Oer-Erkenschwick vor 60 geladenen Gästen nachgeholt werden. Und Markus Pliska, seit der Vereinsgründung 1. Vorsitzender, konnte auch den Vorstandsvorsitzenden der Ruhrkohle AG, Peter Schrimpf, zur Feierstunde begrüßen.

 

„Ich habe in der Vergangenheit immer wieder die Veränderungen an diesem Museumsstandort mitbekommen. Zu dieser außerordentlichen Entwicklung kann ich nur gratulieren“, sagt Schrimpf in seiner Laudatio. Die Entwicklung zeigt sich übrigens auch an der Mitgliederzahl: Waren es zur Gründung 55, werden aktuell 380 Frauen und Männer in der Liste geführt.

 

Auch die Energiekrise war Thema beim Besuch in Oer-Erkenschwick

Thema der Gespräche mit Peter Schrimpf war auch die aktuelle Energiekrise wegen des Krieges in der Ukraine. Schrimpf bestätigte, dass er immer wieder gefragt werde, ob man nicht einige der in der Vergangenheit stillgelegten Steinkohlen-Bergwerke kurzfristig wieder reaktivieren könne. Schrimpf: „Nein, geschlossene Zechen kann man nicht einfach so mal wieder öffnen.“ Die politischen Entscheidungen der Vergangenheit seien nun endgültig. Und einen neuen Schacht zu bauen, würde acht bis zehn Jahre brauchen.


Seit der Gründung des Bergbau- und Geschichtsvereins am 21. November 2001 ist Markus Pliska aus Oer-Erkenschwick der 1. Vorsitzende.© Jörg Müller
Seit der Gründung des Bergbau- und Geschichtsvereins am 21. November 2001 ist Markus Pliska aus Oer-Erkenschwick der 1. Vorsitzende.© Jörg Müller

Ex-Kumpel halten die Erinnerung an die Zeche in Oer-Erkenschwick wach

 Der Bergbau- und Geschichtsverein hält seit 20 Jahren die Erinnerung an die Zechengeschichte in Oer-Erkenschwick wach. Das soll nun gebührend in der „Revierbude“ des Bergbaumuseums gefeiert werden. 

 

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Ende der 90er-Jahre über einen vollständigen Abriss aller Bergbaugebäude in Oer-Erkenschwick diskutiert wurde. Aber es gab auch Meinungen, dass man viele Gebäude erhalten sollte“, erinnert sich Markus Pliska. Der heute 53-Jährige hat ebenfalls auf dem Bergwerk Haard in Oer-Erkenschwick das Bergmannshandwerk erlernt und lud in seiner damaligen Funktion als DGB-Ortverbandsvorsitzender die damals noch vier IGBCE-Ortsgruppen und die beiden Bergmannsvereine zu einem Gespräch ein. Ergebnis: Der ehemalige Ausbildungsbereich soll ein Museum werden.

 

Mit diesem Ziel schlossen sich am 21. November 2001 insgesamt 55 Männer und Frauen zum Bergbau- und Geschichtsverein Oer-Erkenschwick zusammen. Erster Vorsitzender ist seitdem Markus Pliska. Coronabedingt, mit einiger Verspätung, soll nun am kommenden Sonntag, 26. Juni, ab 11 Uhr während einer Feierstunde mit geladenen Gästen an die Vereinsgründung erinnert werden. Die Laudatio hält der Vorstandsvorsitzende der Ruhrkohle AG, Peter Schrimpf.

 

Bergbaugeschichte in Oer-Erkenschwick beginnt 1899

Die Bergbaugeschichte der Stadt Oer-Erkenschwick begann 1899 mit dem Abteufen von Schacht 1. Nach dessen Fertigstellung 1902 unter dem Namen Bergwerk Graf Waldersee wurde mit der Kohleförderung begonnen. Wenig später wurde das Bergwerk in „Ewald-Fortsetzung“ umbenannt. Daraufhin wurden weitere Schächte (2 bis 5) abgeteuft.

 

In den 1930er-Jahren führten Absatzschwierigkeiten infolge der Weltwirtschaftskrise dazu, dass das Bergwerk in Oer-Erkenschwick von 1931 bis 1938 stillgelegt wurde. Die weitere Geschichte des Bergwerks Ewald-Fortsetzung in Oer-Erkenschwick im Zeitraffer: 1969 wurde die Schachtanlage mitsamt der Kokerei in die neu gegründete Ruhrkohle AG eingegliedert. 1975 erfolgte ein Durchschlag zur Zeche General Blumenthal. 1984 wurde die Kokerei stillgelegt. 1992 erfolgte die Zusammenlegung der inzwischen in Bergwerk Haard umbenannten Schachtanlage mit dem Nachbarbergwerk General Blumenthal in Recklinghausen zum Verbundbergwerk Blumenthal/Haard.

Volker Seemann, der 2. Vorsitzende des Bergbauvereins, zeigt auf dem Außengelände des Bergbaumuseums eine große Schrämmwalze, mit der einst die Steinkohle in einem Bergwerk im Saarland unter Tage herausgebrochen wurde © Jörg Müller
Volker Seemann, der 2. Vorsitzende des Bergbauvereins, zeigt auf dem Außengelände des Bergbaumuseums eine große Schrämmwalze, mit der einst die Steinkohle in einem Bergwerk im Saarland unter Tage herausgebrochen wurde © Jörg Müller

Heute erinnert nur noch wenig an den Bergbau in Oer-Erkenschwick

Doch der Verbund hielt nur kurz. Die politischen Weichen für das Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet und an der Saar waren schon gestellt. Der zwischenzeitlich anvisierte Plan einer möglichen Nordwanderung des Steinkohlenbergbaus über den Haardschacht, sowie einer Erweiterung der ehemaligen Schachtanlage Ewald-Fortsetzung durch einen neu zu erstellenden Schrägschacht, um die Kohle in Oer-Erkenschwick zu Tage zu fördern, wurde verworfen. Die Schachtanlage im Herzen Oer-Erkenschwicks wurde stillgelegt und ab 1997 (Schacht 2) bis 1999 (Schächte 3 4,5) verfüllt.

 

Nach dem Abriss weithin sichtbarer Förderschächte erinnert heute nur noch wenig an das einstige wirtschaftliche Zentrum der Stadt Oer-Erkenschwick. Neben der Lohn- beziehungsweise Lichthalle im Verwaltungsgebäude und der Kaue sind an der Ewaldstraße in Oer-Erkenschwick noch das Magazin sowie das Schachtgerüst und Maschinenhaus von Schacht 3 vorhanden. Alle Gebäude stehen seit der Schließung unter Denkmalschutz.

 

Am Museum wird in Oer-Erkenschwick seit 2002 ständig gearbeitet

Auf dem Gelände des ehemaligen Lehrstollens an der Straße Am Ziegeleitor hat der Bergbau- und Geschichtsverein Oer-Erkenschwick dann 2002 mit der Einrichtung eines Bergbaumuseums begonnen. Mit viel Einsatz und Schweiß und Unterstützung des damaligen MGG-Chefs Prof. Hans-Peter Noll wurde die im Jahr 2000 geschlossene Ausbildungsabteilung komplett überarbeitet und für den öffentlichen Betrieb hergerichtet.

 

Jeden Mittwoch und Samstag sind von 10 bis 13 Uhr die Tore für Besucher geöffnet, weitere Termine können auf Anfrage vereinbart werden. Und nicht nur Besichtigungen sind hier möglich. Als offizielle Außenstelle des Standesamtes finden in Zusammenarbeit mit den Standesbeamten der Stadt Oer-Erkenschwick im Lehrstollen, zwischen Bandantrieb und Einschienenhängebahn, Trauungen statt.


Andreas Ostdorf (Vorsitzender Gesamtbetriebsrat RAG Montan Immobilien), Klaus Terheyden, Peter Schrimpf (Vorstandsvorsitzender RAG) und Markus Pliska (Vorsitzender Bergbau- und Geschichtsverein, v.l.) bei der Übergabe des Kranwagens.
Andreas Ostdorf (Vorsitzender Gesamtbetriebsrat RAG Montan Immobilien), Klaus Terheyden, Peter Schrimpf (Vorstandsvorsitzender RAG) und Markus Pliska (Vorsitzender Bergbau- und Geschichtsverein, v.l.) bei der Übergabe des Kranwagens.

Bergbau-Museum in         Oer-Erkenschwick:     Kumpel erhalten tonnenschweren Helfer

 

Die Kumpel des Bergbau- und Geschichtsvereins stecken viel Zeit und Energie in „ihr“ Museum in Oer-Erkenschwick. Dafür gibt es jetzt ein tonnenschweres Geschenk.

von Regine Klein, SZ. 11.02.2022

 

 

Für den Bergbau- und Geschichtsverein in Oer-Erkenschwick fängt das Jahr gut an, zumindest im Hinblick auf die zukünftige Gestaltung des Außenbereiches des Bergbaumuseums am Ziegeleitor. Auf dem Gelände der ehemaligen Ausbildungsabteilung des nicht mehr existierenden Bergwerks Haard unterhalten seit vielen Jahren Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins das Museum, das einen Vergleich zu seinem großen Bruder in Bochum nicht zu scheuen braucht.

 

Bergbau-Museum putzt sich weiter heraus

Die Bergmänner legen – auch wenn ihr Museum für Besucher monatelang geschlossen war – nicht die Hände in den Schoß. Es gibt stets reichlich zu tun. So wurde die „Revierbude“ komplett renoviert. Im Moment ist das Außengelände im Fokus der Engagierten des Bergbau- und Geschichtsvereins.

 

Es soll „zu einem Schmuckkästchen“ werden. Dank der Unterstützung verschiedenster Firmen, die Bagger und Radlader stellen, werden derzeit Stellplätze für die neuen, gespendeten Exponate vorbereitet.

 

In Kooperation mit einem Ausbildungsprojekt der Vivawest erhielt das Gebäude bereits einen neuen Anstrich. Und auch die Bepflanzung ist erneuert worden. Das Bergbau-Museum putzt sich also weiter heraus.

 

Tonnenschweres Geschenk für das Museum

Und da kommt es durchaus gelegen, dass Andreas Ostdorf, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates bei der RAG-Tochter Montan Immobilien den Vorstandsvorsitzenden und Arbeitsdirektor Peter Schrimpf in der jüngeren Vergangenheit nicht nur als neues Vereinsmitglied gewinnen konnte. Ostdorf konnte ihn auch von der vorbildlichen Arbeit und dem damit verbundenen Erhalt der Bergbaukultur in der ehemaligen Bergbaustadt überzeugen.

 

Was dem Verein aber bisher noch fehlte, war ein Gerät, mit dem sich viele der tonnenschweren Gerätschaften im Außenbereich selbstständig bewegen lassen, ohne dauerhaft von der Hilfsbereitschaft, dem Verein sehr wohlwollend zugewandten Unternehmen abhängig zu sein.

Auf dem Außengelände des Bergbau-Museums tut sich einiges. © Regine Klein (Archiv)
Auf dem Außengelände des Bergbau-Museums tut sich einiges. © Regine Klein (Archiv)

Peter Schrimpf machte dies nun möglich und übergab einen technisch vollkommen intakten Kranwagen, der betrieblich nicht mehr benötigt wird, an den Vereinsvorsitzenden Markus Pliska.

„Was hier bis ins kleinste Detail, mit so viel Herzblut erschaffen und erhalten wurde, ist schon sehr beeindruckend. Ich finde es sehr gut und auch für nachfolgende Generationen äußerst wichtig, dass dieser Verein die Bergbaukultur für die Nachwelt, auch über die Stadtgrenzen hinaus aufrechterhält“, erklärte Peter Schrimpf.

 

Ein Fahrer kommt aus den eigenen Reihen

„Ich möchte mich bei allen Unterstützern der Vergangenheit ganz herzlich bedanken. Wir werden auch zukünftig sicherlich nicht ohne eine gesonderte Hilfestellung an der ein oder anderen Stelle auskommen, aber ein solches Fahrzeug ermöglicht uns als Verein – ganz unabhängig von Zeit und Kosten – viele Projekte umzusetzen, die wir schon sehr lange auf unserer Agenda haben“, freut sich Markus Pliska und Andreas Ostdorf fügt hinzu: „Unser ganz besonderer Dank gilt dem gesamten RAG Vorstand, Peter Schrimpf und Michael Kalthoff, die übrigens beide Mitglieder im Bergbau- und Geschichtsverein sind.

 

Der zukünftige Führer des neuen Kranwagens stammt übrigens aus den eigenen Reihen: Klaus Terheyden wird zukünftig die schweren Bergbauexponate in Bewegung bringen.

 

380 Mitglieder zählt der Bergbau- und Geschichtsverein, 20 Aktive sind regelmäßig im Museum im Einsatz. Kameradschaft macht die Arbeit im Museum aus, das besondere Miteinander. Es gibt für jeden und seine speziellen Fähigkeiten etwas zu tun. Die Kumpel haben ihr Museum aus eigener Kraft aufgebaut, freuen sich aber über jede Unterstützung – und neue Mitglieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der "steilen Lagerung" haben Peter Thamm und Johannes Kaszubowski (v.l.) kurz fürs Foto ohne Maske Platz genommen - beide sind geimpft. Über den Bergmännern ist übrigens die Lebensversicherung der Kumpel zu sehen. Früher saß in dem Vogelkäfig ein Kanarienvogel, der frühzeit vor bösen Wettern warnte: Hörte der Vogel plötzlich auf zu singen, werteten die Bergleute dies als Warnsignal vor Kohlenstoffmonoxid und verließen die Stollen.© Regine Klein


Alles für den Bergbau: Kumpel halten Tradition in Oer-Erkenschwick lebendig

Wer sich mit dem Steinkohlebergbau, der früher im Ostvest eine große Rolle gespielt hat, intensiver beschäftigen möchte, ist im Bergbaumuseum in Oer-Erkenschwick genau richtig.

von Regine Klein, SZ. 26.12.2021

Die Zahl derer, die sich noch an die Zeit erinnern können, als in Oer-Erkenschwick, Datteln und Waltrop noch Steinkohle abgebaut wurde, wird immer kleiner. Wie gut, dass es das Bergbaumuseum an der Straße „Am Ziegeleitor“ in Oer-Erkenschwick gibt. Auf dem Gelände der ehemaligen Ausbildungsabteilung des nicht mehr existierenden Bergwerks Haard unterhalten seit vielen Jahren Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins das Museum, das einen Vergleich zu seinem großen Bruder in Bochum nicht zu scheuen braucht. Und gerne von den Menschen im Ostvest besucht wird.

 

Kumpel aus Oer-Erkenschwick blicken auf durchwachsenes Jahr

Allerdings blicken kurz vor Jahresende die Kumpel auf ein eher durchwachsenes 2021 zurück. „Mit den Einnahmen war es wirklich schwierig. Die Revierbude, von deren Vermietung für verschiedenste Feierlichkeiten wir leben, musste coronabedingt lange geschlossen bleiben“, berichtet der Vorsitzende Markus Pliska. Man habe zwar immer gut gehaushaltet, „und wir nagen jetzt nicht am Hungertuch“, aber die Reserven mussten doch schon herhalten.

 

Denn die Bergmänner legen – auch wenn ihr Museum für Besucher monatelang geschlossen war – natürlich nicht die Hände in den Schoß. Es gibt stets reichlich zu tun. „Wir haben die Revierbude komplett renoviert. Jetzt muss alles nur wieder losgehen“, sagt Markus Pliska. Dabei handelt es sich um einen Partyraum, der die Besucher quasi mitten in einen Stollen entführt. Bis zu 150 Menschen können hier feiern, die komplette Partyinfrastruktur ist vorhanden. „Der Plan für 2021 war komplett voll. Doch die meisten Veranstaltungen wurden wieder abgesagt. Am Ende war die Revierbude nur fünfmal vermietet“, weiß Museums-Koordinator Peter Thamm. Fünf Paare gaben sich im nun ablaufenden Jahr das Jawort im Lehrstollen, auch einige Kindergärten nutzen das Angebot, und ließen sich durch das Bergbau-Museum führen.

 

Der Lohn ist das Lächeln der Besucher

Das Bergbaumuseum in Oer-Erkenschwick bietet nicht nur die Möglichkeit zu einer „Grubenfahrt“, es liefert auch tiefe Einblicke in die private Lebenswelt von Bergleuten in einer Ruhrgebietsstadt vor Jahrzehnten. So wird eine Original-Wohnung aus den 50er-Jahren mit „Gelsenkirchener Barock“ ausgestellt. Die Aktiven des Vereins stecken viel Zeit und Arbeit in ihr Museum. „Der Lohn ist für uns das Lächeln der Besucher“, sagt Volker Seemann vom Museums-Team. Und so tüfteln die Bergmänner auch immer weiter am perfekten Erlebnis unter Tage, um den Besuchern das „echte“ Bergbaugefühl zu geben. „Daher haben wir auch eine neue Geräuschkulisse installiert“, erzählt Pliska.

Auch das Außengelände soll aufgewertet werden: Erich Brüning (l.) und Volker Seemann freuen sich über die bereits erfolgte Umgestaltung. Auch ein Wasserspiel in Form eines Förderturms gehört dazu. © Regine Klein
Auch das Außengelände soll aufgewertet werden: Erich Brüning (l.) und Volker Seemann freuen sich über die bereits erfolgte Umgestaltung. Auch ein Wasserspiel in Form eines Förderturms gehört dazu. © Regine Klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Außengelände warten noch ein Zehn-Tonnen-Ausbauschild, das früher im Strebausbau unter Tage eingesetzt war, um das Einstürzen der Gebirgsdecke in einem Kohleflöz zu verhindern, ein Vier-Tonnen-Kleinschild oder Bohrwagen darauf, renoviert und in die Ausstellung integriert zu werden. Im Moment ist das Außengelände im Fokus der Engagierten des Bergbau- und Geschichtsvereins. Es soll „zu einem Schmuckkästchen“ werden. Dank der Unterstützung verschiedenster Firmen, die Bagger und Radlader stellen, werden derzeit Stellplätze für die neuen, gespendeten Exponate vorbereitet. In Kooperation mit einem Aubildungsprojekt der Vivawest erhielt das Gebäude bereits einen neuen Anstrich. Und auch die Bepflanzung ist erneuert worden. Das Bergbau-Museum putzt sich also weiter heraus.

Der Lehrstollen, der auch als Trauzimmer dient, wurde jetzt mit einer neuen Geräuschkulisse ausgerüstet. © Regine Klein
Der Lehrstollen, der auch als Trauzimmer dient, wurde jetzt mit einer neuen Geräuschkulisse ausgerüstet. © Regine Klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die neue Küche wird bald aufgebaut

Und bald können sich die Bergmänner auch über ihre neue Küche freuen. Das alte Schätzchen war im Sommer schlichtweg zusammengebrochen und hatte Porzellan oder Kaffeemaschine unter sich begraben. „Wir haben uns über die hohe Spendenbereitschaft im Nachhinein sehr gefreut“, sagt Pliska. Innerhalb weniger Tage war wieder genügend Geschirr und Ausstattung vorhanden. Nur die Küche lässt wegen coronabedingter Lieferschwierigkeiten auf sich warten. „Im Januar soll sie aber geliefert werden“, weiß Pliska. Die Anschaffung war durch eine Spende von Sparkasse und Volksbank reibungslos möglich, „wir mussten nicht an unseren Notgroschen.“

 

Dass der Tag des Bergmanns und die 20-Jahr-Feier abgesagt werden mussten, das ärgert die Bergmänner natürlich. Alles war bereits geplant. Doch ein echter Kumpel lässt sich nicht unterkriegen. Sobald möglich, wollen sie im Frühjahr oder Sommer die Feierlichkeiten nachholen.

Im Bergbau-Museum gibt es viel zu entdecken. © Regine Klein
Im Bergbau-Museum gibt es viel zu entdecken. © Regine Klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neue Helfer sind gerne gesehen

380 Mitglieder zählt der Bergbau- und Geschichtsverein, 20 Aktive sind regelmäßig im Museum im Einsatz. „Wir haben auch einige junge Helfer, die samstags mit anpacken“, freut sich Volker Seemann. Kameradschaft macht die Arbeit im Museum aus, das besondere Miteinander. „Es gibt für jeden und seine speziellen Fähigkeiten etwas zu tun. Manchmal kann der Ton etwas rauer werden, wie im Bergbau üblich. Aber am Ende haben wir uns doch alle lieb“, erzählt Volker Seemann. Die Kumpel haben ihr Museum aus eigener Kraft aufgebaut, freuen sich aber über jede Unterstützung – und neue Mitglieder. „Die müssen auch nicht zwingend aus dem Bergbau kommen“, sagt Pliska. Aber vielleicht gibt es ja noch Personen, die gerne Führungen anbieten wollen? In die Thematik könne man sich schließlich einarbeiten. Da unterstützen die Kumpel auch gerne, getreu dem Motto: „Einmal Bergmann, immer Bergmann“.


Bergleute sagen Barbarafeier wegen Corona ab – was wird aus der Nikolausfeier?

Lange hatten die Oer-Erkenschwicker Ex-Kumpel an einer coronasicheren Barbarafeier geplant, jetzt müssen sie sie absagen - wegen hoher Infektionszahlen. Doch was ist mit der Nikolausfeier?

 von Regine Klein, SZ. 17.11.2021

 

Diese Entscheidung treffen wir schweren Herzens“, erzählt Klaus Terheyden, Vorsitzender des Bergmannsvereins „Glück Auf“. Die Ex-Bergleute haben ein Déjà-vu – wieder verhagelt die Coronapandemie und die steigenden Infektionszahlen ihre Planungen. Bergmannsverein, Bergbau- und Geschichtsverein, IG BCE-Ortsgruppe, Förderverein Ewald-Fortsetzung Schacht 3, evangelische und katholische Kirchengemeinde, die KAB sowie die Grubenwehr müssen die gemeinsam geplante Barbarafeier absagen – nun bereits zum zweiten Mal. Auch im vergangenen Jahr war an eine Durchführung wegen der Coronalage nicht zu denken. Damals war schon alles durchgeplant, als dann doch abgesagt werden musste, „das frustriert natürlich die Organisatoren“, sagt Terheyden, aber: „Wir können es bei den aktuellen Coronazahlen nicht verantworten im Knappensaal mit 40 Personen zu feiern. Auch, wenn unser Herz sehr an dieser Veranstaltung hängt.“

 

Kann die Nikolausfeier in Oer-Erkenschwick stattfinden?

Die Ex-Bergleute wollten mit der Barbarafeier auch endlich wieder geschätzte Bergbau-Traditionen aufleben lassen. Auch die Pfarrer Clemens-August Holtermann und Bernd Schäfer sollten vor Ort sein. Im Anschluss an die Messe war ein Beisammensein bei Getränken, Essen und Musik geplant.

 

Nun steht eine bange Frage im Raum: Kann denn die Nikolausfeier des Bergmannsvereins wie geplant stattfinden? Zu diesem Zeitpunkt lautet die Antwort noch: „Ja.“ Auch, wenn die Ex-Bergleute die Coronazahlen weiterhin mit Sorge beobachten. „Müssen wir doch absagen, würde es erneut die Schwächsten unter uns treffen, die Kinder. Das wollen wir natürlich nicht“, sagt Klaus Terheyden.

 

Man wolle alles daran setzen, dass die Veranstaltung stattfinden kann, ausschlaggebend sei aber die aktuelle Coronalage. Ein kleines Fragezeichen schwebt also noch über der Veranstaltung.

 

Kartenvorverkauf ist gut gestartet

Man könne die Nikolausfeier so organisieren, dass sich keine größeren Gruppen auf dem Gelände treffen, sagt Terheyden. Es werden konkrete Termine vergeben, zu denen die Kinder mit einer Begleitperson durch den Lehrstollen gehen und dort den Nikolaus treffen. „100 Karten haben wir zunächst vorgesehen“, sagt Terheyden. Der Kartenvorverkauf sei bereits gut gestartet. Wichtig: Ohne vorherige Anmeldung geht gar nichts. Die Nikolausfeier des Bergmannsvereins „Glück Auf“ soll am 11. Dezember ab 15 Uhr unter Einhaltung der 3-G-Regel stattfinden. Karten zum Preis von fünf Euro gibt es immer mittwochs und samstags zwischen 9 und 12.30 Uhr im Bergbaumuseum am Ziegeleitor 5.


Darüber freuen sich (v.l.) BM Carsten Wewers, die Auszubildenden Chihad Adali, Nadine Jeremies, Ausbilder Marius Krysinski, Leon Seelmeyer, Melih Aksoy, Markus Pliska (Museum)  sowie Sabine Wolter (RHZ-Geschäftsführerin). © Erwin Kitscha
Darüber freuen sich (v.l.) BM Carsten Wewers, die Auszubildenden Chihad Adali, Nadine Jeremies, Ausbilder Marius Krysinski, Leon Seelmeyer, Melih Aksoy, Markus Pliska (Museum) sowie Sabine Wolter (RHZ-Geschäftsführerin). © Erwin Kitscha

BERGBAUMUSEUM

Azubis erlernen ihr Handwerk da, wo einst die Kumpel malochten

Vier Auszubildende können schon jetzt stolz sein, auf das, was sie geschaffen haben. Ihr Werk ist am Bergbaumuseum zu bestaunen. Etwas Feinschliff ist noch nötig. 

 

von Erwin Kitscha, 24.09.2021, SZ

 

 

 

 

Es ist eine klassische Win-Win-Situation. Auszubildende des Wohnungsbau-unternehmens Vivawest haben auf der Baustelle am Oer-Erkenschwicker Bergbaumuseum schon eine Menge für ihren Beruf gelernt. Die Aktiven des Bergbau- und Geschichtsvereins freuen sich über eine aufgemöbelte Fassade. Und die Stadt Oer-Erkenschwick begrüßt das Engagement für einen der Anziehungspunkte der Stimbergstadt für Besucher und Interessierte.

 

Azubis erlernen das Maler- und Lackierer-Handwerk

Nadine Jeremies, Melih Aksoy, Leon Seelmeyer und Cihad Adali sind unter der Woche schon fleißig gewesen. Die vier Auszubildenden erlernen das Maler- und Lackierer-Handwerk. Beschäftigt sind sie beim RHZ Handwerks-Zentrum. Eine Dienstleistungen-Gruppe, die im Unternehmen Vivawest Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten ausführt. Jetzt konnten die Auszubildenden im Rahmen ihrer Ausbildung dort arbeiten, wo einst die Kumpel in Oer-Erkenschwick malochten.

Auf dem Gelände des früheren Bergwerks Ewald-Fortsetzung setzt das junge Quartett die Fassade eines Gebäudeteils des Bergbaumuseums instand. Dort, wo sich die Eingangstür zur originalgetreu hergerichteten Bergmannswohnung im Stil der 1950er-Jahre befindet, wird demnächst die Fassade in neuem Glanz erstrahlen. Grundieren, Dämmmaterial anbringen, Malerarbeiten… die vier Auszubildenden hängen sich voll rein, damit die Fassade am Ende tipptopp runderneuert ist.

 

Rund zwei Wochen dauert es noch, bis die Arbeiten erledigt sein werden. Hat die bisherige Arbeit am Bergbaumuseum denn auch Spaß gemacht? Die vier jungen Leute lächeln und nicken zustimmend. „Das macht wirklich Spaß“, sagt Cihad Adali, Auszubildender im ersten Lehrjahr. „Hier zu arbeiten ist mal was anderes.“ „Die Dämmung am Dach war etwas schwierig“, erzählt Nadine Jeremies, die im dritten Lehrjahr ist und kurz vor der Abschlussprüfung steht. Ihre Kollegen Melih Aksoy und Leon Seelmeyer sind gerade im zweiten Lehrjahr. Wenn mal etwas nicht sofort klappt, hilft RHZ-Ausbilder Marius Krysinski und gibt Tipps. „Die Wand wurde mit Quarzgrund grundiert. Dann haben wir die Dämmplatten verklebt“, erläutert Marius Krysinski. Maler- und Lackierarbeiten folgen noch.

 

Ausbildungsprojekte auf dem alten Zechengelände

„Wir als Bergbau- und Geschichtsverein haben schon eine längere Beziehung zur Vivawest-Dienstleistung“, erläutert Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins in Oer-Erkenschwick. „Irgendwann kam die Idee auf, hier Ausbildungsprojekte durchzuführen.“ Der Bergbauverein ist immer auf tatkräftige Helferinnen und Helfer angewiesen, um die Oer-Erkenschwicker Bergbau-Geschichte für zukünftige Generationen zu bewahren. Alles läuft über die Ehrenamtsschiene. Markus Pliska: „Wir sind sehr froh, dass uns die Vivawest-Dienstleistung mit diesem Projekt unterstützt.“ „Wir haben eine alte Verbundenheit aus unserer Historie heraus“, sagt RHZ-Geschäftsführerin Sabine Wolter. „Wir haben unsere Wurzeln sozusagen im Bergbau. Bereiche der Ruhrkohle AG sind zu uns übergegangen.“ Projekte wie das in Oer-Erkenschwick brächten die Qualität der Ausbildung nach vorne. Bürgermeister Carsten Wewers fand ebenfalls lobende Worte: „Ich bin ein großer Freund von Gemeinschaftsprojekten. Der Bergbau- und Geschichtsverein leistet hier ehrenamtlich eine tolle Arbeit. Wir freuen uns auch, dass Vivawest den Verein bei der Unterhaltung der Gebäude unterstützt. Es ist für die Ausbildung und alle Beteiligten eine gute Sache.“


Hubert Schulte-Kemper (2. v.re.) vom Marler Heimatverein führte Markus Pliska (li.), Volker Seemann 2. v. li.), Patrick Seemann (3.v.re.) und Klaus Terheyden (re.) durch das Friedenshaus. Hermann Börste (3.v.li.) spielte Mundharmonika dazu. © privat
Hubert Schulte-Kemper (2. v.re.) vom Marler Heimatverein führte Markus Pliska (li.), Volker Seemann 2. v. li.), Patrick Seemann (3.v.re.) und Klaus Terheyden (re.) durch das Friedenshaus. Hermann Börste (3.v.li.) spielte Mundharmonika dazu. © privat

KOOPERATION

Bergbauvereine aus Oer-Erkenschwick haben einen neuen Unterstützer

Die bergbaubefreundeten Vereine aus OE und der Heimatverein Marl wollen künftig enger zusammenarbeiten. Dessen Chef ist gleichzeitig der Motor der Gewächshauspläne auf dem Pütt-Areal..

von Jörg Müller, 02.10.2021, SZ

 

  

Vor einigen Wochen folgte Hubert Schulte-Kemper, Vorsitzender des Marler Heimatvereins und einer der Akteure des geplanten Baus von Gewächshäuser auf dem ehemaligen Zechengelände, einer Einladung der bergbaubefreundeten Vereine ins Bergbaumuseum nach Oer-Erkenschwick die Stimbergstadt. Jetzt erfolgte der Gegenbesuch.

 

Gäste aus der Oer-Erkenschwick zeigen sich beeindruckt

Markus Pliska (Bergbau- und Geschichtsverein), Volker Seemann (IGBCE-Ortsgruppe Oer-Erkenschwick, Klaus Terheyden (Bergmannsverein Glück Auf) und Patrick Seemann (Förderverein zum Erhalt des Schachtgerüstes Ewald-Fortsetzung Schacht 3) bekamen einen Einblick in die Aktivitäten des Heimatvereins Marl. An der Seite von Hubert Schulte-Kemper besichtigten sie im Schnelldurchgang den Erzschacht, das Heimatmuseum, die Erlöserkirche, das Obstbaummuseum und das Europäische Friedenshaus. Die Gäste aus der Stimbergstadt waren beeindruckt: „Es ist schon enorm, was der Heimatverein mit all seinen Mitgliedern in den einzelnen Stationen leistet. Allein die finanzielle Unterstützung, die der Heimatverein laut ihres Vorsitzenden bekommt, lässt uns nur staunen. Es scheint, als würde in Marl nicht nur ein großer Teil der Bevölkerung hinter den Projekten des Heimatvereins stehen, sondern auch Mittelstand und die Politik. Wenn wir in Oer-Erkenschwick allein zehn Prozent von diesem Engagement aus Wirtschaft und Rathaus erfahren würden, wäre so einiges einfacher umzusetzen“, sagt Patrick Seemann.

 

Vereine wollen mit dem Heimatverein in Marl kooperieren

„Mit unserem Konzept zum Erhalt des Maschinenhauses am Schacht 3, das in Besitz der Stadt Oer-Erkenschwick ist, sehen wir uns oft allein auf weiter Flur. Außer Mundbekundungen ist in den letzten 18 Monaten seitens der Stadt wenig passiert. Das ehrenamtliche Engagement scheint in Marl mehr wert zu sein. Das und die geleistete Arbeit des Heimatverein verlangt uns allen Respekt ab!“, so Seemann weiter.

 

Die Oer-Erkenschwicker Vereine wollen mit dem Marler Heimatverein in Zukunft zusammenarbeiten. Ein weiteres Treffen der Vorstände ist geplant. Man überlegt bereits Szenarien, wie die Zusammenarbeit aussehen kann. „Als erster Schritt ist beispielsweise ein Ausflug im Rahmen einer Bildungsveranstaltung für unsere Mitglieder denkbar“, sagt Volker Seemann, Vorsitzender der IGBCE Ortsgruppe. „Das Ziel könnten dann der Erzschacht und die Wassermühle im Volkspark ein.“

 

 

Hubert Schulte-Kemper sicherte den Oer-Erkenschwickern auch für ihre Projekte seine Unterstützung zu und freut sich auf die Zusammenarbeit: „Die Begegnung mit den Menschen ist das wertvollste Gut, das wir in unserer Gesellschaft haben.“


© Jörg Gutzeit
© Jörg Gutzeit

GROSSE ÜBERRASCHUNG

Radlader auf dem Bergbaumuseums-Gelände – das steckt dahinter

  

 Große Freude bei den Mitgliedern des Bergbau- und Geschichtsvereins in Oer-Erkenschwick: Vorsitzender Markus Pliska konnte jetzt einen voll funktionsfähigen Radlader im Empfang nehmen.

 

von Jörg Müller (SZ.31.08.21)

 

Da war die Freude groß bei den Mitgliedern des Bergbau- und Geschichtsvereins auf ihrem Gelände des ehemaligen Lehrstollens des nicht mehr existierenden Bergwerks Haard am „Ziegeleitor“. Denn sie bekamen ein Geschenk, mit dem sie beileibe nicht rechnen konnten. Nun aber besitzen sie einen Radlader, der das Bewegen der überwiegend sehr schweren Ausstellungsexponate aus dem Bergbau erheblich erleichtert. Und dieses wertvolle und nützliche Geschenk des Unternehmens Heitkamp hat eine Vorgeschichte.

 

Andreas Ostdorf knüpft die notwendigen Kontakte

Andreas Ostdorf, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der RAG Montan Immobilien und Ulrich Wessel, Geschäftsführer bei RAG Montan Immobilien, sind seit langer Zeit Vereinsmitglieder und haben immer wieder erfahren, wie schwierig es ist die vorhandenen Materialien und Ausstellungsgegenstände überwiegen aus Bergwerken wegen ihres hohen Gewichts zu bewegen. „Wir wussten, dass in der Vergangenheit viele Vorhaben auf dem Museumsgelände nur sehr schwierig oder gar nicht umgesetzt werden konnten“, sagt Andreas Ostdorf. Und so nahmen die beiden Kontakt zu Jörg Kranz, Geschäftsführer des Unternehmens Heitkamp, auf und haben mit Ihm über die Problematik gesprochen.

 

Voll funktionsfähiger Radlader

Da Jörg Kranz ebenfalls eine Bergbauvergangenheit hat und sehr beeindruckt von dem war und ist, was die einstigen Kumpel in der ehemaligen Ausbildungsabteilung in Oer-Erkenschwick erhalten, instandgesetzt, aber auch ganz neu geschaffen haben, war er sehr gern bereit, bei der Problemlösung behilflich zu sein und dem Wunsch von Andreas Ostdorf nachzukommen. Und jetzt wurde dem 1. Vorsitzenden des Bergbau- und Geschichtsvereins, Markus Pliska, ein Radlader übergeben, der natürlich voll funktionsfähig ist und allen Sicherheitsvorgaben entspricht, da das Fahrzeug vorher durch Malte Stehl und seine Mannschaft auf Vordermann gebracht wurde.

Übergabe wurde im Vorfeld nicht verraten

 

Im Vorfeld der Übergabe hatte übrigens niemand etwas von der Großspende gewusst. Und so war die Überraschung beim Museumsteam um Markus Pliska natürlich riesengroß, als Heitkamp-Mitarbeiter Marc Lohrmann mit dem Radlader durch das Tor auf das Vereinsgrundstück fuhr. „Jetzt können wir sehr viele geplante Dinge viel einfacher und auch schneller umsetzen“, stellte Markus Pliska nach der Schlüsselübergabe fest. Jörg Kranz zeigte sich nach einer Führung durch den Untertagebereich, die Bergmannswohnung und den Bergknappensaal sehr beeindruckt und sagte auch für zukünftige Instandsetzungen des Radladers seine Hilfe zu. Außerdem ist auch er nun Mitglied des Bergbau- und Geschichtsvereins Oer-Erkenschwick.


Barbara Bohner, Niederlassungsleiterin der Volksbank Oer-Erkenschwick, überreichte Markus Pliska (l.) und Volker Seemann vom Bergbaumuseum eine Spende in Höhe von 1000 Euro. © Martin Pyplatz
Barbara Bohner, Niederlassungsleiterin der Volksbank Oer-Erkenschwick, überreichte Markus Pliska (l.) und Volker Seemann vom Bergbaumuseum eine Spende in Höhe von 1000 Euro. © Martin Pyplatz

AM ZIEGELEITOR

Nach dem Küchen-Debakel – gute Nachrichten vom Bergbaumuseum

Gute Nachrichten für das Bergbaumuseum: Nachdem die Küche mit einem lauten Knall zusammen gebrochen war, können die Ex-Kumpel nun eine neue anschaffen. Auch wegen einer Spende der Volksbank.

 

von Regine Klein (SZ.04.08.21)

 

 

Mit einem lauten Krachen hatte sich vor gut zwei Wochen die alte Küche im Bergbaumuseum endgültig verabschiedet. Mit einem lauten Knall brachen die Schränke einfach zusammen. Schaden: rund 2.000 Euro. Da war guter Rat teuer, denn: „Die Vereinskasse ist nach der langen Coronapause, während der wir als gemeinnütziger Verein weder Eintrittsgelder noch Vermietungsgebühren für die Revierbude einnehmen konnten, ziemlich leer. Jetzt haben wir noch nicht einmal eine funktionierende Kaffeemaschine“, klagte Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, damals.

Doch Hilfe war nicht weit, so spendete jetzt auch die Volksbank-Niederlassung in Oer-Erkenschwick. 1000 Euro konnte Niederlassungsleiterin Barbara Bohner jetzt an Markus Pliska und seinen Stellvertreter, Volker Seemann, überreichen. „Wir freuen uns, helfen zu können“, sagte Barbara Bohner.

 

Ursache für Küchen-Absturz unklar

Jetzt stimmt es wieder in der Kasse. Nachdem auch die Sparkasse Vest bereits gespendet hatte, können die Ex-Kumpel nun eine neue Küche anschaffen. „Das freut uns natürlich sehr“, meinen Pliska und Seemann.

Die Ursache für den Küchen-Zusammenbruch haben die größtenteils ehemaligen Bergleute um Markus Pliska nicht exakt ermitteln können. „Wahrscheinlich war es ein Ermüdungsbruch in der Aufhängung, der dann zu einer Kettenreaktion geführt hat“, vermutet Markus Pliska, dessen Großmutter dem Verein vor 20 Jahren ihre heute 45 Jahre alte Küchenzeile gespendet hatte.

Weil die Vereinskasse nach der langen Coronapause, während der der Verein weder Eintrittsgelder noch Vermietungsgebühren einnehmen konnten, ziemlich leer ist, startete der Verein einen Spendenaufruf. Denn neben den Hängeschränken sind bei dem Sturz auch alle Teller und Tassen zu Bruch gegangen – auch die Kaffeemaschine. „Etliche Oer-Erkenschwicker haben uns Geschirr gespendet. Wir haben jetzt wieder eine Kaffeemaschine“, meinte Pliska.

 

Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen

Den für den 28. August geplanten „Tag des Bergmanns“ hatte der Bergbau- und Geschichtsverein wegen der Pandemie frühzeitig abgesagt. „Die Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen des Bergbau- und Geschichtsvereins am 21. November findet auf jeden Fall statt. Allerdings wegen Corona in abgespeckter Form mit maximal 50 Teilnehmern. Eingeladen werden vor allem verdiente Helfer und Sponsoren“, kündigt Pliska an.

 

Das Museums-Team hat inzwischen Verstärkung bekommen. Pliska: „Wir konnten junge Leute vom Bergmannsverein für die Mitarbeit gewinnen. Interessierte sind jederzeit willkommen. Wir suchen auch Helfer für einzelne Führungen im Museum. Möglicherweise auch etwas für Leute, die nicht regelmäßig Zeit haben, im Team mitzuarbeiten.“


Immer einen Besuch wert ist das Bergbaumuseum in Oer-Erkenschwick. Hier präsentieren Rolf Gatberg (l.) und Volker Seemann den original nachempfundenen Unter-Tage-Ausbau. © Joerg Mueller
Immer einen Besuch wert ist das Bergbaumuseum in Oer-Erkenschwick. Hier präsentieren Rolf Gatberg (l.) und Volker Seemann den original nachempfundenen Unter-Tage-Ausbau. © Joerg Mueller

FREIZEITSERIE

Ein Tag in Oer-Erkenschwick – Tipps für den Urlaub vor der Haustür

Das Gute liegt oft so nah, nur sehen wir es nicht, weil wir meinen, wir müssten unsere Blicke in die Ferne richten. Wir empfehlen einen Kurztrip in die Heimat – mit vielen Entdeckungen.

 

von Jörg Müller, 02.08.21, SZ

 

Das Gute liegt manchmal so nah: Um abzuschalten und Neues zu sehen, muss man nicht unbedingt in den Flieger nach Antalya steigen oder mit dem Auto über den Brenner brausen. Zumal das in der aktuellen Coronazeit eh ein ziemlich zweischneidiges Schwert ist. Denn auch bei uns zu Hause gibt es viel zu entdecken.

 

Bergbauvergangenheit wird im Museum wieder lebendig

Mittlerweile gibt es ja viele Bürger in der Stadt, die die Bergbauvergangenheit von Oer-Erkenschwick gar nicht persönlich erlebt haben. Denn die Zeit des aktiven Steinkohlebergbaus, die 1899 mit dem Abteufen des ersten Kohleschachtes begann, endete bereits vor rund 25 Jahren. Und heute ist es nicht mehr selbstverständlich, einen Bergmann im Kreise der Familie zu haben. Wer sich nun mit dem  Steinkohlebergbau, der in der Vergangenheit auch in Waltrop und Datteln eine große Rolle gespielt hat, intensiver beschäftigen möchte, ist im Bergbaumuseum an der Straße „Am Ziegeleitor“ genau richtig. Das Museum wird von den Mitgliedern des Bergbau- und Geschichtsvereins unter Leitung von Markus Pliska betrieben und befindet sich auf dem Gelände der früheren Ausbildungsabteilung des nicht mehr existierenden Bergwerks Haard.

Seit nunmehr fast 20 Jahren gibt es den Verein und das Museum, das den Besucher in die faszinierende Welt der Steinkohlegewinnung unter Tage entführt. Und das alles originalgetreu, ohne Hunderte Meter tief in den Berg hinabfahren zu müssen.

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Beinahe völlig zerstört wurde die Küche hinter der Steigerstube, dem Büro des Bergbaumuseum an der Straße Am Ziegeleitor in Oer-Erkenschwick. © privat
Beinahe völlig zerstört wurde die Küche hinter der Steigerstube, dem Büro des Bergbaumuseum an der Straße Am Ziegeleitor in Oer-Erkenschwick. © privat

AM ZIEGELEITOR

Küchen-Katastrophe im Bergbaumuseum von Oer-Erkenschwick

Auch die Aktiven des Bergbau- und Geschichtsvereins haben mit den Regenmassen in ihrem Museum in Oer-Erkenschwick zu kämpfen. Und dann kracht auch noch die Küche zusammen.

von Jörg Müller, 16.07.21, SZ

 

Erst hat Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, beim Unwetter am Mittwochabend um das Bergbaumuseum an der Straße „Am Ziegeleitor“ gebangt, dann kracht wenig später mit einem lauten Knall die Küche hinter der als Büro genutzten ehemaligen Steigerstube zusammen. Schaden: rund 2.000 Euro. Und jetzt ist guter Rat sprichwörtlich teuer.

 

Kasse des Bergbauvereins in Oer-Erkenschwick ist leer

„Die Vereinskasse ist nach der langen Coronapause, während der wir als gemeinnütziger Verein weder Eintrittsgelder noch Vermietungsgebühren für die Revierbude einnehmen konnten, ziemlich leer. Jetzt haben wir noch nicht einmal eine funktionierende Kaffeemaschine“, klagt Markus Pliska und ergänzt: „Hoffentlich kann uns jemand helfen. Schließlich wollen wir im November das 20-jährige Bestehen unseres Vereins feiern. Und da soll es natürlich auch Kaffee und etwas zu essen geben.“

 

Ursache für den „Küchen-Sturz“ in Oer-Erkenschwick ist unklar

Die Ursache für den „Küchen-Sturz“ haben die größtenteils ehemaligen Bergleute um Markus Pliska nicht exakt ermitteln können. „Wahrscheinlich war es ein Ermüdungsbruch in der Aufhängung, der dann zu einer Kettenreaktion geführt hat“, vermutet Markus Pliska, dessen Großmutter dem Verein vor 20 Jahren ihre heute 45 Jahre alte Küchenzeile gespendet hatte. Die Kumpel, die sich noch wenige Minuten vor dem „Zusammenbruch“ zum Beginn ihrer ehrenamtlichen Schicht ihre Kaffeetassen aus der Küche geholt hatten, haben mittlerweile aufgeräumt, und die alten Küchenteile beim Baubetriebshof entsorgt. „Leider ist auch fast das komplette Geschirr zu Bruch gegangen“, berichtet Markus Pliska.


Der Bergbau- und Geschichtsverein bekommt eine 1000-Euro-Spende von der Sparkasse Vest: (v.l.) Direktor Andreas Peschl, Vereinsvorsitzender Markus Pliska und der stellvertretende Sparkassenleiter Ulrich Falk. © Jörg Gutzeit
Der Bergbau- und Geschichtsverein bekommt eine 1000-Euro-Spende von der Sparkasse Vest: (v.l.) Direktor Andreas Peschl, Vereinsvorsitzender Markus Pliska und der stellvertretende Sparkassenleiter Ulrich Falk. © Jörg Gutzeit

BERGBAUMUSEUM

Küchen-Desaster – das sind die Reaktionen auf den Spendenaufruf

Ein Verletztentransportwagen bereichert die Ausstellung des Bergbaumuseums. Nach Küchen-Desaster und Spendenaufruf unterstützt die Sparkasse Vest den Verein mit 1.000 Euro.

von Michael Dittrich, 14.07.21, SZ

 

 

 

Das Bergbaumuseum freut sich über Zuwachs. Zu den Ausstellungsstücken zählt neuerdings auch ein Verletztentransportwagen. „Wir haben das Bergbaurelikt ganz zufällig auf der ehemaligen Schachtanlage Grimberg in Bergkamen entdeckt. Wir haben bei der Ruhrkohle angefragt, ob wir den Wagen für unsere Ausstellung bekommen können. Der Vorstandsvorsitzende Peter Schrimpf meinte, dass wir ihn haben können, bevor er dort verrottet“, sagt der Vorsitzende des Bergbau- und Geschichtsvereins Markus Pliska.

 

Verletztentransportwagen muss in Oer-Erkenschwick noch restauriert werden

Solche Verletztenwagen befanden sich Untertage an weit entfernt gelegenen Orten, um bei Notfällen eingesetzt zu werden. Mit ihm konnten Verletzte liegend zum Schacht transportiert werden. „Unser neuestes Museumsstück müssen wir natürlich erst noch restaurieren, bevor wir es ausstellen“, meint Pliska. Der Verein besitzt schon zwei Personenwagen und eine Grubenlok.

 

Fahrtüchtig sind die Grubenfahrzeuge allerdings nicht. „Wir haben auf unserem Museumsgelände keine Schienen. Deshalb haben wir aus der Lok auch das Öl abgelassen. Sie steht zurzeit in der Werkstatt und wird nach der Reparatur ein Ausstellungsstück zum Anschauen und Anfassen und eignet sich auch hervorragend als Spielplatz für Kinder“, meint der Vorsitzende.

 

1.000-Euro-Spende von der Sparkasse Vest nach dem Küchen-Desaster

 

Freuen kann sich der Verein auch über eine großzügige finanzielle Unterstützung. Der Direktor der Sparkasse Vest in Oer-Erkenschwick, Andreas Peschl, und sein Stellvertreter Ulrich Falk überreichten Pliska am Freitag eine Spende in Höhe von 1.000 Euro. „Wir haben von dem Küchen-Debakel aus der Zeitung erfahren und wollen den Bergbau- und Geschichtsverein gerne dabei unterstützen, den Schaden zu beheben“, sagte Peschl.

Markus Pliska präsentiert stolz das neueste Exponat des Bergbau-Museums: ein Verletztenfahrzeug. © Jörg Gutzeit
Markus Pliska präsentiert stolz das neueste Exponat des Bergbau-Museums: ein Verletztenfahrzeug. © Jörg Gutzeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Denn beim Unwetter am Mittwochabend, tröpfelte es nicht nur durch das undichte Museumsdach, wenig später krachte mit einem lauten Knall die Küche hinter der ehemaligen Steigerstube zusammen. Sachschaden: rund 2.000 Euro.

 

Weil die Vereinskasse nach der langen Coronapause, während der der gemeinnützige Verein weder Eintrittsgelder noch Vermietungsgebühren für die Revierbude einnehmen konnten, ziemlich leer ist, startete der Verein über dieser Zeitung einen Spendenaufruf. Denn neben den Hängeschränken sind bei dem Sturz auch sämtliche Teller und Tassen zu Bruch gegangen – auch die Kaffeemaschine.

 

Zahlreiche Spender aus Oer-Erkenschwick für das Bergbaumuseum

„Etliche Oer-Erkenschwicker haben uns Geschirr gespendet. Wir haben jetzt auch wieder eine Kaffeemaschine. Uns wurden auch mehrere gebrauchte Küchenzeilen angeboten. Aber leider keine passende. Wir werden jetzt wohl eine neue Küche anschaffen müssen“, meinte Pliska. Die jetzt zerstörte Vorgänger-Küche war immerhin schon 25 Jahre alt, bevor sie vor 20 Jahren im Bergbaumuseum aufgebaut wurde, ein Geschenk von Pliskas Großmutter an den Verein.

 

Den für den 28. August geplanten „Tag des Bergmanns“ hatte der Bergbau- und Geschichtsverein wegen der Pandemie frühzeitig abgesagt. „Die Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen des Bergbau- und Geschichtsvereins am 21. November findet auf jeden Fall statt. Allerdings wegen Corona in abgespeckter Form mit maximal 50 Teilnehmern. Eingeladen werden vor allem verdiente Helfer und Sponsoren“, kündigt Pliska an.

 

Das Museums-Team hat inzwischen Verstärkung bekommen. Pliska meint: „Wir konnten junge Leute vom Bergmannsverein für die Mitarbeit gewinnen. Interessierte sind jederzeit willkommen. Wir suchen auch noch Helfer für einzelne Führungen im Museum. Möglicherweise auch etwas für Leute, die nicht regelmäßig Zeit haben, im Team mitzuarbeiten.“

 

DANN IST DAS BERGBAUMUSEUM GEÖFFNET

Das Bergbaumuseum, Am Ziegeleitor, ist seit Juni wieder geöffnet. Inzwischen waren auch schon wieder zwei Kindergartengruppen zu Besuch. Auch Termine für Hochzeiten „Untertage“ und Feiern in der „Revierbude“ wurden schon gebucht.

Regelmäßige Öffnungszeiten des Museums sind: Mittwochs und Samstags jeweils von 10 bis 13 Uhr. Zusatztermine für Gruppenbesichtigungen können über ein Kontaktformular vereinbart werden.

Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 5€, Jugendliche (bis 17 Jahre) 3€, Schulklassen 1€ pro Person, Kindergartengruppen haben freien Eintritt.

Kontakt: Tel. 0173/6080500, im Netz: www.museum-oe.de

 


Wie waren die Bergleute der Grubenwehr ausgestattet? Auch das lernen die großen und kleinen Besucher des Bergbaumuseums in Oer-Erkenschwick. © privat
Wie waren die Bergleute der Grubenwehr ausgestattet? Auch das lernen die großen und kleinen Besucher des Bergbaumuseums in Oer-Erkenschwick. © privat

AM ZIEGELEITOR

Glück auf für Mini-Kumpel- das erlebten Kita-Kinder im Bergbaumuseum

Kinder „schuften“ unter Tage, das ist im Bergbaumuseum am „Ziegeleitor“ in Oer-Erkenschwick wieder möglich. DRK-Kinder waren jetzt zu Besuch.

von Regine Klein, 13.07.21, SZ

 

Nach einem knappen Jahr coronabedingter Zwangspause ist das Bergbaumuseum des Bergbau- und Geschichtsvereins in Oer-Erkenschwick an der Straße „Am Ziegeleitor“ wieder geöffnet. Drei Gruppen von Kindergartenkindern der DRK-Einrichtungen kamen in den Genuss einer Führung. Nach der langen Coronapause, war es die zweite Kindergartentruppe, die die Chance ergriffen hat, das Angebot des Bergbaumuseums zu nutzen.

 

„Auch diese Kinder bekamen von den Museumsführern wieder die volle Aufmerksamkeit“, sagt Patrick Seemann vom Bergbau- und Geschichtsverein.

 

Bergbau-Wissen an Kinder weitergeben

30 Jungen und Mädchen wurden von Jochen Goretzky, Johannes Kaszubowski sowie Volker und Patrick Seemann, die sich die Aufgabe teilten, den Kindern ein klein wenig Spannung und Abwechslung zu bieten, durch das Museum geführt.

 

 

„Leider müssen wir mehr und mehr feststellen, dass viele Kinder mit dem Bergbau schon nur noch wenig anfangen können. Zumeist sind es die Großväter gewesen, die noch angefahren sind. Aber genau das ist der Anreiz für uns, dieses Erbe aufrechtzuerhalten. Wissen und Anekdoten auch den kommenden Generationen zu vermitteln“, sagte Jochen Goretzky.

Unter Tage gibt es für die Mini-Kumpel reichlich zu entdecken. © privat
Unter Tage gibt es für die Mini-Kumpel reichlich zu entdecken. © privat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und diese Mission haben die engagierten Ex-Kumpel erfüllt: Alle DRK-Kinder waren hellauf begeistert. Dem kurzen Einführungsfilm zur Entstehungsgeschichte der Kohle, des Ruhrgebietes und des deutschen Steinkohlenbergbaus folgten die Jungen und Mädchen mit Spannung. Dann hieß es: Grubenhelm aufsetzen, es geht unter Tage. Es gibt einen Blick in die Lampenwerkstatt und die Rettungsstelle der Grubenwehr. Die Sammlung diverser Grubenrettungsgeräte und verschiedenster Bergbau-Devotionalien lässt nicht nur Kinderaugen leuchten. In der Strecke unter Tage angekommen, gibt es originale Bergbautechnik wie eine luftbetriebene Laufkatze mit angehängter Materialwanne zu bestaunen. Auch die Erzieherinnen hatten viel Spaß am Enthusiasmus ihrer Schützlinge. Einige Kinder stellten interessante Fragen und waren begierig mehr zu erfahren.

 

Führungen werden dem Alter der Kinder angepasst

„Das durchgeführte Programm für die künftigen I-Dötze haben wir etwas kürzer als die übliche Führung durch unser Museum gehalten. Die eigentlich üblichen gut 1,5 Stunden wäre für die meisten dann doch zu viel Information auf einmal“, sagt Volker Seemann, „aber jeder ist eingeladen, zu den Öffnungszeiten gern mit der ganzen Familie an einer vollständigen Führung teilzunehmen.“ Auch mit der Leitung der DRK-Kindergärten plane man im nächsten Jahr eine Wiederholung der Aktion.

 

Das Museum ist ab sofort zu den bekannten Öffnungszeiten für alle Besucher geöffnet. Gruppen melden sich bitte vorher beim Museumsteam an. Auch der Betrieb bzw. die Vermietung der Revierbude an Vereinsmitglieder kann ab sofort wieder, unter den gegebenen Corona-Bestimmungen, stattfinden.

 

Öffnungszeiten und Preise

Das Bergbau-Museum am Ziegeleitor in Oer-Erkenschwick hat für Besucher immer mittwochs und samstags jeweils von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Zusatztermine für Gruppenbesichtigungen können vereinbart werden.

Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene fünf Euro, für Jugendliche drei Euro, bei Schulklassen ein Euro pro Person. Kindergartengruppen haben freien Eintritt.


Viel Spaß hatten diese Awo-Kinder bei der Besichtigung des Bergbaumuseums "Am Ziegeleitor" in Oer-Erkenschwick. © privat Bilder
Viel Spaß hatten diese Awo-Kinder bei der Besichtigung des Bergbaumuseums "Am Ziegeleitor" in Oer-Erkenschwick. © privat Bilder

LEHRSTOLLEN WIEDER GEÖFFNET

 

Awo-Kinder unter Tagedas ist in Oer-Erkenschwick im Museum möglich

Kinder „schuften“ unter Tage, das ist ab sofort im Bergbaumuseum am „Ziegeleitor“ in Oer-Erkenschwick wieder möglich. Awo-Kinder zählten zu den ersten Besuchern.

 

von Jörg Müller, 15.06.21, SZ

 

 

Nach einen knappen Jahr coronabedingter Abstinenz ist das Bergbaumuseum des Bergbau- und Geschichtsvereins in Oer-Erkenschwick an der Straße „Am Ziegeleitor“ wieder geöffnet. Mehrere Gruppen von Kindergartenkindern der Arbeiterwohlfahrt (Awo) kamen in den Genuss einer der ersten Führungen.

 

Kinder aus Oer-Erkenschwick unternehmen Grubenfahrt

In Absprache mit der Stadt tauchten Mädchen und Jungen der Awo-Kindergärten

 

„Pusteblume“ und „Unter dem Regenbogen“ ab in die Welt eines Bergmanns unter Tage. „Die Kinder hatten riesig viel Spaß“, berichtet Patrick Seemann vom Bergbau- und Geschichtsverein Oer-Erkenschwick. Dem kurzen Einführungsfilm zur Entstehungsgeschichte der Kohle, des Ruhrgebietes und des deutschen Steinkohlenbergbaus folgten die Kinder mit Spannung.

 

Auch die Erzieherinnen aus Oer-Erkenschwick hatten Spaß

Auch die jeweiligen Erzieherinnen hatten viel Spaß am Enthusiasmus ihrer Schützlinge. Alle lauschten gespannt den Erklärungen von Jochen Goretzky, Johannes Kaszubowski, Volker und Patrick Seemann, die die Gruppen von 14 beziehungsweise 18 Kindern durch den ehemaligen Lehrstollen führten.

 

Die Kinder bedankten sich mit einem selbst gemalten Bild beim Museumsteam. Gemeinsam mit den Erzieherinnen plant man im nächsten Jahr eine Wiederholung der Aktion. Zum Ende diesen Monats ist einer der DRK-Kindergärten ebenfalls mit einer Gruppe von etwa 30 Kindern angemeldet.

 

Museum ist in Oer-Erkenschwick ab sofort wieder geöffnet

Das Museum ist ab sofort zu den bekannten Öffnungszeiten – mittwochs und samstags von 10 bis 13 Uhr für alle Besucher geöffnet. Gruppen

 

melden sich vorher beim Museumsteam an. Auch der Betrieb beziehungsweise die Vermietung der „Revierbude“ an Vereinsmitglieder kann ab sofort wieder unter Einhaltung der aktuell geltenden Coronavorschriften stattfinden.

 

Weitere Informationen sowie Kontakt-Telefonnummern zum Museumsteam finden sich im Internet.


SZ, 04.03.2021
SZ, 04.03.2021

Das Museum macht Winterpause!

 

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu, die Corona Maßnahmen tun Ihr Übriges.

Das gesamte Team des Bergbau- und Geschichtsvereins wünscht Euch allen eine gesegnete Weihnachtszeit und ein guten Rutsch ins neue Jahr 2021.

Wir alle hoffen, dass uns das Thema Corona schnellstmöglich verlässt und wir zum Ende des nächsten Jahres gemeinsam wieder auf etliche, tolle Veranstaltungen zurückblicken können.

 

Ein frohes Fest und bleibt gesund!

  

Glück Auf

Euer

Bergbau- und Geschichtsverein Oer-Erkenschwick

 

Ab KW 2/2021 sind wir wieder, sofern zulässig, wie gewohnt Mittwochs und Samstags, für Euch da.

14.12.2020 PSe 


Die Arbeiten gehen gut voran, ein Hygienekonzept ist ausgearbeitet

 

Entgegen der Pressemitteilung vom 10.06.20 öffnet das Museum bereits am Samstag, 27.06.2020 wieder seine Pforten. Dies natürlich unter den vorherrschenden Hygienemaßgaben. So dürfen nur Gruppen von max. 10 Personen pro Durchgang in das Museum, im Außenbereich sind die Abstandsregeln einzuhalten und ggf. ein Mund-Nasenschutz zu tragen. Die Vermietung der Revierbude ist leider noch gestundet (ausgesetzt), aber auch dafür ist ein Plan in Arbeit.

Der Bergbau- und Geschichtsverein lebt und finanziert sich ausschließlich aus Spenden, Mitglieds- und Eintrittsgeldern, sowie den Einnahmen für die Bereitstellung der Revierbude bei Veranstaltungen, Feierlichkeiten und Hochzeiten. Dies alles konnte Corona bedingt in den letzten Monaten nicht stattfinden, so dass wir uns um so mehr auf Sie freuen, wenn Sie uns besuchen kommen.... 

Bei größeren Gruppen bitte vorher anmelden:

 

Anmeldung zu Gruppenführungen

 

Dauer der Führung: ca. 45 Minuten, Preis pro Person: Erwachsene 5€, Jugendliche 3€, Schulklassen 1€

 


Braucht nicht nur ein bisschen Farbe: Biostation-Geschäftsführer Ludger Drescher vor der alten Grubenlok in Oer-Erkenschwick. © Michael Dittrich
Braucht nicht nur ein bisschen Farbe: Biostation-Geschäftsführer Ludger Drescher vor der alten Grubenlok in Oer-Erkenschwick. © Michael Dittrich

14-TONNER-DIESEL IST EIN PFLEGEFALL

Grubenlok in der Biostation in Oer-Erkenschwick rostet - das passiert jetzt mit dem Bergbaurelikt

von Michael Dittrich (SZ, 25.09.2020)

 

An der Grubenlok in der Biostation in Oer-Erkenschwick nagt der Rost. Jetzt wollen die Ex-Bergleute das Relikt auf der Muttenthalbahn wieder zum Laufen bringen.

 

Schon Anfang 2019 hatte das „Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia“ beim Team der Biostation in Oer-Erkenschwick angefragt. „Genau solch eine Diesellok fehlt ihnen noch in der Sammlung“, sagt Geschäftsführer Ludger Drescher. Die Naturfreunde in Oer-Erkenschwick haben lange überlegt. „Aber wir haben aktuell nur noch sechs aktive Mitglieder, die in der Lage sind, den Laden in Schuss zu halten. Mit der Lok sind wir einfach überfordert. Das Teil zu pflegen, das schaffen wir nicht“, sagt Drescher.

 

Lok zieht von Oer-Erkenschwick nach Museum in Witten um

So fiel bereits Ende 2019 bei der Jahreshauptversammlung der „Freunde der ehemaligen Zechenbahn“ – so nennt sich der Verein – die Entscheidung. Die Biostation gibt die Lok als Stiftung an das Museum in Witten ab. Corona hat das Projekt etwas verzögert. Doch demnächst kommt die Lokomotive ins Rollen. „Vergangene Woche haben sich der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Muttenthalbahn, Hannsjörg Frank, und sechs Vertreter vom Technischen Hilfswerk in der Biostation die Örtlichkeiten angesehen“, sagt Drescher. Noch diesem Jahr soll der Umzug von Oer-Erkenschwick über die Bühne gehen – im Rahmen einer Übung des Technischen Hilfswerks (THW). In Witten werden ausgebildete Grubenlokschlosser das 14 Tonnen schwere Gefährt wieder in Schuss und zum Laufen bringen. Die Spurbreite der Muttenthalbahn passt genau.

Peter Duscha holte das Grubenfahrzeug von Prosper-Haniel nach Oer-Erkenschwick

Auch Peter Duscha, der vor 15 Jahren, damals noch Reviersteiger auf Prosper-Haniel, die Grubenlok für die Biostation in Oer-Erkenschwick organisierte, kann mit dieser Lösung leben: „Die Diesellok wurde damals ausrangiert, weil sie nicht mehr über den TÜV kam. Wäre schön, sie wieder fahren zu sehen.“ Bis zu 60 Waggons mit Kohle oder 25 mit Bergematererial konnte die Grubenlokomotive der Marke „Ruhrthaler“ ziehen. „Es gab auch eine Anfrage von der ,Pröve Ranch‘, die Lok auf der König-Ludwig-Trasse aufzustellen. Dort hätte sie aber auch nur wie bei uns herumgestanden“, meint Drescher.

Bergbau- und Geschichtsverein in Oer-Erkenschwick ist nicht glücklich über den Umzug

Eine ähnliches Schienenfahrzeug von der Zeche Ewald-Fortsetzung mit 16 Tonnen Gewicht und noch mehr Leistung steht im Bergbaumuseum am Ziegeleitor. Der Bergbau- und Geschichtsverein ist indes nicht glücklich darüber, dass ein Bergbauexponat aus Oer-Erkenschwick an ein Museum nach Witten abgegeben wird. „Es ist eine Frechheit, dass wir nicht gefragt wurden“, sagte Vorsitzender Markus Pliska bei der Jahreshauptversammlung des Bergmannsvereins. Pliska will in der Causa Grubenlok auch noch ein Gespräch mit Bürgermeister Carsten Wewers führen: „Vielleicht kommen wir ja doch noch zu einer vernünftigen Lösung.“

 

SZ, 25.09.2020


In Höhe der Straße Am Förderturm soll hier die direkte Zuwegung von der City auf die Halde führen. © Jörg Müller
In Höhe der Straße Am Förderturm soll hier die direkte Zuwegung von der City auf die Halde führen. © Jörg Müller

MIT LANDESFÖRDERUNG

 

Ohne Umweg auf die Halde in Oer-Erkenschwick - so soll das künftig möglich sein

 

von Jörg Müller (SZ, 22.06.2020)

 

 

 

 

 

 

 

Direkt aus der City kommt man nicht auf die Bergehalde. Das soll sich bald ändern - mit einer neuen Zuwegung von der Ewaldstraße aus.

 

- Weg wird befestigt und auch beleuchtet

- Die Kosten belaufen sich auf rund 182.000 Euro

- 80 Prozent soll das Land NRW bezuschussen

 

Bislang ist ein offizieller Zugang auf die Bergehalde in Oer-Erkenschwick nur über die Straße "Am Ziegeleitor, von einem Fußweg neben der Von-Waldthausen-Straße oder von der Klein-Erkenschwicker-Straße aus möglich. Es sei denn, man wählt einen der Trampelpfade, die auf das Bergbau-Landschaftsbauwerk führen. Einen „vernünftigen“ Zugang direkt von der City aus gibt es aber nicht – noch nicht.

 

Stadt Oer-Erkenschwick hat Förderantrag gestellt

Denn der Maßnahmenkatalog des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) sieht eine solche "vernünftige" Zuwegung vor - für knapp 182.000 Euro Gesamtkosten, von denen 80 Prozent vom Land NRW bezuschusst werden sollen. Einen entsprechenden Förderantrag hat die Stadt Oer-Erkenschwick bereits gestellt und auch eine erste positive Rückmeldung erhalten. Zur abschließenden Bearbeitung fehlt bislang noch ein detaillierter Ratsbeschluss, der nun während der Sitzung am Donnerstag, 25. Juni, gefasst werden soll.

 

Einigung mit dem Eigentümer in Oer-Erkenschwick

Die Wegeverbindung soll die Halde von der Ewaldstraße in Höhe der Straße „Am Förderturm“ geradeaus in Richtung Norden begehbar machen. Bislang versperrt ein Zaun auf Privatgelände diese Strecke. „Wir haben bereits eine Einigung mit dem Grundstückseigentümer in diesem Bereich erzielt“, sagt Bürgermeister Carsten Wewers. Die neue Zuwegung soll später befestigt sein und während der Dunkelheit beleuchtet werden. „Nach ihrer Fertigstellung ist der Besuch der Halde ab der Marktstraße mit Blick auf die Gebäudes des ehemaligen Zechengeländes direkt möglich“, sagt Carsten Wewers. 36.400 Euro der gesamten Baukosten muss die Stadt Oer-Erkenschwick selber tragen. 

 

SZ, 22.06.20


 SZ, 10.06.2020 Museum öffnet aber schon am 27.06.20, nicht erst am 01.07.20


SZ, 18.05.2020
SZ, 18.05.2020

Ein Luftbild aus dem Jahr 1983 zur Eröffnung des Haardschachtes. In knapp 18 Monaten soll hier die Natur zurückkehren.© RAG Archiv
Ein Luftbild aus dem Jahr 1983 zur Eröffnung des Haardschachtes. In knapp 18 Monaten soll hier die Natur zurückkehren.© RAG Archiv

ABRISSARBEITEN AM HAARD-SCHACHT

Schachtanlage wird abgerissen:

In 18 Monaten zurück zur Natur

 

von Fabian Hollenhorst und Sarah Kuhlmann (DMP, 14.05.20)

 

19 Jahre lag die Schachtanlage "An der Haard 1" still. Jetzt rollen bald die Bagger an - alle Gebäude werden abgerissen um wieder Platz für die Natur zu schaffen.

 

 

 

- 19 Jahre nach der Stilllegung der Schachtanlage an der Haard soll das die Anlage zurückgebaut werden. 

- Eine Bauzeit von 18 Monaten ist angedacht. Dann soll die Fläche wieder der Natur und den Tieren dienen. 

- Nur noch ein Bunker soll in Zukunft an den ehemaligen Bergbau-Standort erinnern.

 

In nur 18 Monaten soll nur noch ein Bunker an die alte Schachtanlage erinnern. Dort beginnt die RAG Montan Immobilien GmbH jetzt mit Rückbau des Geländes.

 

Ein Stück Dattelner und Oer-Erkenschwicker Bergbau-Geschichte verschwindet

 

Die Anlage in Ahsen gehörte zur Oer-Erkenschwicker Zeche-Ewald-Fortsetzung, die später den Namen Bergwerk Haard trug. 1983 startete dort der Betrieb mitten im Wald. Jetzt soll die Fläche zum Ursprung zurückgebaut werden. Zechengebäude, Anlagen sowie der ehemalige Mitarbeiterparkplatz des Außenschachtes werden abgerissen und die Fläche wird übererdet. Dann kann die Fläche wieder in das Waldgebiet integriert werden. 

 

Arbeiten in Datteln dauern keine zwei Jahre an

18 Monate sollen die Arbeiten andauern. Es soll wochentags zwischen 7 und 18 Uhr sowie in Ausnahmefällen auch samstags zwischen 8 und 16 Uhr gearbeitet werden. Dadurch sei auch mit einem höheren Verkehrsaufkommen zu rechnen. Man versuche, auf die Nachbarn Rücksicht zu nehmen, wer sich jedoch belästigt fühle, könne sich bei Projektingenieur Holger Kelm melden: Tel. 02 01/37 82 126 oder [email protected].

 

Was Harald Klingebiel, Förster des Regionalverbands Ruhr, schätzt, wann alle Waldarten wie in der restlichen Haard wieder zu finden sein werden, lesen Sie in gedruckten Ausgabe oder im E-Paper unserer Zeitung. 

 

 

Datteln hat neben der interessanten Bergbau-Geschichte auch eine Stadtgeschichte sowie viele Sehenswürdigkeiten vorzuweisen. 

Dattelner Morgenpost, 14.05.20


Freuen sich über den neuen Teufkübel für das Gelände des Bergbaumuseums: (v.l.) Markus Pliska, Volker Seemann, Jochen Goretzky, Fritz Buresch, Johannes Kaszubowski, Peter Thamm, Walter Nest, Erich Brünig und Jan Kaiser.© Jörg Müller
Freuen sich über den neuen Teufkübel für das Gelände des Bergbaumuseums: (v.l.) Markus Pliska, Volker Seemann, Jochen Goretzky, Fritz Buresch, Johannes Kaszubowski, Peter Thamm, Walter Nest, Erich Brünig und Jan Kaiser.© Jörg Müller

Immer beliebter

Heiraten "unter Tage" in Oer-Erkenschwick - das sind die weiteren Trends im Bergbaumuseum

von Jörg Müller (Stimberg Zeitung, 09.12.2019)

Sie wollen nicht im klassischen Zimmer eines Rathaus-Standesamtes heiraten? Dann tauschen Sie die Ringe doch "unter Tage" im Bergbaumuseum in Oer-Erkenschwick.

  • Seit 2002 gibt es das Bergbaumuseum am "Ziegeleitor"
  • Trauungen sind dort seit dem 5.5.2005 möglich
  • Und die "Revierbude" lädt zum Feiern ein

Oer-Erkenschwick: Viele neue Exponate im Museum

 

"Wir freuen uns über zahlreiche neue Exponate", sagt Markus Pliska, der Vorsitzende des Bergbau- und Geschichtsvereins, der das Museum betreibt. Neuester Blickfang im Außenbereich ist ein rund drei Tonnen schwerer Abteufkübel. Das fünf Kubikmeter fassende Gefäß aus Eisen wurde zum Abteufen, also zum Graben von Bergbauschächten verwendet. "Ergattern" konnten die Aktiven des Bergbaumuseum den Kübel vom Unternehmen Thyssen Schachtbau in Mülheim.

 

Das Bergbaumuseum ist mittwochs und samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Organisierte Führungen und Feiern in der Revierbude sowie Trautermin können mit Museumsleiter Peter Thamm (Telefon: 0174/7990074) vereinbart werden. Thamm nimmt für die Original-Bergmannswohnung im Museum auch gerne Spenden in Form alter Bergbau-Devotionalien entgegen..


Die Arbeiten laufen wieder an

Mit der Einführung der Lockerungsmaßnahmen zur Corona-Pandemie nimmt auch der Bergbau- und Geschichtsverein seine Arbeiten wieder auf.

 

Die Zeit des "Nichts tun" ist vorbei und so haben die Vereinsmitglieder am Samstag damit begonnen, das Gelände wieder der Natur zu entreißen. So wurden die Wege und Außenplätze von Unkraut befreit. Eine zweite Kolonne hat sich der seit langen geplanten Aufgabe verschrieben, die alten Personenzüge aufzuarbeiten. Diese müssen abgeschliffen, ausgebessert, grundiert und lackiert werden, damit diese auch für die nächsten Jahre wieder ein Blickfang in der Ausstellung des Museums darstellen...

 

Alle Arbeiten wurden natürlich unter den gegebenen Hygienebedingungen mit Mundschutz und reichlich Abstand durchgeführt. So kann es nun zumindest erstmal weitergehen, so dass auch der Museumsbetrieb wieder aufgenommen werden kann.


03.12.2019 - Barbarafeier

In diesem Jahr haben sich die dem Bergbau und seiner Historie verschriebenen Vereine in Oer-Erkenschwick zusammengetan um eine Barbarafeier in der neuen Räumlichkeit, dem "Bergknappensaal", auf dem Gelände des Bergbaumuseum OE durchzuführen.

 

Neben einem ökumenischen Gottesdienst und etwas bergmännischem Liedgut des Sängerkreises der ehem. Grubenwehr BW Haard gibbet noch 'n kleinen Umtrunk und ne Wurst auffe Hand...

 

Wir freuen uns über Eure Teilnahme...


SZ, 20.11.19
SZ, 20.11.19

Jahreshauptversammlung 18.11.19

 

Nach 18 Jahren ist eine JHV

mit Vorstandswahlen nahezu Formsache. 


18.11.2019 Jahreshauptversammlung

Am Montag, den 18.11.2019 findet ab 19 Uhr die Jahreshauptversammlung des Bergbau- und Geschichtsverein in den Räumlichkeiten der Revierbude statt. Alle sind herzlich eingeladen, sich dort über den aktuellen Stand der Dinge, Mitgliederzahlen, Besucherzahlen des Museums, Spendenaufkommen der letzten 2 Jahre, sowie die grobe Termin- und Aktionsplanung für 2020 zu informieren. Wir hoffen auf reges Interesse und zahlreiche Teilnahme...


16. / 17. 11.2019

Craftbier-Tasting-Grubenfahrt

6 Craftbier-Brauereien aus der Region laden ein zum Verkosten. Im Stollen des Bergbaumuseums trifft Braukunst auf Bergbaukultur!

Glückauf!
Das BRAUWERK SCHACHT 8 hat eingeladen, die besten Kumpels aus dem Pott sind dabei und bringen ihre besten Biere mit in die authentische Zechenatmosphäre des Bergbaumuseums in Oer-Erkenschwick.
Mit Euch auf Grubenfahrt gehen die folgenden Brauereien:

MÜCKE - Craft Beer ausm Revier
fleuther
Läuterwerk
Hanno's
Winnis Brauwerkstatt GmbH
Brauwerk-Schacht8

 

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ab 21.10.2019

Edeka Spendenaktion 2019

Auch in diesem Jahr findet wieder die Edeka Spendenaktion statt. Unser Verein steht als möglicher Empfänger mit auf der Liste. Ihr könnt uns also mit jedem Einkauf unterstützen.


So geht´s:
Bei jedem Einkauf erhaltet Ihr pro 10,-€ Einkaufswert ...

 

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11.10.2019

 

Scheine für Vereine

Glück auf an den Verein vom Bergbau&Geschichtsmuseum Oer-Erkenschwick ! 1.000 Euro gehen bei "Scheine für Vereine" an euch. Alle Videos, inklusive Steigerlied 😍⚒, gibt es bei uns in der ➡️ Instastory!

 Und auch heute zum Wochenfinale ziehen wir wieder um 7:05 Uhr einen Verein.

 

Macht noch mit eurem Verein auf radiovest.de mit!


Fest am Bergbaumuseum

Kumpel halten ihr Versprechen - so lebt die  Bergbaukultur weiter   

von Michael Dittrich (Stimberg Zeitung, 01.09.2019)

Nach Schließung der letzten Zeche  lebt die Bergbau-Kultur in Oer-Erkenschwick weiter. So sieht der Schichtplan beim ersten "Tag des  Bergmanns" aus.   

Bürgermeister Carsten Wewers machte es in seinem Grußwort noch mal ganz deutlich: „Ohne Pütt hätte es unsere Stadt und diese Region nicht gegeben.“ Wewers bedankte sich bei den Vereinen die in Oer-Erkenschwick, die Tradition des Bergbaus pflegen. Der Bergbau- und Geschichtsverein, der Bergmannsverein „Glück Auf“, der Förderverein zum Erhalt des Schachtgerüstes Ewald Fortsetzung Schacht 3 und die IGBCE-Ortsgruppe haben den Schichtplan für den „Tag des Bergmanns“ geschrieben.

 

Erlös für Erhalt des Fördertums in Oer-Erkenschwick  

 „Der Erlös dieser Veranstaltung geht an den Schachtgerüst-Förderverein“, kündigte Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, an. Als Vertreter der RAG Montan Immobilien konnte Pliska den Geschäftsführer Ulrich Wessel begrüßen. „Der Bergbau war eine eigene Welt. Unter Tage waren Kumpel mehr als Arbeitskollegen. Man musste sich aufeinander verlassen können“, meinte Wessel.

 

33 Grad und Schachtbrause beim Bergmanns-Tag 

 Nach der offiziellen Eröffnung ging es am Bergbaumuseum phasenweise ziemlich alpenländisch zu. Klaus Terheyden vom Bergmannsverein tanzte ausgelassen mit Tirolerhut zu den Klängen der „Landgrafen“. Vorher hatte das Duo „PortAl Formidabel“ den Besuchern „Schachtbrause“ eingeschenkt und das Lied vom „Goldenen Steiger“ gesungen. Trotz ähnlicher Temperaturen wie unter Tage – das Thermometer kletterte auf 33 Grad – herrschte ausgelassene Stimmung beim Bergmanns-Tag.

 

Toto hinterlässt Visitenkarte in Oer-Erkenschwick  

 Nicht nur gestreifte Pütthemden waren vor der Bühne zu sehen. „Bergmann war ich nie. Als Elektriker habe ich mal ein Vierteljahr auf Ewald-Fortsetzung gearbeitet. Aber ich lebe seit 1958 hier und fühle mich dem Bergbau sehr verbunden“, meinte Otto Siegmund (89). Von seiner komischen Seite zeigte sich Toto, der wohl bekannteste Polizist in Deutschland, mit seinem Comedy-Partner Hotte. Ihre Spezialität: die Nummer mit den witzigen Nummernschildern. Zahlreichen Besuchern gefiel das Programm, das abends durch die Band Vincebus abgerundet wurde.


Bergbau- und Geschichtsverein

Neue Unterstützer für das Bergbaumuseum

von Jörg Müller (Stimberg Zeitung, 19.06.19)
OER-ERKENSCHWICK - Der Bergbau- und Geschichtsverein in Oer-Erkenschwick wächst. Jetzt hat Vorsitzender Markus Pliska auf dem Museumsgelände am „Ziegeleitor“ drei neue Mitglieder vorgestellt. „Wir nähern uns kurz vor dem 20-jährigen Bestehen der 300er-Marke“, freut sich Pliska.

Neu in der Vereinsfamilie sind Dirk Wagenknecht, Andreas Ostdorf und Ulrich Wessel. Dirk Wagenknecht (52) ist Oer-Erkenschwicker und hat auf der damaligen Zeche Auguste Victoria in Marl eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Heute fungiert er als Personalleiter der Abfallbeseitigungsgesellschaft Ruhr (AGR) in Herten. Andreas Ostdorf (50) ist ebenfalls „alter Erkenschwicker“. Er hat 1985 bis 1988 auf dem jetzigen Museumsgelände den Berufs des Betriebsschlossers erlernt und ist heute Gesamtbetriebsratsvorsitzender der RAG Montan Immobilien. Ulrich Wessel (53) aus Marl ist Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der RAG Montan Immobilien.

 

„Was hier durch ehrenamtliche Arbeit geschaffen worden ist, verdient unsere Unterstützung“, sagt Wessel beim Ortstermin in den Räumen der ehemaligen Lehrlingsausbildung. Ulrich Wessel ist auch Festredner beim Tag des Bergmanns, der am Samstag, 31. August, auf dem Gelände des Bergbau- und Geschichtsvereins stattfindet. Organisiert wird er von jenen Organisationen, die die Tradition des Pütt pflegen: Bergbau- und Geschichtsverein eben (295 Mitglieder), der Bergmannsverein „Glück Auf“ (750), die IGBCE-Ortsgruppe Oer-Erkenschwick (1055) und der jüngst gegründete Förderverein zum Erhalt des Schachtgerüstes Ewald-Fortsetzung Schacht 3 mit seinen aktuell 56 Mitgliedern.

 

Auf die Besucher wartet ein abwechslungsreiches Programm

Um 15 Uhr sprechen Bürgermeister Carsten Wewers und Ulrich Wessel, Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien, zunächst Grußworte. Und wie es sich für einen Bergmannstag gehört, gehören natürlich auch Pütt-Lieder zum musikalischen Schichtplan. Der Chor der ehemaligen Grubenwehr, für diese Aufgaben in Oer-Erkenschwick geradezu prädestiniert, ist an diesem Tag zwar verhindert, dafür sind aber ab 15.15 Uhr „PortAl Formidabel“ dabei. Eine halbe Stunde später tritt „Martinus, der Magier“ auf, ab 16.15 Uhr gibt es dann Comedy mit reichlich Lokalkolorit mit Günner Mambrallek. Die „Landgrafen“ treten ab 16.45 Uhr auf, ehe um 17.45 Uhr „Hotte und Toto“ und ab 18.15 Uhr Jaqueline Feldmann für Comedy sorgen. Musik aus den 1960er-Jahren gibt es ab 19 Uhr mit der Band „Vincebus“. Bis 22 Uhr darf laut Schichtplan dann gefeiert werden, dann ist wirklich Schicht am Schacht – vorerst jedenfalls.


Weiternutzung wird geprüft

Verein will den alten Förderturm von Ewald-Fortsetzung retten

von Michael Dittrich (Stimberg Zeitung, 15.06.2019)

 

Oer-Erkenschwick - Das Schachtgerüst auf dem ehemaligen Zechengelände Ewald-Fortsetzung hat schon bessere Tage gesehen. Der Förderverein will das Bauwerk retten. Ob und wie das Industriedenkmal zum touristischen Anziehungspunkt taugen kann, soll eine Analyse zeigen.

Der Förderverein zum Erhalt des Schachtgerüsts von Ewald-Fortsetzung wirbt jetzt erstmals mit einem Flyer um neue Mitglieder. Beim Firmenlauf war der Verein mit einem Infostand präsent. „Der Flyer ist noch druckfrisch. Die erste Auflage hat 300 Exemplare“, sagte Vorsitzender Volker Seemann.

 

Fotos vom Verfall des Industriedenkmalsund von Vandalismusschäden dokumentieren, wie dringlich die Restaurierungsarbeiten sind, um den unter Denkmalschutz gestellten Förderturm zu retten. Das Fördergerüst von Schacht 3 mit seiner Hängebankist einzigartig im Ruhrgebiet.

Welche Nutzungsmöglichkeiten dieses Industriedenkmal bietet, ergründen zwei Studenten von den Unis in Dortmund und Gelsenkirchen in ihrer Masterarbeit. „Wir werden erste Ergebnisse aus diesen wissenschaftlichen Arbeiten beim Kumpeltag am 31. August der Öffentlichkeit vorstellen“, sagte Vorstandsmitglied Markus Pliska. Der Förderverein hat bereits die Zusage eines Sponsors für eine Sachspende im Wert von 150.000 Euro für Farbe.

Der Infoflyer beinhaltet auch ein Aufnahmeformular (Mitgliedsbeitrag ein Euro pro Monat) und die Spendenkontonummer. In Kürze wird der Flyer beim Bergbau- und Geschichtsverein, im IGBCE-Jugendtreff und an der Rathaus-Info-Theke ausliegen.


Am 31. August

Beim Tag für den Bergmann wird groß gefeiert

von Jochen Börger (Stimberg Zeitung, 25.05.19)

OER-ERKENSCHWICK - Normalerweise spricht man von einer Vorstellung eines Programms. An dieser Stelle passt der Begriff des „Schichtplans“ aber einfach besser. Dort, wo einst die Bergleute ihre Schicht verrichteten und längst ein Bergbaumuseum entstanden ist, soll nach dem Ende des Steinkohlebergbaus dem wesentlichsten Stück der Oer-Erkenschwicker Stadtgeschichte gedacht werden. Der „Tag des Bergmanns“ gehört dazu.

Am Samstag, 31. August, wird auf dem Gelände des Bergbau- und Geschichtsvereins ein großes Fest gefeiert – organisiert von jenen Organisationen, die die Tradition des Pütt pflegen: Bergbau- und Geschichtsverein eben (295 Mitglieder), der Bergmannsverein „Glück Auf“ (750), die IGBCE-Ortsgruppe Oer-Erkenschwick (1055) und der jüngst gegründete Förderverein zum Erhalt des Schachtgerüstes Ewald-Fortsetzung Schacht 3 mit seinen aktuell 56 Mitgliedern.

 

Ende vergangenen Jahres hatten diese Vereine zum Ende des Bergbaus in Deutschland bereits eine Veranstaltung unter dem Motto „Sonderschicht“ organisiert. Schon damals war klar, dass das keine einmalige Sache werden soll, sondern einmal ein sogenannter „Tag des Bergmanns“ folgen könne. Am 31. August ist es nun so weit. Um 15 Uhr sprechen Bürgermeister Carsten Wewers und Ulrich Wessel, Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien, zunächst Grußworte. Und wie es sich für einen Bergmannstag gehört, gehören natürlich auch Pütt-Lieder zum musikalischen Schichtplan. Der Chor der ehemaligen Grubenwehr, für diese Aufgaben in Oer-Erkenschwick geradezu prädestiniert, ist an diesem Tag zwar verhindert, dafür sind aber ab 15.15 Uhr „PortAl Formidabel“ dabei. Eine halbe Stunde später tritt „Martinus, der Magier“ auf, ab 16.15 Uhr gibt es dann Comedy mit reichlich Lokalkolorit mit Günner Mambrallek. Die „Landgrafen“ treten ab 16.45 Uhr auf, ehe um 17.45 Uhr „Hotte und Toto“ und ab 18.15 Uhr Jaqueline Feldmann für Comedy sorgen. Musik aus den 1960er-Jahren gibt es ab 19 Uhr mit der Band „Vincebus“.

Bis 22 Uhr darf laut Schichtplan dann gefeiert werden, dann ist wirklich Schicht – traditionelles Essen von der Fleischerei Tewes und gekühlte Getränke dürfen da nicht fehlen


Fernseh-Polizist Toto ist auch dabei

Tag des Bergmanns gedenkt der Pütt-Historie am Stimberg

von Jochen Börger (Stimberg Zeitung, 18.05.19)

OER-ERKENSCHWICK - Der Bergbau ist Geschichte, die Kultur lebt weiter. Das war im vergangenen November einer der meist gehörten Sätze, als auch in Oer-Erkenschwick mit einem großen Fest an das Ende des Steinkohlebergbaus in Deutschland erinnert wurde. Und auch in 2019 lebt die Bergbau-Kultur weiter auf - mit besonderen Gästen.

Am Samstag, 31. August, werden alle Vereine, die sich der Pütt-Historie verschrieben haben, auf dem Gelände des Bergbau- und Geschichtsvereins am Ziegeleitor den „Tag des Bergmanns“ feiern. Passend zu den Vorbereitungen gab es jetzt für den Bergmannsverein „Glück Auf“ drei neue Bergmannskittel, die von der Mülheimer Thyssen Schachtbau GmbH gespendet wurden.

 

„Natürlich werden wir diese Kittel auch am Bergmannstag tragen“, freut sich Mitorganisator Patrick Seemann. Los geht es am 31. August um 15 Uhr, bis in den späten Abend wird gefeiert. Unter anderem haben „Hotte & Toto“ ihre Zusage erteilt für einen Comedy-Auftritt. „Toto“ alias Torsten Heim ist vielen Zuschauern noch bekannt auf früheren Auftritten in der Fernseh-Serie „Toto & Harry“.


Gedenktafel im Regen enthüllt: (v.l.) IGBCE-Landesbzirksleiter Harald Sikorski, RAG-Stiftung-Vorstand Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Klaus Terheyden und Markus Pliska.© J. Gutzeit
Gedenktafel im Regen enthüllt: (v.l.) IGBCE-Landesbzirksleiter Harald Sikorski, RAG-Stiftung-Vorstand Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Klaus Terheyden und Markus Pliska.© J. Gutzeit

Sonderschicht und Ruhrpott-Kultur

Kumpel verabschieden sich von Kohle-Geschichte

von Michael Dittrich (SZ, 05.12.18)

OER-ERKENSCHWICK - Nicht in Stein gemeißelt, aber in Stahl gebrannt: RAG-Vorstand Bärbel Bergerhoff-Wodopia enthüllte am Samstag an der alten Schmiede am Ziegeleitor eine Gedenktafel, die an die Geschichte des Bergbaus am Stimberg erinnern soll.

1899 wurde die Zeche in Oer-Erkenschwick abgeteuft, schon 1999 wurde das Bergwerk geschlossen. Ende des Jahres ist im Ruhrpott nun endgültig Schicht im Schacht. „Ganz auf die heimische Kohle zu verzichten, war eine politische Fehlentscheidung“, sagte der Vorsitzende des Bergbau-und Geschichtsvereins, Markus Pliska, bei der Sonderschicht am Samstagabend im Bergbaumuseum. Getreu dem Motto dieser Veranstaltung „Der Bergbau geht, die Kultur lebt weiter“ setzen die Kumpel aber ein deutliches Zeichen, dass der Bergbau am Stimberg nicht in Vergessenheit gerät. „Man muss die Vergangenheit kennen, um die Zukunft zu gestalten“, sagte Bürgermeister Carsten Wewers.

 

Rund 200 Besucher wohntem dem Festakt. Der Schichtplan nach dem offiziellen Teil war vollgepackt mit Bergbau-Romantik. In der Bergmannswohnung servierte Stephanie Streit-Boudon mit Mutter Barabara neben Ruhrpott-Rezepten und -geschichten auch „Kalte Schnauze“. Manche nennen die Leckerei Kellerkuchen. Auch der ehemalige Bergwerksdirektor Anton Stark und Altbürgermeister Clemens Peick ließen sich nebenan in der Schmiede deftige Bergmannskost schmecken. Die Fleischerei Tewes servierte dort unter anderem Panhas mit Stampfkartoffeln und Grützwurst mit Bratkartoffeln. Der Sängerkreis der ehemaligen Grubenwehr servierte als Beilage eingängiges Bergbau-Liedgut, während sich Ex-“Camper“ Willi Thomczyk im Bergbausstollen mit Gitarre als „Ruhrpott-Bob-Dylan“ präsentierte. Dazu reichten die Veranstalter noch Comedy und rockige Bergbau-Lieder von der Band BG174.


Sonderschicht

Der Bergbau geht - die Kultur lebt weiter

von Michael  Dittrich (Stimberg Zeitung, 01.12.18)

 

OER-ERKENSCHWICK - Mit der Schließung der Zeche Prosper Haniel geht eine Ära zu Ende, die auch Oer-Erkenschwick geprägt hat. Unter dem Motto „Der Bergbau geht, die Kultur lebt weiter“ laden Bergbau- und Geschichtsverein, IGBCE und Schachtgerüst-Förderverein am Samstag, 24. November, alle Bürger zu einer Sonderschicht am Ziegeleitor ein.

Schichtbeginn ist um 17 Uhr. Bergbauverein-Vorsitzender Markus Pliska wird die Besucher begrüßen. Auch BM Carsten Wewers, IGBCE-Landesbezirksleiter Harald Sokorski und Bärbel Bergerhoff- Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung, stehen auf der Rednerliste. Um 17.30 Uhr wird eine von der Firma Feld gestiftete Gedenktafel an der Schmiede enthüllt, die an die Geschichte des Bergbaus in Oer-Erkenschwick erinnern soll. Im Anschluss gibt es reichlich Unterhaltung und viel Musik auf dem Gelände des Bergbaumuseums. Außerdem wird im Museum erstmalig eine durchgängige Diashow mit Bildern aus Oer-Erkenschwick von Wolf Dietmar Loos gezeigt.

 

  1. 17.45 Uhr: In der Bergmannswohnung gibt es eine Lesung mit der Autorin Stephanie Streit-Boudon aus ihrem Buch „Original Ruhrpott“. In der Gezähebude 1 tritt Comedian Jacqueline Feldmann auf.
  2. 18.15 Uhr: Im Bergbaustollen findet ein Improvisationstheater mit dem Autor und Ex-„Camper“ Willi Thomczyk statt.
  3. 18.45 Uhr: Der Sängerkreis der ehemaligen Grubenwehr präsentiert bergbau-typisches Liedgut in der Gezähebude 1. Parallel liest Willi Thomczyk in der Bergmannswohnung. In der Gezähebude 1 ist auch Sänger Rudy Cash zu hören.
  4. 20 Uhr: Der Sängerkreis der ehemaligen Grubenwehr lässt den musikalischen Teil im Museumsbereich ausklingen.
  5. 20.15 Uhr: In der Revierbude tritt die Band BG 174 auf.
  6. 22 Uhr: Das Schichtende wird eingeläutet.

Bergmännische Getränke und Speisen werden während der Veranstaltung in der „Schmiede“ von der Fleischerei Tewes angeboten. Serviert werden dabei auch Panhas und Grützwurst. Der Eintritt zur „Sonderschicht“ ist frei.


Da staunt der Laie – und selbst der Kumpel wundert sich: Im Bergbaumuseum am Ziegeleitor wird die Welt unter Tage wieder lebendig.© J. Gutzeit
Da staunt der Laie – und selbst der Kumpel wundert sich: Im Bergbaumuseum am Ziegeleitor wird die Welt unter Tage wieder lebendig.© J. Gutzeit

Am Ziegeleitor

5.000 Besucher im Bergbaumuseum

von Jörg Müller (Stimberg Zeitung, 22.08.18)

 

OER-ERKENSCHWICK - Das vom Bergbau- und Geschichtsverein mit seinem Vorsitzenden Markus Pliska betriebene Bergbaumuseum auf dem Gelände der ehemaligen Ausbildungsabteilung des früheren Bergwerks Haard am „Ziegeleitor“ erfreute sich auch im ablaufenden Jahr großer Beliebtheit. „Wir haben wieder rund 5.000 Besucher registriert“, sagt Museumskoordinator Peter Thamm.

Der Ex-Bergmann und seine neun Mitstreiter vom „harten Kern“ der Museums-Truppe hatten unter anderem elf geführte Führungen für größere Besuchergruppen organisiert. Außerdem machten sich in den ausschließlich in ehrenamtlicher Arbeit gestalteten Museumsräumen vier Kindergartengruppen und fünf Schulklassen ein Bild vom Bergmannshandwerk.

Auch das große Sommerfest des Bergmannsvereins Glück-Auf sowie die Kulturveranstaltung „Sonderschicht“ zum Ende des Steinkohlenbergbaus fanden auf dem Museumsgelände am „Ziegeleitor“ statt. Hinzu kommen unzähliger Feiern in der „Revierbude“ des Bergbau- und Geschichtsvereins – und auch acht Hochzeiten.

Denn das Bergbaumuseum ist eine offizielle Traustätte des Oer-Erkenschwicker Standesamtes. Am Samstag, 15. Dezember, ist das Bergbaumuseum von 10 bis 13 Uhr zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet. Nächster Termin ist dann Mittwoch, 9. Januar.



Kurz vor der Trauung: (v.l.) Heinz-Werner Daslik und Claudia Fischer, Standesbeamtin Brigitte Platzek, Trauzeugin Susanne Ernat mit „Tammy“, Johannes Kaszubowski vom Bergbauverein sowie Trauzeuge Marcel Daslik.
Kurz vor der Trauung: (v.l.) Heinz-Werner Daslik und Claudia Fischer, Standesbeamtin Brigitte Platzek, Trauzeugin Susanne Ernat mit „Tammy“, Johannes Kaszubowski vom Bergbauverein sowie Trauzeuge Marcel Daslik.

300 Mal „Glück auf“ zur Eheschließung

von Jörg Müller (SZ, 16.07.18)

 

OER-ERKENSCHWICK - Claudia Fischer und Heinz-Werner Daslik gehen in die Geschichte des Bergbaumuseums ein. Die beiden Marler haben sich als 300. Paar im früheren Lehrstollen das Jawort gegeben.

"Ich war selbst als Bergmann auf der Schachtanlage Haus Aden tätig. Da lag es für uns nahe, an einem Ort zu heiraten, der an diesen Lebensabschnitt erinnert“, sagt der Bräutigam, kurz bevor er seine zukünftige Gattin zum Trautisch in das Museum führt. Dort, wo Generationen von Bergleuten ihr Handwerk erlernt haben, wartet die Standesbeamtin Brigitte Platzek, eingerahmt von Grubenlampen und zahlreichen Unter-Tage-Devotionalien.

 

Ein Bild, das auch der Braut durchaus vertraut ist. „Ich habe nämlich den Beruf der Konstruktionsmechanikerin bei der Ruhrkohle erlernt“, sagt Claudia Fischer. Der Zeremonie wohnt neben den Trauzeugen Susanne Ernat und Marcel Daslik sowie weiteren Freunden und Familienmitgliedern aus Oer-Erkenschwick auch Johannes Kaszubowski bei – in Bergbau-Arbeitskleidung.

Im Hintergrund arbeiten Peter Thamm und Fritz Buresch bereits an der Herrichtung eines weiteren Museumsraumes, in dem die Brautleute nach der Eheschließung wenig später im Original-Bergbauambiente auf ihre Zukunft anstoßen werden. Die drei Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins, der das Museum betreibt, sind ehemalige Bergleute und sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Trauungen. „Wir hatten hier sogar schon Oer-Erkenschwicker Auswanderer, die aus ihren neuen Heimatorten in Schweden und der Schweiz für die Hochzeit zurück zu unserem Museum gereist sind“, weiß Fritz Buresch.

Peter Thamm erinnert sich noch gut an eine Braut, die bei der Trauung Gemüse statt Blumen in der Hand hielt. „Und nie vergessen werde ich auch das Pärchen aus der Gothic-Szene. Die waren sagenhaft verkleidet.“ Heinz-Werner Daslik und Claudia Fischer haben sich übrigens im Internet kennengelernt. Geflittert wird in Ägypten, ohne „Glück auf“, aber mit viel Sonne...

 


Jüngster Teilnehmer beim „Pott-Rennen“ war Daniel Wolters. Er startete für das Team „Fire Storm Racer II“ der Jugendfeuerwehr und belegte am Ende Platz sechs.
Jüngster Teilnehmer beim „Pott-Rennen“ war Daniel Wolters. Er startete für das Team „Fire Storm Racer II“ der Jugendfeuerwehr und belegte am Ende Platz sechs.
Hunderte Besucher

"Pott"-Gaudi vor dem Pütt-Museum

von Jörg Müller (SZ, 11.07.18)

 

OER-ERKENSCHWICK - Kaiserwetter, Hunderte begeisterte Zuschauer und engagierte Fahrer – das erste „Pott“-Rennen am „Ziegeleitor“ zwischen IGBCE-Jugendheim und Bergbaumuseum war ein voller Erfolg. Schon jetzt steht fest: Im nächsten Jahr wird es eine Wiederholung geben.

Luna Saglimbeni aus Oer-Erkenschwick war eine von elf Fahrerinnen und Fahrern, die sich auf ihren selbst gebaut Gefährten von der Startrampe gestürzt und dann auf die gut 100 Meter lange Wettkampfstrecke begeben haben. „Eigentlich gehört meine Liebe ja den Pferden. Aber mein Vater hat mich für das Rennen begeistert“, erklärt die 15-Jährige, nachdem sie den Pokal für den schönsten „Pott“ bekam. „Pötte“, also WC-Schüsseln, mussten in die selbst gebastelten Rennwagen ohne Motor und Pedale verbaut werden. „Wir haben rund 60 Stunden Arbeit in das Gefährt investiert“, sagt Martin Saglimbeni. Am Ende belegte das Team Platz acht.

 

Gewonnen hat schließlich Laura Vormann aus Marl vom Team „Pott-Girls“ vor ihrem Cousin Nico Vormann von der „Pott-Gasse“. Platz drei belegte die Mannschaft von „Fejo-Runnings“, der Jugendfreizeitorganisation der Industriegewerkschaft Bergbau, Energie, Chemie (IGBCE).

Die IGBCE-Jugend mit ihrem Jugendheimleiter Carsten Wach war der Organisator des „Pott“-Rennens am „Ziegeleitor“. „Die Veranstaltung ist super gelaufen. Das hat Spaß gemacht“, sagt Wach nach der Veranstaltung. Auch die Teams der Gelsenkirchener und der Oer-Erkenschwicker IGBCE, vom Hauptsponsor „Schüßler“, vom Bergmannsverein, der Jugendfeuerwehr und einem privaten Starter wurden schließlich bei der Siegerehrung bedacht.

 


Am Ziegeleitor

„Pottrennen“ feiert Premiere

(SZ, 21.06.19)

OER-ERKENSCHWICK - Zwei Wochen noch, dann feiert der IGBCE-Jugendtreff am Ziegeleitor eine ungewöhnliche Veranstaltungspremiere. Das erste „Pottrennen“ in Oer-Erkenschwick geht am Samstag, 30. Juni, über die Bühne.

Der Jugendtreff um seinen Leiter Carsten Wach richtet das Rennen zusammen mit der IGBCE-Ortsgruppe Oer-Erkenschwick, dem Bergmannsverein „Glück Auf“ und dem Bergbau- und Geschichtsverein aus. Preise werden auch ausgelobt, doch in erster Linie geht es um die Gaudi. Erste Teams haben inzwischen fleißig an einem „Pottflitzer“ gebaut. Unter anderem hat das Kinder- und Jugendparlament seine Teilnahme signalisiert. „Wenn wir am Ende auf zehn Starter kommen, wäre das schon eine sehr gute Sache“, sagt Wach. Das Gefährt darf nicht motorisiert sein und mindestens eine Toilettenschüssel muss verbaut sein. Die Rennstrecke führt über eine Startrampe vom Jobcenter aus Richtung Bergbaumuseum. Rund um Jugendtreff und Museum findet nachmittags zudem ein großes Sommerfest für die ganze Familie statt. Abends wird dann im IGBCE-Jugendtreff weiter gefeiert. Start ist am 30. Juni um 13 Uhr mit einem Qualifizierungslauf zur Startplatzermittlung. Es folgen zwei Wertungsläufe auf Zeit je Team.

Von 15 bis 22 Uhr findet am 30. Juni ein Familienfest beim Bergbau- und Geschichtsverein statt, die Siegerehrung ist für 18 Uhr vorgesehen. Ab 22 Uhr wird im Jugendtreff gefeiert mit der Irish-Folk-Band „Rabies“.


Johannes Kaszubowski (l.) führte die Club-Mitglieder durch das Bergbau-Museum.© Regine Klein
Johannes Kaszubowski (l.) führte die Club-Mitglieder durch das Bergbau-Museum.© Regine Klein

Chrom und Kohle

Jaguar-Club besucht Bergbaumuseum

von Regine Klein (SZ, 03.05.18)

OER-ERKENSCHWICK - Während draußen die Sonne im Chrom blitzt, geht es drinnen hinein in die kohlenschwarze Bergbaugeschichte. Der Jaguar Enthusiasts‘ Club (Sektion Ruhrgebiet) machte Halt am Bergbaumuseum am Ziegeleitor, und ließ sich hier von den ehemaligen Kumpels in die Geschichte des Pütts einführen.

„Wir starten hier unsere Tagesausfahrt“, erklärt Rüdiger Pohle vom Jaguar-Club. Der Essener hatte das kleine, aber feine Museum in der Stimbergstadt bei einer Durchfahrt durch Zufall entdeckt. „Und es hat mir sofort gut gefallen.“ Damit war klar, dass an diesem Ort, „der richtig Charme hat“, die Tour starten würde, die quer durchs Ruhrgebiet entlang des Kreativ-Quartiers in Dorsten, Prosper-Haniel, Consolidation und Bonifacius führt und ein bisschen Bergbau-Geschichte vermitteln soll.

 

Leuchtendes Rot oder edles Schwarz, auf der Wiese vor der alten Ziegelei stehen die Sehnsüchte auf vier Rädern aufgereiht. Nicht nur aus dem Ruhrgebiet, sondern aus ganz Deutschland und den Niederlanden stammen die insgesamt 36 Teilnehmer in 16 Teams. Einmal im Frühjahr und im Herbst geht es auf Ausfahrten. Mit mehr als 20.000 Mitgliedern ist der Jaguar Enthusiasts‘ Club der größte Jaguar-Club der Welt. Er wurde im Dezember 1984 gegründet. Bei den Treffen steht vor allem der Spaß im Mittelpunkt und die „Benzin-Gespräche“.

Mit Steigerlied und Schutzhelm

Doch nun heißt es erstmal „Glück auf!“. Mit dem Steigerlied – und bitte den Schutzhelm nicht vergessen – beginnt die Führung durch den Lehrstollen. Die spicken allen voran Johannes Kaszubowski sowie Arne Schuch und Walter Nest mit viel Wissenswertem rund um den Pütt – von Grubenlampen bis zu schlagenden Wettern. Und dann steigen die Besucher auch schon wieder in ihre Jaguare und düsen weg zum nächsten Ziel – jeder für sich, denn das ist Katzenart.


Laden gemeinsam zu Mai-Kundgebung und Bergparade ein: (v.l.) Volker Seemann, Markus Pliska, Werner Nilius, Klaus Terheyden und Mike Jetten.© Michael Dittrich
Laden gemeinsam zu Mai-Kundgebung und Bergparade ein: (v.l.) Volker Seemann, Markus Pliska, Werner Nilius, Klaus Terheyden und Mike Jetten.© Michael Dittrich

DGB-Kundgebung

IG BCE spendiert Gutscheine

von Michael Dittrich (SZ, 01.05.18)

OER-ERKENSCHWICK - DGB-Ortsverband, IG BCE-Ortsgruppe, Bergmannsverein „Glückauf“ sowie Bergbau- und Geschichtsverein laden noch einmal gemeinsam zu den beiden Veranstaltungen zum Tag der Arbeit am Dienstag, 1. Mai, ein.

Morgens um 9.30 Uhr findet in Recklinghausen eine Bergparade zur Verabschiedung des Bergbaus unter dem Motto „Der Bergbau geht, der Kumpel bleibt“ statt, die um 11 Uhr am Hügel endet. Abordnungen von IG BCE, Bergmannsverein und Bergbau- und Geschichtsverein nehmen daran teil. „Aber auch interessierte Bürger können kostenlos in den Sonderbussen nach Recklinghausen mit- und wieder zurückfahren“, sagte IG BCE-Chef Volker Seemann.

 

Die Busse starten am 1. Mai um 8.25 Uhr ab Kirmesplatz und 8.30 Uhr ab Hünenplatz ab. Rückfahrt ist um 11 Uhr zum Hünenplatz, damit dort alle rechtzeitig um 11.15 Uhr zum Start des DGB-Demonstrationszuges sind. Für alle Bergparade-Teilnehmer, die wieder mit nach OE zurückfahren, spendiert der IG BCE einen Gutschein für ein Getränk und eine Erbsensuppe/Bratwurst. Den Gutschein können sie bei der Mai-Kundgebung am IG BCE-Jugendtreff einlösen.

Anmeldungen für Busfahrt unter Tel. 0 23 68/8 90 05 88 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail: volker.seemann @igbce-oe.de

Die DGB-Veranstaltung beginnt wegen der Bergparade eine Stunde später. Treffen ist um 10.45 Uhr am Hünenplatz. Der Zug startet um 11.15 Uhr über Grünen Weg, Grevelstraße und Stimbergstraße zum Ziegeleitor. Um 12 Uhr beginnt am IG BCE-Jugendtreff die Kundgebung. Als Redner geht neben Werner Nilius und Bürgermeister Carsten Wewers der Regionalleiter der IG BAU Westfalen, Holger Vermeer, ans Pult


Friedhelm Buresch sorgte beim Bergbau- und Geschichtsverein am Samstagabend dafür, dass das Osterfeuer nicht ausging.© Joerg Mueller
Friedhelm Buresch sorgte beim Bergbau- und Geschichtsverein am Samstagabend dafür, dass das Osterfeuer nicht ausging.© Joerg Mueller

Interaktive Karte

Osterfeuer lodern auch am Sonntag

von Jörg Müller und Regine Klein (SZ, 12.04.18)

OER-ERKENSCHWICK - Einmal mehr sind die Osterfeuer im Stadtgebiet ein Besuchermagnet. Zahlreiche Bürger machten sich Bereits am Samstag auf zu den Veranstaltungsorten. Aber auch am Sonntag werden noch Osterfeuer in der Stadt entzündet.

 

Ebenfalls am Samstagnachmittag begann das Familienfest des Jugendvereins JOE und der Spvgg. Erkenschwick. Hierfür wurde die Lindenstraße gesperrt. Zahlreiche Besucher bevölkerten das Areal um das Jugendzentrum, wo am Abend das Osterfeuer und für gegen 23 Uhr die After-Show-Party mit DJ Swooney im „JOE‘s“ vorgesehen sind.

Auch der Löschzug Rapen konnte einmal mehr viele Gäste willkommen heißen. An den Schüttacker lockten nicht nur das große Osterfeuer, sondern auch Grillwurst und kühle Getränke.

 

Ostersonntag sind folgende Veranstaltungen geplant:

Mit Unterstützung des Löschzuges Oerveranstaltet die Gemeinde St. Peter und Paulwieder ein Osterfeuer auf dem Freigelände neben dem Schützentreff. Um 18.30 Uhr beginnt die Andacht am Dreischenkamp. Am Ehrenmal lodern die Flammen am Sonntag, 1. April, ab 19.30 Uhr.

Auch die evangelische Kirchengemeindebeteiligt sich wieder am Reigen der Osterfeuer. An der Weidenstraße 48 (Friedenskirche) findet zunächst am Sonntag, 1. April, um 18 Uhr eine Andacht statt. Auf dem angrenzenden Kindergartengelände wird dann um 18.30 Uhr das Osterfeuer entzündet. Für das leibliche Wohl ist mit Grillwürstchen und Getränken gesorgt.


Freuen sich über die vielen Museumsbesucher: (v.l. Franz Idkowiak, Peter Thamm und Erich Brünig.
Freuen sich über die vielen Museumsbesucher: (v.l. Franz Idkowiak, Peter Thamm und Erich Brünig.

Winterpause

2.000 Besucher besichtigen Bergbaumuseum

von Jörg Müller (SZ 01.01.18)

OER-ERKENSCHWICK - Rund 2.000 Besucher haben im ablaufenden Jahr das Museum des Bergbau- und Geschichtsvereins am „Ziegeleitor“ besucht. Am Mittwoch, 20. Dezember, besteht zwischen 10 und 13 Uhr für Interessenten in 2017 zum letzten Mal die Gelegenheit, in die Unter-Tage-Welt der Bergleute einzutauchen.

Danach macht die Museums-Mannschaft um Peter Thamm Weihnachtspause. Nächster offizieller Öffnungstag ist dann der Mittwoch, 10. Januar.

„Wir freuen uns natürlich über das große Interesse und vor allem darüber, dass die Besucherzahl stabil geblieben ist“, sagt Peter Thamm.

 

Gäste aus dem Ausland

Die Gäste kommen nicht nur aus Oer-Erkenschwick und der Region, sondern auch aus dem Ausland. „Wir hatten im Sommer beispielsweise eine Gruppe von Freimaurern zu Gast. Einige dieser Mitglieder kamen aus Schottland. Eine andere Gruppe hatte Teilnehmer aus den USA“, berichtet Thamm.

Wer das Museum besuchen möchte, kann das zu den Öffnungszeiten mittwochs und samstags zwischen 10 und 13 Uhr tun. Anmeldungen sind zu diesen Terminen nicht erforderlich. Erwachsene zahlen drei Euro Eintritt, Jugendliche bis 18 Jahre zwei Euro und Schulen einen Euro. Kindergärten zahlen nichts.

Aber nicht nur die Besucherzahlen, auch die Menge an Trauungen ist gleich geblieben. 26 Paare haben sich in diesem Jahr dort das Ja-Wort gegeben.