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Wir heißen Sie herzlich auf den Seiten des Bergbau- und Geschichtsmuseums Oer-Erkenschwick willkommen.

Entdecken Sie hier und vor Ort in unserem Lehrstollen die Geschichte des Bergbaus!

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Archiv 2007

Stimberg Zeitung vom 29.12.2007

Trauung "unter Tage" liegt im Trend

Wenn Peter Hadrys vom Bergbaumuseum heute um 13.30 Uhr zur "Grubenfahrt" läutet und eine Hochzeitsgesellschaft "unter Tage" führt, dann ist das ein besonderes Ereignis. Schließlich gibt sich das 100. Paar im ehemaligen Lehrstollen das Jawort.

Eheschließungen an ungewöhnlichen Orten liegen im Trend. Ob Leuchtturm, Schiff oder gar unter Wasser, die Trauungsstätte kann gar nicht ausgefallen genug sein. Davon profitiert auch das heimische Bergbaumuseum. Seit der Premiere am 5. Mai 2005 haben sich bis heute 99 Paare in der Grubenkulisse "getraut". Und die Standesbeamten Brigitte Placzek und Wilhelm Bulger können sich vor Anfragen kaum retten.

"Natürlich möchten viele Oer-Erkenschwicker aus Verbundenheit zum Bergbau im Lehrstollen heiraten. Aber wir haben auch Anfragen von Paaren aus Krefeld, Köln und sogar aus Süddeutschland, bei denen die Pütt-Tradition nicht im Vordergrund steht", berichtet Wilhelm Bulger. Er wird auch heute die Jubiläumstrauung vornehmen. "Die Atmosphäre im Bergbaumuseum ist immer etwas Besonderes. Alles läuft so wie damals unter Tage", weiß der Standesbeamte aus Erfahrung. Vor allem deshalb, weil die Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins den Hochzeitsgesellschaften nicht nur das "Grubengefühl" vermitteln, sondern auch einen kurzen Abriss über die Pütt-Historie in Oer-Erkenschwick geben.

Während die Trauungen im Bergbaumuseum eine gewisse Vorlaufzeit benötigen, können sich Heiratswillige auf dem Standesamt auch recht kurzfristig ehelich verbinden. Ein Service, der gerade zum Jahresende verstärkt in Anspruch genommen wird. Gestern zum Beispiel hat Wilhelm Bulger noch zwei Anmeldungen von Paaren entgegen genommen, die heute heiraten möchten.

So darf der Standesbeamte am heutigen Freitag gleich fünf Mal zur Tat schreiten. Im vergangenen Jahr gaben sich einige Paare sogar noch an Silvester das Jawort.

Die Standesbeamten sind daher für alle Fälle gerüstet. "Meinen guten Anzug habe ich immer dabei", berichtet Wilhelm Bulger. Einige Brautleute sind beim ersten Besuch im Rathaus überrascht, dass sie - wenn die Unterlagen komplett sind - noch am gleichen Tag heiraten können. Das ist kein Problem für Wilhelm Bulger. "Holen Sie schon mal Blumen für die Braut, derweil ziehe ich mich schnell um". Ein Satz, mit dem der Standesbeamte schon so manchen verdutzten Bräutigam überrascht hat...

-Ingrid Wolff-


Stimberg Zeitung vom 10.12.2007

Weihnachtsmäuse vom Schmied

Das Museumsgelände des Bergbau- und Geschichtsvereins zieht die Menschen nahezu magisch an. Und so konnten sich die Organisatoren des ersten Weihnachtsmarktes am "Ziegeleitor" am Wochenende auch über einen guten Besuch freuen.

"Die Premiere ist gelungen. Im nächsten Jahr wird es auf jeden Fall eine zweite Auflage geben", sagt Vereinsvorsitzender Markus Pliska.

Zusammen mit seinen Kollegen hatte er den Besuchern auch eine ganze Menge zu bieten. Vielleicht weniger das "klassischAuch weihnachtliche Holzbasteleien gehörten zum Angebot am "Ziegeleitor". Weihnachtliche", aber beispielsweise die Führungen durch das Museum unter Leitung von Peter Hadrys waren einmal mehr eine beliebte Attraktion.

Kaum noch bewegen konnte man sich auch in der Schmiede. Hier führte Reimer Gerts nicht nur anschaulich seine Handwerkskunst vor, er formte aus heißem Eisen vor den Augen zahlreicher Besucher auch kleine Nagetiere mit allen Details. "Richtige Weihnachtsmäuse. Die sind schön", meinte schließlich ein kleines Mädchen.

Die älteren Besucher nutzten ihren Aufenthalt auf dem Bergwerksgelände eher zu einem Vergleich mit der guten alten Zeit. Viele von ihnen hatten auf dem Gelände am "Ziegeleitor" ihre Lehrzeit absolviert. Und so sah man einige Ehemänner, Väter und Großväter, wie sie ihren Familienangehörigen erläuterten, wie es damals auf dem Pütt-Gelände ausgesehen hatte.

Am besten funktionierte das natürlich bei einem Glas Glühwein. Für das leibliche Wohl der Besucher unter der beleuchteten Seilscheibe war bestens gesorgt.

Einzig: Die Zahl der vorweihnachtlichen Verkaufsstände hätte größer sein können. Aber dafür gibt es ja die zweite Auflage im kommenden Jahr.

Den Besuchern hat es jedenfalls gefallen. Und gelegentlich hörte man ihn denn auch wieder. Gemeint ist der Gruß der Bergleute, der am Ort nur noch selten zu hören ist: "Glück auf!"

-Jörg Müller-


Stimberg Zeitung vom 08.12.2007

Attraktiver Weihnachtsmarkt unter der Seilscheibe

Der Bergbau- und Geschichtsverein veranstaltet am kommenden Wochenende erstmals im großen Rahmen einen Weihnachtsmarkt auf dem Museumsgelände am Ziegeleitor. Die Organisatoren versprechen den Besuchern eine stimmungsvolle adventliche Atmosphäre unter der Seilscheibe.

Wir haben ohne große Werbung 40 Stände, darunter hochwertige Warenangebote, zusammenbekommen", erklären Heinz-Werner Lotz und Werner Nilius vom Organisationsteam.

Der Weihnachtsmarkt, der übrigens zu einem festen Veranstaltungsangebot des Bergbau- und Geschichtsvereins werden soll, öffnet am Samstag, 8. Dezember, von 12 bis 21 Uhr und am Sonntag, 9. Dezember, von 10 bis 19 Uhr seine Pforten. Zudem können sich die Gäste am Samstag ab 18 Uhr auf Musik und Tanz unter der Seilscheibe freuen.

Am Sonntag singen die "Küchenmamsells" aus Waltrop für einen guten Zweck. Auch der Nikolaus, der für jedes Kind eine kleine Gabe im Gepäck hat, wird am Sonntag gegen 17 Uhr erwartet. Natürlich ist an beiden Tagen auch für das leibliche Wohl der großen und kleinen Besucher bestens gesorgt.

Während des Weihnachtsmarktes können die Gäste übrigens auch das Bergbaumuseum mit Lehrstollen und Bergarbeiter-Wohnung aus den 50er Jahren (wir berichten) besichtigen.

Schützenhilfe bekommt der Verein am Sonntag zudem von der Montangrundstücksgesellschaft, die die Bergehalde an diesem Tag für den Publikumsverkehr öffnet und Führungen anbietet. Danach ist erst einmal wieder Schluss mit der freien Begehung des Zechengeländes. Die endgültige Freigabe des Terrains soll erst im Frühjahr nächsten Jahres erfolgen.

Bergbau- und Geschichtsverein- Weihnachtsmarkt: 8. Dezember von 12 bis 21 Uhr und 9. Dezember von 10 bis 19 Uhr, Museumsgelände, Am Ziegeleitor


Stimberg Zeitung vom 26.11.2007

Bergbaumuseum zählt 4317 Besucher

Seit der Gründung des Bergbau- und Geschichtsvereins im Jahr 2001 hat das Museum am Ziegeleitor jedes Jahr mehr Gäste angezogen. Allein in 2007 Jahr haben sich 108 Gruppen mit insgesamt 4317 Besuchern im ehemaligen Lehrstollen umgesehen.

Zahlen, die Vorsitzender Markus Pliska während der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend in der "Revierbude" vorlegte. Darin nicht enthalten sind übrigens die Besucher der Maikundgebung. Offen ist natürlich auch noch, wie viele Oer-Erkenschwicker während des ersten "Weihnachtsmarktes unter der Seilscheibe" am 8. und 9. Dezember das Vereinsgelände betreten werden. Schließlich wird am Sonntag auch das Haldengelände zur Begehung geöffnet.

Vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Besucher-Zahlen werden Helfer gesucht, die ein bis zwei Museumsführungen pro Woche übernehmen möchten. "Unser Team hat seine Kapazitäten ausgeschöpft", weiß Markus Pliska über die engagierten Mitstreiter zu berichten.

Ab Januar 2008 wird im Bergbaumuseum übrigens Eintritt erhoben: Für Erwachsene kostet es zwei Euro, für Rentner 1,50 Euro, für Kinder ab sechs Jahre ein Euro. Gruppen ab zehn Teilnehmern zahlen 1,50 Euro pro Person. "Kindergartengruppen haben weiter freien Eintritt", erläutert Markus Pliska.

Bei den Vorstandsneuwahlen wurden alle Amtsinhaber einstimmig bestätigt. Als Vorsitzender fungiert weiter Markus Pliska, alsVorstand des Bergbau- und Geschichtsvereins Stellvertreter stehen ihm Achim Trautmann und Paul Kantak zur Seite. Schatzmeisterin bleibt Gabi Wojtkowski. Lehrstollen-Koordinator Peter Hadrys wird weiterhin von seinem Stellvertreter Friedrich Buresch unterstützt.

Das Amt des ausscheidenden Revisors Bodo Möbus übernimmt Andreas Krebs. Beisitzer sind Wolfgang Nilius, Wolfgang Kirchhöfel, Peter Wojtkowski, Dietmar Seemann, Jürgen Gottschlich, Heinz-Werner Lotz, Martin Ostdorf, Günther Lukas, Mansur Tascan, Bodo Möbus, Volker Seemann, Walter Mattes, Werner Köhler, Michael Seemann, Jörg Müller, Franz Idkowiak, Rolf Gatberg und Helmut Barschdorf.

Wer Führungen übernehmen oder den Verein anderweitig unterstützen möchte, kann sich mit Peter Hadrys, 02368 / 4696, in Verbindung setzen

-Ingrid Wolff-


Stimberg Zeitung vom 13.09.2007

"Gelsenkirchener Barock" ist erwünscht

Fleißig ist das Team des Bergbaumuseums immer. In den vergangenen fünf Jahren haben die Ex-Kumpel "unter Tage" im ehemaligen Lehrstollen alles auf Vordermann gebracht. Jetzt widmen sie sich dem "Über-Tage-Bereich" und richten eine typische Wohnung im Stil der 50er Jahre ein.

Auf rund 50 Quadratmetern sollen in der ehemaligen Schweißerei Küche, Wohnstube und Schlafzimmer entstehen. Ausgestattet mitEinblicke ins Kolonie-Leben Möbeln aus der Wirtschaftswunderzeit oder auch aus früheren Epochen. "Gelsenkirchener Barock ist ausdrücklich erwünscht", berichtet Dietmar Seemann.

Einige Schmuckstücke sind bereits am Ziegeleitor vorhanden: Eine Singer-Nähmaschine aus den 20er Jahren, die Dietmar Seemann im Sperrmüll entdeckt und die Uwe Kroes in mühevoller Kleinarbeit wieder betriebsfähig gemacht hat. Ein alter Küchenschrank mit den typischen Glas-Schütten für Mehl, Salz und Zucker muss noch restauriert werden. Eine Musiktruhe aus den 50ern weckt Erinnerungen. Stolz ist das Museumsteam auch auf einen Herd aus Uromas Küche, der - wie könnte es anders sein - natürlich über einen großen Kohlenkasten verfügt.

Um allerdings die Bergarbeiter-Wohnung komplett einrichten zu können, fehlen noch zahlreiche Stücke. Ob Schlafzimmermöbel, Stühle, Sofa oder Chaiselongue, Nierentisch oder Stehlampe, der Bergbau- und Geschichtsverein setzt auf Gaben aus der Bevölkerung. "Wer alte Möbel oder Dokumente hat, kann sich gern mit uns in Verbindung setzen. Viele werfen solche Dinge einfach weg, das ist zu schade", erklärt Vereinsvorsitzender Markus Pliska.

Aber nicht nur Möbelstücke werden gesucht, sondern auch andere Wohn-Accessoires. Gardinen und Tapeten mit Blümchenmuster, Bett- und Tischwäsche aus der Zeit, altes Ess- und Kochgeschirr sind ebenso willkommen. Schließlich soll die Stube ja so richtig heimelig wirken.

"Wir haben schon einige alte Fotos, die Einblicke in das Leben in der Zechenkolonie geben. Aber auch da freuen wir uns über weitere Zeit-Dokumente, die uns Privatleute zur Verfügung stellen" , erläutert Peter Hadrys.

Noch ist viel zu tun. Und da erfolgt ein weiterer Aufruf des Museumsteams: Wer immer helfen möchte, ob bei der Restaurierung der Möbel oder bei anderen Tätigkeiten, ist am Ziegeleitor immer gern gesehen. So wie Uwe Kroes, der Holzarbeiten zu seinem Hobby erkoren hat und jetzt den Verein unterstützt. Oder wie Sascha Wojtys und Sascha Schäfer, die zurzeit den Küchenschrank wieder herrichten.

Übrigens, einen ersten Blick auf die - jedoch noch nicht bezugsfertige - Wohnung können die Besucher am 8. und 9. Dezember beim Weihnachtsmarkt und "Tag der offenen Tür" auf dem Museumsgelände werfen.

-Ingrid Wolff-

Stimberg Zeitung vom 05.09.2007

Liebevolle Erinnerungen an den "Familienpütt"

Das Bergbaumuseum am Ziegeleitor hat schon viele Gäste gesehen. Aber keine, die so fachkundig durch den ehemaligen Lehrstollen gehen wie die zwölf Besucher, die sich gestern auf dem Gelände am Ziegeleitor umsahen.

Schließlich handelt es sich um ehemalige Aus- und Fortbildungsleiter, die unzähligen Generationen von Bergleuten das nötige Fachwissen beigebracht haben. Drei von ihnen sogar in der Lehrwerkstatt des Oer-Erkenschwicker Bergwerks Ewald-Fortsetzung. Daher ist es für Hans Lamfried, Klaus Danielczyk und Manfred Köppler eine besondere Reise in die Vergangenheit. Sie leiteten in den 80er und 90er Jahren die Ausbildungswerkstatt am Ziegeleitor. Und mit Horst Klemke, der 1966 als Maschinensteiger auf Ewald-Fortsetzung anlegte, kann Peter Hadrys vom Bergbau- und Gesichtsverein sogar einen ehemaligen Vorgesetzten begrüßen.

Dabei werden Erinnerungen wach - und zwar ausgesprochen liebevolle. "Die Zeche in Oer-Erkenschwick war immer ein Familienpütt", betont Manfred Köppler die außerordentlich enge Verbundenheit von Bergbau, Stadt und Bevölkerung in der Stimbergstadt. Der einstige Ausbildungsleiter und spätere PS-Direktor des Verbundbergwerks Blumenthal/Haard lobt den Zusammenhalt der Bergleute. Eine Erfahrung, die auch Hans Lamfried, der bis 1992 als letzter Ausbildungsleiter am Ziegeleitor tätig war, gemacht hat. "Wir hatten bis zu 300 Lehrlinge und es war wie in einer großen Familie", erklärt Lamfried. Und der Zusammenhalt funktioniert auch heute noch. So freut sich Klaus Danielczyk, der 1976 die Leitung der Grubenwehr auf Ewald-Fortsetzung übernahm, auf ein Treffen mit seinen ehemaligen Kameraden am kommenden Samstag.

Bei soviel Bergbau-Romantik dürfen natürlich drei Dinge nicht fehlen: das "Steigerlied", der obligatorische Schnaps und ein zünftiges "Glück-Auf"...

-Ingrid Wolff-


Stimberg Zeitung vom 03.09.2007

200 Gäste feiern am "Ziegeleitor"

Der Bergbau- und Geschichtsverein wird fünf Jahre alt. Rund 200 Gäste kamen am Samstag zum Ziegeleitor, um den Geburtstag gebührend zu feiern.

"Die Stimmung war toll, allerdings hätten wir gern noch mehr Besucher begrüßt", resümiert Vereinsvorsitzender Markus Pliska nach der ersten "Über-30-Open-Air-Party" am Ziegeleitor. Schließlich soll der Erlös der Veranstaltung der Bergbau-Stiftung zugute kommen. "Ob da noch was übrig bleibt, ist noch offen".

Dabei kamen die 200 Gäste voll auf ihre Kosten. Zum einen hatte Petrus ein Einsehen und hielt die Regenschleusen geschlossen. Zum andern konnte vor geschichtsträchtiger Zechen-Kulisse gefeiert werden. Nicht zuletzt trug auch die Party-Band "Seven Heaven" ihren Teil zur Feierstimmung bei.

"Wir werden auch weiterhin Veranstaltungen mit Live-Musik entweder unter freiem Himmel oder in der Revierbude anbieten", läßt sich Markus Pliska nicht entmutigen und hofft in Zukunft auf mehr Resonanz.

Ein Prosit auf den Bergbau- und Geschichtsverein: Die Gäste ließen das "Geburtstagskind" hochleben. Für tolle Tanz-2007-09-03-sz-01 und Fetenstimmung sorgte einmal mehr die Band "Seven Heaven".
-FOTOS: WOLFF

Für den Bergbau- und Geschichtsverein kann der Vorsitzende nach fünf Jahren eine durchweg positive Bilanz ziehen. "Wir sind stolz darauf, was wir auf dem Vereinsgelände auf die Beine gestellt haben", lobt Pliska das fleißige Team ehemaliger Bergleute, das das Museum am Ziegeleitor zu einem historischen Schmuckstück gemacht hat.

2007-09-03-sz-02Und es geht weiter: "Als nächstes werden wir alles daran setzen, dass das Fördergerüst auf dem Zechengelände nicht weiter verfällt", erklärt Markus Pliska. Der Verein sucht noch Mitstreiter, um die "letzte Landmarke" Oer-Erkenschwicks zu erhalten.

 

 

 

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Feierstimmung war angesagt: Schon bei den ersten Musikstücken klatschten die rund 200 Besucher begeistert mit.

-iwo-

Stimberg Zeitung vom 03.09.2007

Gemeinsamer Blick in die Geschichte

Heimat- und Bergbauverein wollen in Zukunft stärker zusammenarbeiten / Vorträge in der "Revierbude" geplant

Zwei Vereine haben sich in der Stimbergstadt der Historie verschrieben. Während der Oerer Verein für Orts- und Heimatkunde auf eine lange Tradition zurückblicken kann, besteht der Bergbau- und Geschichtsverein erst seit fünf Jahren.

Gleichwohl streben die Vereine für die Zukunft einen gemeinsamen Blick in die Stadtgeschichte an. Wie am vergangenen Samstag bei einem Besuch des Heimatvereins im Bergbaumuseum anklang, soll verstärkt kooperiert werden. Angedacht ist zum Beispiel. Vorträge und Lehrabende des Heimatvereins in der "Revierbude" am "Ziegeleitor" zu veranstalten.

"Unser Museumsbesuch ist ein erster Schritt in Richtung Zusammenarbeit", erläutert Hubert Gährken, Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde. Dass die Besuchergruppe mit zwölf Teilnehmern recht klein ausfiel, liegt übrigens nicht an mangelndem Interesse der Heimatfreunde am Bergbau. Im Gegenteil: "Die meisten unserer Mitglieder haben sich das Museums bereits vorher angesehen", erklärt Hubert Gährken.

Auch Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, begrüßt die Zusammenarbeit: "Schließlich hat der Bergbau die Geschichte der Stadt geprägt. Ohne die Zeche würde es Oer-Erkenschwick gar nicht geben".Lehrstollen-Loordinator Peter Hadrys mit Gästen

Gingen mit Peter Hadrys (r.) vom Bergbau- und Geschichtsverein auf "Grubenfahrt". Die Mitglieder des Oerer Vereins für Orts- und Heimatkunde.
-FOTO: WOLFF

-Ingrid Wolff-


Stimberg Zeitung vom 11.08.2007

Konzert-Reinerlöß fließt in Stiftung für Bergbauprojekte

"Seven Heaven" spielt am 1. September am Ziegeleitor

Fünf Jahre ist es her, da nahm der Bergbau- und Geschichtsverein offiziell seine Arbeit auf. Seitdem wird kräftig geschuftet auf dem Gelände am Ziegeleitor. Am 1. September allerdings darf auch mal kräftig gefeiert werden.

Der Titel der Veranstaltung klingt vielversprechend. Für das "1. Über-30-Open-Air-Konzert" am Bergbaumuseum erhoffen sich die Organisatoren eine große Gästeschaar und natürlich passendes Wetter. (Einlass ab 18.30 Uhr, Programmbeginn: 19.00 Uhr.)

"Den klassischen Tag der offenen Tür werden wir auf den 8. und 9. Dezember verschieben, wenn wir unseren Weihnachtsmarkt durchführen", erläutert Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins. Auch die IGBCE-Ortsgruppe Oer-Erkenschwick ist in die Organisation eingebunden, Vorsitzender Volker Seemann hatte bei der gestrigen Vorstellung des Programms eine Überraschung parat. Jedes Ortsgruppen-Mitglied bekommt eine ermäßigte Karte und zahlt nur drei Euro.

Der "normale" Preis für die Feier am Ziegeleitor beträgt fünf Euro im Vorverkauf und sechs Euro an der Abendkasse. Tickets gibt es ab sofort im Bergbaumuseum, im IGBCE-Jugendtreff am Ziegeleitor und im Rathaus.

Gleich doppelt kann sich der Oer-Erkenschwicker Andreas Artmann auf den 1. September freuen. Die Revier-Arbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung (REVAG), deren stellvertretender Geschäftsführer er ist, unterstützt die Veranstaltung. Und als Musiker steht Artmann mit der Band "Seven Heaven" an diesem Abend auf der Bühne.

Der Reinerlös fließt in die von Bürgermeister Achim Menge initiierte Stiftung, die zukünftig Projekte zur Bergbautradition unterstützen soll. Das Stadtoberhaupt hatte auch jüngst anlässlich der Feierlichkeiten zu seinem 60. Geburtstag statt Geschenken um Spenden für die Stiftung gebeten.

Unterdessen wurde an der Revierbude gestern fleissig weitergearbeitet. Ein neuer Fußboden sorgt für mehr Wärme und besseres Tanzgefühl.2007-08-11-sz

Freuen sich auf die Konzertveranstaltung am 1. September: Volker Seemann (IGBCE Oer-Erkenschwick), Markus Pliska (Bergbau- und Geschichtsverein), Bürgermeister Achim Menge und Andreas Hartmann (REVAG, v.l.)
-FOTO: BÖRGER

-job-


Stimberg Zeitung vom 01.08.2007

"Grubenfahrt" mit der Taschenlampe

Auf die Hüpfburg und die beliebte Fahrradtour wurde witterungsbedingt verzichtet. Ansonsten ließen sich die Mitglieder der IGBCE-Ortsgruppe Oer-Erkenschwick ihre gute Laune nicht vermiesen und feierten trotz Regenschauer die sechste Auflage des Sommer- und Familienfestes.

Sommerfest 2007Und so zeigte sich der Vorsitzende Volker Seemann auch sichtlich zufrieden, als er am frühen Nachmittag bereits mehr als 100 kleine und große Gäste auf dem Gelände des Bergbau- und Geschichtsvereins begrüßen konnte. Dabei werden vor allem die Kinder, den Tag so schnell nicht vergessen. Mit Helm, schwarzem T-Shirt und Taschenlampe ausgerüstet, erlebten sie den Pütt bei einer "Grubenfahrt" hautnah. "Ist das da unten wirklich so dunkel?", fragten sie Friedrich Buresch und Dietmar Seeman nicht nur einmal.

Die beiden ehemaligen Kumpel hatten sich während der Führung durch das Bergbaumuseum eine Menge einfallen lassen. Kurz vor dem Ende der "Grubenfahrt" mussten sich die Kinder sogar die Ohren zuhalten. Dietmar Seemann "warf" den Bohr- und den Abbauhammer an, die reichlich krach machten. Als kleine Erinnerung durften die Jungen und Mädchen die Taschenlampe sogar behalten. Ob das wohl der Grund war, warum ein keines Mädchen sagte: "Im nächsten Jahr komme ich wieder..."

 

-mipa-


Stimberg Zeitung vom 05.07.2007

Drahtseil-Akt sorgt für viel Schweiß /
Tag der offenen Tür lockt ins Bergbaumuseum

Die ehemaligen Kumpel haben schon unzählige Arbeitsstunden in ihr Museum gesteckt. Und auch fünf Jahre nach der Gründung des Bergbau- und Geschichtsvereins ist ein Ende der Maloche für Lehrstollen-Koordinator Peter Hadrys und seine Mitstreiter nicht in Sicht.

Im Gegenteil: Noch in dieser Woche wird auf dem Gelände am Ziegeleitor ein schweres Stahlseil eintreffen, das schon lange Zeit ganz oben auf der Wunschliste der Bergleute steht. "Die Seilscheibe haben wir ja schon vor einiger Zeit aufgestellt, jetzt bekommen wir auch das entsprechende Seil", freut sich Friedhelm Buresch über die Gabe vom Bergwerk Auguste-Victoria.

Doch es wird kein Zuckerschlecken sein, das "Schwergewicht" an der richtigen Stelle zu platzieren.

Einen kleinen Vorgeschmack erhalten an diesem Tag Jürgen Gottschlich, Rolf Gatberg und Erich Brünig. Mit vereinten Kräften hieven sie ein drei Meter langes Probe-Exemplarauf ihre Schultern. Sie kommen mächtig ins Schwitzen. Das liegt vielleicht auch daran, weil sie wissen, dass das angelieferte Seil 20 Meter lang ist und einige Zentner wiegt.

Noch hat das Förderrad (im Hintergrund) kein Stahlseil. Das wollen Jürgen Gottschlich, Rolf Gatberg und Erich Brünig2007-07-05-sz-01 (v.l.) ändern. Ein etwa drei Meter langes Probestück halten sie bereits in den Händen, um zu sehen, wie man es am besten nach oben transportiert.

Wie man es genau bewegen wird, ist indes unklar. Fest steht nur, es muss spätestens am Samstag, 01. September, alles an seinem Platz sein. Mit einem Tag der offenen Tür feiert der Verein dann sein fünfjähriges Bestehen.

"Mit einem großen Programm für Kinder und einem Konzert", erklärt Hadrys, der 36 Jahre unter Tage tätig war. Das Fest für die ganze Familie beginnt um 11 Uhr, ab 19.30 Uhr spielt die Band "Seven Heaven". Die "Revierbude" sollen die Besucher dann ebenfalls in Augenschein nehmen. Doch auch hier wartet auf die Kumpel noch jede Menge Arbeit. Der komplette Boden wird erneuert. Buresch: "Gerade im Winter ist der Betonboden einfach zu frostig. Hier müssen wir unbedingt tätig werden." Die Besucher werden es gerne hören.

2007-07-05-sz-02Lehrstollen-Koordinator Peter Hadrys (r.) bei einer Einzelführung mit Alfons Stauner. Der Gast ist extra aus Bergkamen angereist, um sich über die Bergbaugeschichte in Oer-Erkenschwick zu informieren.
-FOTOS: PATERNOGA

-Michael Paternoga-


WAZ vom 29.06.2007

Trip in die Bergbauwelt

Stollen spiegelt Alltag authentisch wieder

Langsam sterben die Leute aus, die aus eigener Erfahrung berichten können, was Bergmänner unter Tage anstreben, was passiert, wenn das Hangende runterfällt und wozu ein Blindschacht gut ist.

Das Bergbaumuseum in Oer-Erkenschwick tritt an, die Erinnerung an diesen Teil der Geschichte des Ruhrpotts zu bewahren. In einemViel zu sehen gibt es für Jung und Alt im Bergbau- und Geschichtsmuseum in der Stimbergstadt.(FOTO: WAZ) ehemaligen Lehrstollen hat der Bergbau- und Geschichtsverein eine ganze Menge Bergbau-Werkzeuge, Ausrüstungsgegenstände und Fotos zusammengetragen. Der Untertage-Grubenbau wurde quasi übertage nachgestellt, mit ausrangierten Geräten, unter anderem einer Lok, und Maschinen, die vor einigen Jahren noch Kohle hobelten. Viele Ausstellungsstücke stammen original aus der Zeit, als Azubis hier ihren Beruf erlernten.

Mittlerweile steht das Bergbaumuseum auch für Hochzeiten zur Verfügung - für den, dem das Standesamt-Ambiente nicht originell genug ist.

Info: Museum für Bergbau- und Geschichte, Am Ziegeleitor 11, Oer-Erkenschwick, geöffnet mittwochs und samstags von 10-14 Uhr. Weitere Termine können vereinbart werden: 02368/4696

-tu-

Stimberg Zeitung vom 02.05.2007

"Friedliche Besetzung ist nun legalisiert"

Die Zukunft des Bergbaumuseums auf dem Gelände der ehemaligen Ausbildungsabteilung des früheren Bergwerks Haard ist gesichert. Seit Montagmorgen ist die Stadt Oer-Erkenschwick Eigentümerin des Geländes und der Gebäude.

"Uns saß schon immer die Angst im Nacken, dass ein künftiger Investor mit der Abrissbirne anrückt. Das ist nun gottseidank vorbei", freut sich Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins.

Freuen sich über die nun abgesicherte Zukunft "ihres" Bergbaumuseums: Diese Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins.Zuvor hatten Bürgermeister Achim Menge und Prof. Hans-Peter Noll, Chef der Montan-Grundstücksgesellschaft (MGG), den Kaufvertrag im Beisein von Alt-Bürgermeister Clemens Peick sowie Vertretern einiger Ratsfraktionen unterzeichnet. Gelände und Gebäude wechseln - wie bereits berichtet - für den symbolischen Preis von einem Euro den Besitzer.

Achim Menge: "Der Bergbau- und Geschichtsverein bleibt natürlich Mieter der Liegenschaft. Schön ist, dass wir nun auch Eigentümer des Fördermaschinenhauses mit der historisch bedeutsamen Fördermaschine sind. Bislang konnten wir das Gebäude abdichten, die Tauben und der Dreck sind beseitigt. Jetzt gilt es, Fördermittel für die Restaurierung aufzutreiben."

Prof. Dr. Noll zollte vor allem den Mitgliedern des Bergbau- und Geschichtsvereins Respekt: "Hier auf dem Gelände wurde außerordentliches geleistet. Entstanden ist ein Ort von wirklich schon überregionaler Bedeutung. Und jetzt ist quasi die friedliche Besetzung von vor einigen Jahren legalisiert worden. Das ist aber nicht nur für den Verein eine tolle Sache, denn ich gehe davon aus, dass das Bergbaumuseum eine Keimzelle für den gesamten Standort ist."

Der Standort, das ist die knapp 65 Hektar große Zechenbrache, für die die MGG der Kommunalpolitik jüngst ihr neues Nutzungskonzept vorstellte. Wie bereits berichtet sollen vorwiegend Wohnhäuser in den Randbereichen des Areals entstehen. Teile des Geländes bleiben einer künftigen, wohnungswirtschaftlichen Nutzung vorbehalten.

Noch vor Jahren wurde ein mögliches Pferdesport- und Freizeitzentrum favorisiert. Ein Investor ließ sich aber nicht finden. Der jetzige Plan wird allgemein als "machbar" eingestuft.

-Jörg Müller-


Stimberg Zeitung vom 30.04.2007

Bergbaumuseum gehört der Stadt

Die Zeiten, als man sich beim Bergbau- und Geschichtsverein Sorgen um die Zukunft machen musste, sind vorbei. Der Stadtrat segnete jetzt den Grundstückskaufvertrag mit der Montan-Grundstücksgesellschaft (MGG) ab.

Offiziell unterzeichnet wird das Dokument am kommenden Montag. Danach ist die Stadt Eigentümerin des Geländes und der Gebäude der ehemaligen Ausbildungsabteilung der früheren Zeche.

Dort haben in den zurückliegenden Jahren die Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins in unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit ein mehr als respektables Bergbaumuseum geschaffen, dass an die industriellen Wurzeln der Stimbergstadt erinnert und das Berufsbild des Bergmanns nicht in Vergessenheit geraten lässt.

Mit dem Kauf zum symbolischen Preis von einem Euro herrscht für die Geschichtsvereinsmitglieder nun Planungssicherheit. Gelände und Gebäude werden auch in der Zukunft ihren Verwendungszweck behalten. Und zwar unabhängig davon, was mit den weiteren MGG-Flächen in diesem Bereich passiert.

Ebenfalls für einen Euro wird die Stadt das frühere Fördermaschinenhaus erwerben. Der Rat stimmte zu, das Haus und insbesondere die bergbau-historische Fördermaschine für künftige Generationen erhalten zu wollen. Genaue Vorhabenpläne wollen Stadt und MGG zu Beginn der nächsten Woche erläutern.

-Jörg Müller-


Stimberg Zeitung vom 09.04.2007

Aus der Halle ins Museum

Hoher Besuch beim Bergbau- und Geschichtsverein am Ziegeleitor: Der Chef der Montan-Grundstücksgesellschaft ist gekommen, der Bürgermeister und viele weitere Ehrengäste. Auf historischem Boden geht es um "alte Zeiten".

32 Jahre ist es her, da hatten Kumpel der Schachtanlage Ewald-Fortsetzung im Flöz Sonnenschein einen versteinerten Baumstamm aus dem Karbonzeitalter entdeckt. Rund 260 Millionen Jahre alt ist der Baum, damals wurde der etwa zwei Meter lange und rund eine Tonne schwere Steinkern des Schuppenbaums an die Oberfläche gebracht und anschließend in der Lohnhalle des Bergwerks ausgestellt.

Jetzt wurde das Exemplar durch MGG-Geschäftsführer Prof. Dr. Hans-Peter Noll und Bürgermeister Achim Menge an denZur Übergabe des Schupppenbaums kamen auch MGG-Chef Prof. Dr. Hans-Peter Noll (r.) und Bürgermeister Achim Menge in den Lehrstollen Vorsitzenden des Bergbau- und Geschichtsvereins, Markus Pliska, übergeben. Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes hatten den Baumstamm mit einer Transportmanschette gesichert und mit einem Kleinbagger aus der ehemaligen Lohnhalle herausgeschafft und dann mit einem Gabelstapler ins rund 300 Meter entfernte Museum transportiert.

"Wir freuen uns, dass wir künftig diesen urzeitlichen Schuppenbaum neben den zahlreichen anderen Erinnerungsstücken an den Bergbau präsentieren können", meinte Markus Pliska. MGG-Chef Prof. Noll sieht in der Übergabe ein "gutes Zeichen für die weitere Entwicklung am Standort Oer-Erkenschwick." Dafür gebe es derzeit auch weitere positive Ansätze, wie Noll und der Bürgermeister bekräftigten. Konkretere Planungen würden zudem in der Ratssitzung am 26. April vorgestellt.

 

 

 

-Jochen Börger-


WAZ vom 11.01.2007

Mitstreiter willkommen

Mit Volldampf startet der Bergbau- und Geschichtsverein ins neue Jahr. Vorsitzender Markus Pliska und seine Mitstreiter haben sich viel vorgenommen, um die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.

Dazu zählen einige Neuerungen. So wird erstmals ein Ostermarkt, der am Samstag/Sonntag im Museumsbereich stattfindet, ins Programm aufgenommen. Wer sich mit Ständen beteiligen möchte (private und gewerbliche Anbieter), kann sich bei Werner Nilius melden. Wie gehabt findet wieder das Osterfeuer statt. Ein Weihnachtsmarkt am Museum mit Ständen ist für 1. Dezember geplant, Projektleiter ist ebenfalls Werner Nilius.

Ein Jubiläum wird am 1. September gefeiert: Vor fünf Jahren eröffnete das Museum. Dazu lädt der Verein zum Tag der offenen Tür mit viel Programm.

Das ist noch Zukunftsmusik, ganz aktuell steht in gut zwei Wochen das Theaterstück "Wir hau'n die Männer in die Pfanne" an: Am 27. Januar um 19 Uhr führt die Gruppe "Bühnen-Echo" in der "Revierbude" am Bergbaumuseum den munteren Polit-Schwank in drei Akten auf. Karten im Vorverkauf zum Preis von 8 Euro gibt es im Büro der SPD, die gemeinsam mit dem Bergbau- und Geschichtsverein das Theaterstück organisiert. Der Reinerlös kommt dem Verein zugute.

Der kann das Geld gut gebrauchen. So ist neben den oben genannten Veranstaltungen unter anderem geplant, den Betonfußboden der "Revierbude" mit Holz auszulegen. Dadurch soll es noch gemütlicher werden für die Besucher und die mittlerweile 166 Mitglieder. Mitstreiter sind übrigens jederzeit willkommen, z.B. für Führungen (dafür ist bergmännisches Wissen hilfreich). Ein weiteres Augenmerk des Vereins liegt auf dem Lehrstollen und dem Maschinenhaus: Die Gespräche der Stadt mit dem jetzigen Eigentümer, der Montan-Grundstücksgesellschaft, sind "auf gutem Wege", so Stadtsprecher Peter Raudszus.

-Ralf Drews-

Stimberg Zeitung vom 09.01.2007
"07.07.07" - "Wir sind gerüstet"


Der Tag der Hochzeit soll ein besonderer sein. Und wenn das Datum auch noch ein besonderes ist, umso schöner. Der 7. Juli 2007 naht - das Standesamt ist gerüstet.

Seit gestern können sich Heiratswillige für "07.07.07" anmelden, um an diesem Tag den Bund der Ehe zu schließen. "Es gab zwar schon erste Anfragen, den ganz großen Zulauf aber noch nicht", sagt Wilhelm Bulger.

Doch weil der 7. Juli 2007 auf einen Samstag fällt, rechnet der Standesbeamte schon mit einem guten Zuspruch. "Wenn wir mit zwei Standesbeamten an diesem Tag arbeiten sollten, können wir wohl acht bis neun Trauungen vornehmen", meint Bulger. Man werde auf jeden Fall flexibel agieren und bei Bedarf auch die Räumlichkeiten des Bergbau- und Geschichtsvereins am Ziegeleitor nutzen.

Das Angebot, sich in der ehemaligen "Pütt"-Kulisse das Jawort geben zu können, erfreut sich längst großer Beliebtheit. "Ich erinnereHochzeit mich noch an den 05.05.2005, als wir dort die ersten drei Hochzeiten vornahmen", sagt Wilhelm Bulger und freut sich, dass der Ort so gut angenommen wird. Denn inzwischen haben über 50 Hochzeitspaare dort den Bund fürs Leben geschlossen. "Die Kooperation mit dem Bergbau- und Geschichtsverein funktioniert sehr gut", lobt Wilhelm Bulger. "Die Brautpaare können sich die Räumlichkeiten vorher anschauen und auch den Veranstaltungsraum nutzen. Das Konzept hat sich bewährt."

Konstant geblieben ist die Zahl der Hochzeiten in Oer-Erkenschwick - und zwar auf das Paar genau. 126 Eheleute haben sich im Jahr 2005 das Jawort, in 2006 waren es ebenfalls 126.

Woran das liegt, kann Standesbeamter Bulger nur erahnen. "Vielleicht ist ein Grund, dass man den familiären Charakter bei solchen Anlässen in Oer-Erkenschwick schätzt." Und auch das Angebot im Lehrstollen hat natürlich dazu beigetragen, dass die Zahl konstant bleibe.

Was in benachbarten Städten nicht immer der Fall ist. Beispiel Waltrop: Dort gab es im vergangenen Jahr nur noch 97 Eheschließungen, in 2005 waren noch 117 vermerkt. Als neue Trauorte sind dort jetzt auch noch das "Manufactum" sowie das Hebewerkmuseum im Gespräch.

-job-

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 03. September 2011 um 20:47 Uhr

 

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