Darüber freuen sich (v.l.) BM Carsten Wewers, die Auszubildenden Chihad Adali, Nadine Jeremies, Ausbilder Marius Krysinski, Leon Seelmeyer, Melih Aksoy, Markus Pliska (Museum)  sowie Sabine Wolter (RHZ-Geschäftsführerin). © Erwin Kitscha
Darüber freuen sich (v.l.) BM Carsten Wewers, die Auszubildenden Chihad Adali, Nadine Jeremies, Ausbilder Marius Krysinski, Leon Seelmeyer, Melih Aksoy, Markus Pliska (Museum) sowie Sabine Wolter (RHZ-Geschäftsführerin). © Erwin Kitscha

BERGBAUMUSEUM

Azubis erlernen ihr Handwerk da, wo einst die Kumpel malochten

Vier Auszubildende können schon jetzt stolz sein, auf das, was sie geschaffen haben. Ihr Werk ist am Bergbaumuseum zu bestaunen. Etwas Feinschliff ist noch nötig. 

 

von Erwin Kitscha, 24.09.2021, SZ

 

 

 

 

Es ist eine klassische Win-Win-Situation. Auszubildende des Wohnungsbau-unternehmens Vivawest haben auf der Baustelle am Oer-Erkenschwicker Bergbaumuseum schon eine Menge für ihren Beruf gelernt. Die Aktiven des Bergbau- und Geschichtsvereins freuen sich über eine aufgemöbelte Fassade. Und die Stadt Oer-Erkenschwick begrüßt das Engagement für einen der Anziehungspunkte der Stimbergstadt für Besucher und Interessierte.

 

Azubis erlernen das Maler- und Lackierer-Handwerk

Nadine Jeremies, Melih Aksoy, Leon Seelmeyer und Cihad Adali sind unter der Woche schon fleißig gewesen. Die vier Auszubildenden erlernen das Maler- und Lackierer-Handwerk. Beschäftigt sind sie beim RHZ Handwerks-Zentrum. Eine Dienstleistungen-Gruppe, die im Unternehmen Vivawest Instandhaltungs- und Modernisierungsarbeiten ausführt. Jetzt konnten die Auszubildenden im Rahmen ihrer Ausbildung dort arbeiten, wo einst die Kumpel in Oer-Erkenschwick malochten.

Auf dem Gelände des früheren Bergwerks Ewald-Fortsetzung setzt das junge Quartett die Fassade eines Gebäudeteils des Bergbaumuseums instand. Dort, wo sich die Eingangstür zur originalgetreu hergerichteten Bergmannswohnung im Stil der 1950er-Jahre befindet, wird demnächst die Fassade in neuem Glanz erstrahlen. Grundieren, Dämmmaterial anbringen, Malerarbeiten… die vier Auszubildenden hängen sich voll rein, damit die Fassade am Ende tipptopp runderneuert ist.

 

Rund zwei Wochen dauert es noch, bis die Arbeiten erledigt sein werden. Hat die bisherige Arbeit am Bergbaumuseum denn auch Spaß gemacht? Die vier jungen Leute lächeln und nicken zustimmend. „Das macht wirklich Spaß“, sagt Cihad Adali, Auszubildender im ersten Lehrjahr. „Hier zu arbeiten ist mal was anderes.“ „Die Dämmung am Dach war etwas schwierig“, erzählt Nadine Jeremies, die im dritten Lehrjahr ist und kurz vor der Abschlussprüfung steht. Ihre Kollegen Melih Aksoy und Leon Seelmeyer sind gerade im zweiten Lehrjahr. Wenn mal etwas nicht sofort klappt, hilft RHZ-Ausbilder Marius Krysinski und gibt Tipps. „Die Wand wurde mit Quarzgrund grundiert. Dann haben wir die Dämmplatten verklebt“, erläutert Marius Krysinski. Maler- und Lackierarbeiten folgen noch.

 

Ausbildungsprojekte auf dem alten Zechengelände

„Wir als Bergbau- und Geschichtsverein haben schon eine längere Beziehung zur Vivawest-Dienstleistung“, erläutert Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins in Oer-Erkenschwick. „Irgendwann kam die Idee auf, hier Ausbildungsprojekte durchzuführen.“ Der Bergbauverein ist immer auf tatkräftige Helferinnen und Helfer angewiesen, um die Oer-Erkenschwicker Bergbau-Geschichte für zukünftige Generationen zu bewahren. Alles läuft über die Ehrenamtsschiene. Markus Pliska: „Wir sind sehr froh, dass uns die Vivawest-Dienstleistung mit diesem Projekt unterstützt.“ „Wir haben eine alte Verbundenheit aus unserer Historie heraus“, sagt RHZ-Geschäftsführerin Sabine Wolter. „Wir haben unsere Wurzeln sozusagen im Bergbau. Bereiche der Ruhrkohle AG sind zu uns übergegangen.“ Projekte wie das in Oer-Erkenschwick brächten die Qualität der Ausbildung nach vorne. Bürgermeister Carsten Wewers fand ebenfalls lobende Worte: „Ich bin ein großer Freund von Gemeinschaftsprojekten. Der Bergbau- und Geschichtsverein leistet hier ehrenamtlich eine tolle Arbeit. Wir freuen uns auch, dass Vivawest den Verein bei der Unterhaltung der Gebäude unterstützt. Es ist für die Ausbildung und alle Beteiligten eine gute Sache.“

 


Hubert Schulte-Kemper (2. v.re.) vom Marler Heimatverein führte Markus Pliska (li.), Volker Seemann 2. v. li.), Patrick Seemann (3.v.re.) und Klaus Terheyden (re.) durch das Friedenshaus. Hermann Börste (3.v.li.) spielte Mundharmonika dazu. © privat
Hubert Schulte-Kemper (2. v.re.) vom Marler Heimatverein führte Markus Pliska (li.), Volker Seemann 2. v. li.), Patrick Seemann (3.v.re.) und Klaus Terheyden (re.) durch das Friedenshaus. Hermann Börste (3.v.li.) spielte Mundharmonika dazu. © privat

KOOPERATION

Bergbauvereine aus Oer-Erkenschwick haben einen neuen Unterstützer

Die bergbaubefreundeten Vereine aus OE und der Heimatverein Marl wollen künftig enger zusammenarbeiten. Dessen Chef ist gleichzeitig der Motor der Gewächshauspläne auf dem Pütt-Areal..

von Jörg Müller, 02.10.2021, SZ

 

 

 

 

 

Vor einigen Wochen folgte Hubert Schulte-Kemper, Vorsitzender des Marler Heimatvereins und einer der Akteure des geplanten Baus von Gewächshäuser auf dem ehemaligen Zechengelände, einer Einladung der bergbaubefreundeten Vereine ins Bergbaumuseum nach Oer-Erkenschwick die Stimbergstadt. Jetzt erfolgte der Gegenbesuch.

 

Gäste aus der Oer-Erkenschwick zeigen sich beeindruckt

Markus Pliska (Bergbau- und Geschichtsverein), Volker Seemann (IGBCE-Ortsgruppe Oer-Erkenschwick, Klaus Terheyden (Bergmannsverein Glück Auf) und Patrick Seemann (Förderverein zum Erhalt des Schachtgerüstes Ewald-Fortsetzung Schacht 3) bekamen einen Einblick in die Aktivitäten des Heimatvereins Marl. An der Seite von Hubert Schulte-Kemper besichtigten sie im Schnelldurchgang den Erzschacht, das Heimatmuseum, die Erlöserkirche, das Obstbaummuseum und das Europäische Friedenshaus. Die Gäste aus der Stimbergstadt waren beeindruckt: „Es ist schon enorm, was der Heimatverein mit all seinen Mitgliedern in den einzelnen Stationen leistet. Allein die finanzielle Unterstützung, die der Heimatverein laut ihres Vorsitzenden bekommt, lässt uns nur staunen. Es scheint, als würde in Marl nicht nur ein großer Teil der Bevölkerung hinter den Projekten des Heimatvereins stehen, sondern auch Mittelstand und die Politik. Wenn wir in Oer-Erkenschwick allein zehn Prozent von diesem Engagement aus Wirtschaft und Rathaus erfahren würden, wäre so einiges einfacher umzusetzen“, sagt Patrick Seemann.

 

Vereine wollen mit dem Heimatverein in Marl kooperieren

„Mit unserem Konzept zum Erhalt des Maschinenhauses am Schacht 3, das in Besitz der Stadt Oer-Erkenschwick ist, sehen wir uns oft allein auf weiter Flur. Außer Mundbekundungen ist in den letzten 18 Monaten seitens der Stadt wenig passiert. Das ehrenamtliche Engagement scheint in Marl mehr wert zu sein. Das und die geleistete Arbeit des Heimatverein verlangt uns allen Respekt ab!“, so Seemann weiter.

 

Die Oer-Erkenschwicker Vereine wollen mit dem Marler Heimatverein in Zukunft zusammenarbeiten. Ein weiteres Treffen der Vorstände ist geplant. Man überlegt bereits Szenarien, wie die Zusammenarbeit aussehen kann. „Als erster Schritt ist beispielsweise ein Ausflug im Rahmen einer Bildungsveranstaltung für unsere Mitglieder denkbar“, sagt Volker Seemann, Vorsitzender der IGBCE Ortsgruppe. „Das Ziel könnten dann der Erzschacht und die Wassermühle im Volkspark ein.“

 

 

Hubert Schulte-Kemper sicherte den Oer-Erkenschwickern auch für ihre Projekte seine Unterstützung zu und freut sich auf die Zusammenarbeit: „Die Begegnung mit den Menschen ist das wertvollste Gut, das wir in unserer Gesellschaft haben.“

 


Bei der Übergabe des Radladers an den Bergbau- und Geschichtsverein: (v.l.) Marc Lohmann (Heitkamp), Uli Wessel (Vorstand RAG MI), Malte Stehl (Heitkamp), Jörg Kranz (GF Heitkamp), Markus Pliska (Vors. Museum), Andreas Ostdorf (Gesamt-BR RAG)
Bei der Übergabe des Radladers an den Bergbau- und Geschichtsverein: (v.l.) Marc Lohmann (Heitkamp), Uli Wessel (Vorstand RAG MI), Malte Stehl (Heitkamp), Jörg Kranz (GF Heitkamp), Markus Pliska (Vors. Museum), Andreas Ostdorf (Gesamt-BR RAG)

GROSSE ÜBERRASCHUNG

Radlader auf dem Bergbaumuseums-Gelände – das steckt dahinter

  

 Große Freude bei den Mitgliedern des Bergbau- und Geschichtsvereins in Oer-Erkenschwick: Vorsitzender Markus Pliska konnte jetzt einen voll funktionsfähigen Radlader im Empfang nehmen.

 

von Jörg Müller (SZ.31.08.21)

 

Da war die Freude groß bei den Mitgliedern des Bergbau- und Geschichtsvereins auf ihrem Gelände des ehemaligen Lehrstollens des nicht mehr existierenden Bergwerks Haard am „Ziegeleitor“. Denn sie bekamen ein Geschenk, mit dem sie beileibe nicht rechnen konnten. Nun aber besitzen sie einen Radlader, der das Bewegen der überwiegend sehr schweren Ausstellungsexponate aus dem Bergbau erheblich erleichtert. Und dieses wertvolle und nützliche Geschenk des Unternehmens Heitkamp hat eine Vorgeschichte.

 

Andreas Ostdorf knüpft die notwendigen Kontakte

Andreas Ostdorf, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der RAG Montan Immobilien und Ulrich Wessel, Geschäftsführer bei RAG Montan Immobilien, sind seit langer Zeit Vereinsmitglieder und haben immer wieder erfahren, wie schwierig es ist die vorhandenen Materialien und Ausstellungsgegenstände überwiegen aus Bergwerken wegen ihres hohen Gewichts zu bewegen. „Wir wussten, dass in der Vergangenheit viele Vorhaben auf dem Museumsgelände nur sehr schwierig oder gar nicht umgesetzt werden konnten“, sagt Andreas Ostdorf. Und so nahmen die beiden Kontakt zu Jörg Kranz, Geschäftsführer des Unternehmens Heitkamp, auf und haben mit Ihm über die Problematik gesprochen.

 

Voll funktionsfähiger Radlader

Da Jörg Kranz ebenfalls eine Bergbauvergangenheit hat und sehr beeindruckt von dem war und ist, was die einstigen Kumpel in der ehemaligen Ausbildungsabteilung in Oer-Erkenschwick erhalten, instandgesetzt, aber auch ganz neu geschaffen haben, war er sehr gern bereit, bei der Problemlösung behilflich zu sein und dem Wunsch von Andreas Ostdorf nachzukommen. Und jetzt wurde dem 1. Vorsitzenden des Bergbau- und Geschichtsvereins, Markus Pliska, ein Radlader übergeben, der natürlich voll funktionsfähig ist und allen Sicherheitsvorgaben entspricht, da das Fahrzeug vorher durch Malte Stehl und seine Mannschaft auf Vordermann gebracht wurde.

Übergabe wurde im Vorfeld nicht verraten

 

Im Vorfeld der Übergabe hatte übrigens niemand etwas von der Großspende gewusst. Und so war die Überraschung beim Museumsteam um Markus Pliska natürlich riesengroß, als Heitkamp-Mitarbeiter Marc Lohrmann mit dem Radlader durch das Tor auf das Vereinsgrundstück fuhr. „Jetzt können wir sehr viele geplante Dinge viel einfacher und auch schneller umsetzen“, stellte Markus Pliska nach der Schlüsselübergabe fest. Jörg Kranz zeigte sich nach einer Führung durch den Untertagebereich, die Bergmannswohnung und den Bergknappensaal sehr beeindruckt und sagte auch für zukünftige Instandsetzungen des Radladers seine Hilfe zu. Außerdem ist auch er nun Mitglied des Bergbau- und Geschichtsvereins Oer-Erkenschwick.

 


Barbara Bohner, Niederlassungsleiterin der Volksbank Oer-Erkenschwick, überreichte Markus Pliska (l.) und Volker Seemann vom Bergbaumuseum eine Spende in Höhe von 1000 Euro. © Martin Pyplatz
Barbara Bohner, Niederlassungsleiterin der Volksbank Oer-Erkenschwick, überreichte Markus Pliska (l.) und Volker Seemann vom Bergbaumuseum eine Spende in Höhe von 1000 Euro. © Martin Pyplatz

AM ZIEGELEITOR

Nach dem Küchen-Debakel – gute Nachrichten vom Bergbaumuseum

Gute Nachrichten für das Bergbaumuseum: Nachdem die Küche mit einem lauten Knall zusammen gebrochen war, können die Ex-Kumpel nun eine neue anschaffen. Auch wegen einer Spende der Volksbank.

 

von Regine Klein (SZ.04.08.21)

 

 

Mit einem lauten Krachen hatte sich vor gut zwei Wochen die alte Küche im Bergbaumuseum endgültig verabschiedet. Mit einem lauten Knall brachen die Schränke einfach zusammen. Schaden: rund 2.000 Euro. Da war guter Rat teuer, denn: „Die Vereinskasse ist nach der langen Coronapause, während der wir als gemeinnütziger Verein weder Eintrittsgelder noch Vermietungsgebühren für die Revierbude einnehmen konnten, ziemlich leer. Jetzt haben wir noch nicht einmal eine funktionierende Kaffeemaschine“, klagte Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, damals.

Doch Hilfe war nicht weit, so spendete jetzt auch die Volksbank-Niederlassung in Oer-Erkenschwick. 1000 Euro konnte Niederlassungsleiterin Barbara Bohner jetzt an Markus Pliska und seinen Stellvertreter, Volker Seemann, überreichen. „Wir freuen uns, helfen zu können“, sagte Barbara Bohner.

 

Ursache für Küchen-Absturz unklar

Jetzt stimmt es wieder in der Kasse. Nachdem auch die Sparkasse Vest bereits gespendet hatte, können die Ex-Kumpel nun eine neue Küche anschaffen. „Das freut uns natürlich sehr“, meinen Pliska und Seemann.

Die Ursache für den Küchen-Zusammenbruch haben die größtenteils ehemaligen Bergleute um Markus Pliska nicht exakt ermitteln können. „Wahrscheinlich war es ein Ermüdungsbruch in der Aufhängung, der dann zu einer Kettenreaktion geführt hat“, vermutet Markus Pliska, dessen Großmutter dem Verein vor 20 Jahren ihre heute 45 Jahre alte Küchenzeile gespendet hatte.

Weil die Vereinskasse nach der langen Coronapause, während der der Verein weder Eintrittsgelder noch Vermietungsgebühren einnehmen konnten, ziemlich leer ist, startete der Verein einen Spendenaufruf. Denn neben den Hängeschränken sind bei dem Sturz auch alle Teller und Tassen zu Bruch gegangen – auch die Kaffeemaschine. „Etliche Oer-Erkenschwicker haben uns Geschirr gespendet. Wir haben jetzt wieder eine Kaffeemaschine“, meinte Pliska.

 

Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen

Den für den 28. August geplanten „Tag des Bergmanns“ hatte der Bergbau- und Geschichtsverein wegen der Pandemie frühzeitig abgesagt. „Die Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen des Bergbau- und Geschichtsvereins am 21. November findet auf jeden Fall statt. Allerdings wegen Corona in abgespeckter Form mit maximal 50 Teilnehmern. Eingeladen werden vor allem verdiente Helfer und Sponsoren“, kündigt Pliska an.

 

Das Museums-Team hat inzwischen Verstärkung bekommen. Pliska: „Wir konnten junge Leute vom Bergmannsverein für die Mitarbeit gewinnen. Interessierte sind jederzeit willkommen. Wir suchen auch Helfer für einzelne Führungen im Museum. Möglicherweise auch etwas für Leute, die nicht regelmäßig Zeit haben, im Team mitzuarbeiten.“


Beinahe völlig zerstört wurde die Küche hinter der Steigerstube, dem Büro des Bergbaumuseum an der Straße Am Ziegeleitor in Oer-Erkenschwick. © privat
Beinahe völlig zerstört wurde die Küche hinter der Steigerstube, dem Büro des Bergbaumuseum an der Straße Am Ziegeleitor in Oer-Erkenschwick. © privat

AM ZIEGELEITOR

Küchen-Katastrophe im Bergbaumuseum von Oer-Erkenschwick

Auch die Aktiven des Bergbau- und Geschichtsvereins haben mit den Regenmassen in ihrem Museum in Oer-Erkenschwick zu kämpfen. Und dann kracht auch noch die Küche zusammen.

von Jörg Müller, 16.07.21, SZ

 

 

Erst hat Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, beim Unwetter am Mittwochabend um das Bergbaumuseum an der Straße „Am Ziegeleitor“ gebangt, dann kracht wenig später mit einem lauten Knall die Küche hinter der als Büro genutzten ehemaligen Steigerstube zusammen. Schaden: rund 2.000 Euro. Und jetzt ist guter Rat sprichwörtlich teuer.

 

Kasse des Bergbauvereins in Oer-Erkenschwick ist leer

„Die Vereinskasse ist nach der langen Coronapause, während der wir als gemeinnütziger Verein weder Eintrittsgelder noch Vermietungsgebühren für die Revierbude einnehmen konnten, ziemlich leer. Jetzt haben wir noch nicht einmal eine funktionierende Kaffeemaschine“, klagt Markus Pliska und ergänzt: „Hoffentlich kann uns jemand helfen. Schließlich wollen wir im November das 20-jährige Bestehen unseres Vereins feiern. Und da soll es natürlich auch Kaffee und etwas zu essen geben.“

 

Ursache für den „Küchen-Sturz“ in Oer-Erkenschwick ist unklar

Die Ursache für den „Küchen-Sturz“ haben die größtenteils ehemaligen Bergleute um Markus Pliska nicht exakt ermitteln können. „Wahrscheinlich war es ein Ermüdungsbruch in der Aufhängung, der dann zu einer Kettenreaktion geführt hat“, vermutet Markus Pliska, dessen Großmutter dem Verein vor 20 Jahren ihre heute 45 Jahre alte Küchenzeile gespendet hatte. Die Kumpel, die sich noch wenige Minuten vor dem „Zusammenbruch“ zum Beginn ihrer ehrenamtlichen Schicht ihre Kaffeetassen aus der Küche geholt hatten, haben mittlerweile aufgeräumt, und die alten Küchenteile beim Baubetriebshof entsorgt. „Leider ist auch fast das komplette Geschirr zu Bruch gegangen“, berichtet Markus Pliska.

 

Kumpel hoffen auf Hilfe der Bürger aus Oer-Erkenschwick

Jetzt hoffen die Aktiven auf Hilfe aus der Bevölkerung. „Wir haben zwar noch ein paar wackelige Unterschränke gerettet, aber die sind auf Dauer kein Zustand mehr. Hier muss grundlegend renoviert und erneuert werden. Vielleicht finden sich ja Geldgeber oder jemand, der Kontakt zu einem Möbelhaus hat. Wir freuen uns über jede Hilfe und sind selbstverständlich in der Lage, Spendenbescheinigungen ausstellen zu können“, sagt Pliska. Doch den Vereinsvorsitzenden drückt in Sachen Bergbaumuseum noch ein anderes Problem.

 

Dach des Bergbaumuseums in Oer-Erkenschwick ist undicht

„Unser Dach ist undicht. Das wissen wir schon länger, aber wir konnten bislang kein Geld für eine Reparatur zusammensparen“, erzählt Markus Pliska. Und dieser Umstand hat sich am Mittwochabend beim Unwetter gerächt. „Ich hatte irgendwie ein schlechtes Gefühl und bin gleich zu Beginn des Starkregens zum Museum gefahren. Und richtig: An zahlreichen Stellen floss das Regenwasser in Strömen auf den Museumsboden. In einigen Bereichen stand das Wasser knöcheltief“, erzählt Markus Pliska.

 

Stadt Oer-Erkenschwick unterstützt beim Anzapfen von Fördertöpfen

Der unwetterbedingte Wasserschaden hält sich aber Gott sei Dank in Grenzen, denn mit der Zeit versickert das Wasser wieder im nicht versiegelten Museumsboden. „Das ist auf Dauer insbesondere in unserem Veranstaltungsraum natürlich kein Zustand“, sagt Pliska. Er steht nun in Kontakt mit der Stadtverwaltung. Ziel der gemeinsamen Anstrengungen ist eine vom Land Nordrhein-Westfalen finanziell geförderte Sanierung zum Gründach.

 

Dach reparieren und Beitrag für die Umwelt in Oer-Erkenschwick leisten

„Damit würden wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das Dach würde saniert und anschließend begrünt. Somit wären unsere Ausstellungsräume gesichert und wir würden einen Beitrag für die Umwelt leisten.“ Ärgerlich ist nur, dass der Landes-Topf, aus dem solche Maßnahmen zu 100 Prozent gefördert werden, gerade leer ist. Aber im Herbst soll wieder nachgefüllt werden…


SZ, 14.07.21
SZ, 14.07.21

SZ, 15.06.2021
SZ, 15.06.2021

Wir haben wieder geöffnet...

 

Nach langer Zeit und dank der niedrigen Inzidenzzahlen, verbunden mit den geringeren Auflagen entsprechend der Pandemieverordnung des Landes NRW, haben wir mit sofortiger Wirkung wieder zu den normalen Öffnungszeiten für sie geöffnet.

Der besuch des Museums, als auch die Anmietung der Revierbude ist entsprechend den Regularien möglich.

Für Terminabsprachen oder Gruppenanmeldungen bitte wie gewohnt den direkten Kontakt suchen:

 

Anmeldung für Gruppen


Das Museum macht Winterpause!

 

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu, die Corona Maßnahmen tun Ihr Übriges.

Das gesamte Team des Bergbau- und Geschichtsvereins wünscht Euch allen eine gesegnete Weihnachtszeit und ein guten Rutsch ins neue Jahr 2021.

Wir alle hoffen, dass uns das Thema Corona schnellstmöglich verlässt und wir zum Ende des nächsten Jahres gemeinsam wieder auf etliche, tolle Veranstaltungen zurückblicken können.

 

Ein frohes Fest und bleibt gesund!

  

Glück Auf

Euer

Bergbau- und Geschichtsverein Oer-Erkenschwick

 

Ab KW 2/2021 sind wir wieder, sofern zulässig, wie gewohnt Mittwochs und Samstags, für Euch da.

14.12.2020 PSe 


Die Arbeiten gehen gut voran, ein Hygienekonzept ist ausgearbeitet

 

Entgegen der Pressemitteilung vom 10.06.20 öffnet das Museum bereits am Samstag, 27.06.2020 wieder seine Pforten. Dies natürlich unter den vorherrschenden Hygienemaßgaben. So dürfen nur Gruppen von max. 10 Personen pro Durchgang in das Museum, im Außenbereich sind die Abstandsregeln einzuhalten und ggf. ein Mund-Nasenschutz zu tragen. Die Vermietung der Revierbude ist leider noch gestundet (ausgesetzt), aber auch dafür ist ein Plan in Arbeit.

Der Bergbau- und Geschichtsverein lebt und finanziert sich ausschließlich aus Spenden, Mitglieds- und Eintrittsgeldern, sowie den Einnahmen für die Bereitstellung der Revierbude bei Veranstaltungen, Feierlichkeiten und Hochzeiten. Dies alles konnte Corona bedingt in den letzten Monaten nicht stattfinden, so dass wir uns um so mehr auf Sie freuen, wenn Sie uns besuchen kommen.... 

Bei größeren Gruppen bitte vorher anmelden:

 

Anmeldung zu Gruppenführungen

 

Dauer der Führung: ca. 45 Minuten, Preis pro Person: Erwachsene 5€, Jugendliche 3€, Schulklassen 1€

 


Reise in die Bergbau Vergangenheit

SZ, 10.06.2020 Museum öffnet aber schon  am 27.06.20, nicht erst am 01.07.20
SZ, 10.06.2020 Museum öffnet aber schon am 27.06.20, nicht erst am 01.07.20

Aktueller Bericht des Lokalsender CityInfo


SZ, 18.05.2020
SZ, 18.05.2020

Die Arbeiten laufen wieder an

Personenzug in der Schmiede
Personenzug in der Schmiede

Mit der Einführung der Lockerungsmaßnahmen zur Corona-Pandemie nimmt auch der Bergbau- und Geschichtsverein seine Arbeiten wieder auf.

Die Zeit des "Nichts tun" ist vorbei und so haben die Vereinsmitglieder am Samstag damit begonnen, das Gelände wieder der Natur zu entreißen. So wurden die Wege und Außenplätze von Unkraut befreit. Eine zweite Kolonne hat sich der seit langen geplanten Aufgabe verschrieben, die alten Personenzüge aufzuarbeiten. Diese müssen abgeschliffen, ausgebessert, grundiert und lackiert werden, damit diese auch für die nächsten Jahre wieder ein Blickfang in der Ausstellung des Museums darstellen...

Alle Arbeiten wurden natürlich unter den gegebenen Hygienebedingungen mit Mundschutz und reichlich Abstand durchgeführt. So kann es nun zumindest erstmal weitergehen, so dass auch der Museumsbetrieb wieder aufgenommen werden kann.


Achtung!


Aufgrund der aktuellen Situation bleibt auch unser Museum bis einschließlich 02.05.2020 vorerst geschlossen. 


In der Hoffnung, dass sich die Pandemieä schnell eindämmen lässt und wir alle gemeinsam das normale Leben wieder genießen können, wünschen wir allen Besuchern, Gästen, Freunden und Kumpels alles Gute, Glück und Gesundheit.


Wir sehen uns nach 02.05.20 wieder....


Glück Auf


29.02 - 01.03.2020

6 BRAUEREIEN,
TOLLE BIERE,
EINMALIGE LOCATION,
KEINE FISIMATENTEN.

 


Das BRAUWERK SCHACHT 8 hat eingeladen, die besten Kumpels aus dem Pott und drumherum sind dabei und bringen ihre besten Biere mit in die authentische Zechenatmosphäre des Bergbaumuseums in Oer-Erkenschwick.

Leider alle wegAUSVERKAUFT!

Nur begrenzt verfügbar:BIERTASTINGS IM STOLLEN
MIT STEIGERFÜHRUNG:

Bei den GRUBENTASTINGS im authentischen Stollennachbau führt ein ehemaliger Reviersteiger Euch an seinen Arbeitsplatz, der für viele Jahrzehnte den Pott versorgte und den Malochern nach Schicht Durst auf Bier machte:

Ihr erfahrt Interessantes zu Kohleabbau, Technik und Anekdoten aus dem Zechenleben.

Damit niemand im Flöz dehydriert, finden an verschiedenen Stationen in dem über 200m langen Tunnel insgesamt 3 Biertastings mit wechselnder Brauereinen statt.


Das Team des Bergbau- und Geschichtsverein wünscht allen Freunden und Unterstützern einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020.
Das Team des Bergbau- und Geschichtsverein wünscht allen Freunden und Unterstützern einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020.


Das Museum ist wieder ab dem 08.01.2020 zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet.


03.12.2019 - Barbarafeier

In diesem Jahr haben sich die dem Bergbau und seiner Historie verschriebenen Vereine in Oer-Erkenschwick zusammengetan um eine Barbarafeier in der neuen Räumlichkeit, dem "Bergknappensaal", auf dem Gelände des Bergbaumuseum OE durchzuführen.

 

Neben einem ökumenischen Gottesdienst und etwas bergmännischem Liedgut des Sängerkreises der ehem. Grubenwehr BW Haard gibbet noch 'n kleinen Umtrunk und ne Wurst auffe Hand...

 

Wir freuen uns über Eure Teilnahme...



18.11.2019 Jahreshauptversammlung

Am Montag, den 18.11.2019 findet ab 19 Uhr die Jahreshauptversammlung des Bergbau- und Geschichtsverein in den Räumlichkeiten der Revierbude statt. Alle sind herzlich eingeladen, sich dort über den aktuellen Stand der Dinge, Mitgliederzahlen, Besucherzahlen des Museums, Spendenaufkommen der letzten 2 Jahre, sowie die grobe Termin- und Aktionsplanung für 2020 zu informieren. Wir hoffen auf reges Interesse und zahlreiche Teilnahme...



16. / 17. 11.2019

Craftbier-Tasting-Grubenfahrt

6 Craftbier-Brauereien aus der Region laden ein zum Verkosten. Im Stollen des Bergbaumuseums trifft Braukunst auf Bergbaukultur!

Glückauf!
Das BRAUWERK SCHACHT 8 hat eingeladen, die besten Kumpels aus dem Pott sind dabei und bringen ihre besten Biere mit in die authentische Zechenatmosphäre des Bergbaumuseums in Oer-Erkenschwick.
Mit Euch auf Grubenfahrt gehen die folgenden Brauereien:
MÜCKE - Craft Beer ausm Revier
fleuther
Läuterwerk
Hanno's
Winnis Brauwerkstatt GmbH
Brauwerk-Schacht8

 

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ab 21.10.2019

Edeka Spendenaktion 2019

Auch in diesem Jahr findet wieder die Edeka Spendenaktion statt. Unser Verein steht als möglicher Empfänger mit auf der Liste. Ihr könnt uns also mit jedem Einkauf unterstützen.


So geht´s:
Bei jedem Einkauf erhaltet Ihr pro 10,-€ Einkaufswert ...

 

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11.10.2019

Scheine für Vereine

Glück auf an den Verein vom Bergbau&Geschichtsmuseum Oer-Erkenschwick ! 1.000 Euro gehen bei "Scheine für Vereine" an euch. Alle Videos, inklusive Steigerlied 😍⚒, gibt es bei uns in der ➡️ Instastory!
 Und auch heute zum Wochenfinale ziehen wir wieder um 7:05 Uhr einen Verein.

Macht noch mit eurem Verein auf radiovest.de mit!