Deutsche Steinkohle AG 2004
Bergbau- und Geschichtsverein Oer-Erkenschwick
eröffnet Museum
Rund 1.000 Gäste waren schon bei der Premiere begeistert: Der Bergbau- und Geschichtsverein Oer-Erkenschwick eröffnete auf dem Gelände der Schachtanlage Ewald-Fortsetzung im ehemaligen Ausbildungsbereich sein eigenes Museum. "Übrigens das erste Museum in Oer-Erkenschwick überhaupt!" wie Markus Pliska, der Vorsitzende des Vereins, gerne betont.
Einige Meter weiter auf dem ehemaligen Zechengelände kreist die Abbruchbirne und schafft Platz für Neues. Doch der ehemalige Lehrstollen, ein übertägig nachgestellter Grubenbau, bleibt davon verschont. Auf rund 200 Meter Strecke bauten die Mitglieder des Vereins, darunter auch viele aktive und inaktive Mitarbeiter der DSK, den großen Museumspfad auf. Unterstützung gab es auch von der DSK. Ausrangierte Geräte, darunter auch eine Untertage-Lok, stellte das Unternehmen zur Verfügung. Vieles im Stollen war noch aus der Zeit erhalten, als in der Strecke noch die Azubis für den Beruf trainierten, doch an Arbeit hat es den Mitgliedern in den vergangenen Monaten trotzdem nicht gemangelt. Besonders bemerkenswert: Der Bergbau- und Geschichtsverein hat sich erst im vergangenen November gegründet und in Windeseile schon für den ersten Höhepunkt in der Vereinsgeschichte gesorgt.
WAZ vom 22.11.2004
Kunst trifft auf Arbeitswelt
Besucher begegnen beim Stollenfest Kultur und Stadtgeschichte
Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, ärgerte sich am Wochenende gleich zwei Mal.
Am Samstag darüber dass das nasskalte Wetter das Stollenfest trübte. Und am Sonntag darüber, dass der strahlend blaue Himmel nicht am Samstag zu sehen war. Dennoch das Stollenfest hat das Zeug, zu einer festen Größe in der Stimbergstadt zu werden. Im Laufe des Tages kamen nach und nach einige hundert Besucher, um die einmalige Atmosphäre, die mittlerweile von der Einrichtung ausgeht, zu genießen.
Denn es hat sich viel getan. Die Arbeiten im Museum sind so gut wie abgeschlossen. Die Revierbude ist zu einem gemütlichen Treffpunkt geworden. Überall begegnet dem Besucher die Arbeitswelt vergangener Tage sowie Kunst und Geschichte. Da fügten sich auch die alten Handwerkskünste, wie die des Glasbläser Jörg Hanowski und die des Handarbeitskreis um Hannelore Häckel nahtlos ein.
Gebannt schauten Eltern und Kinder dem Glasbläser in den neuen Ausstellungsräumen zu, wie unter seinen geschickten Händen sich lange Glasröhren in Trinkkelche verwandelten.
Ein fast vergessenes Handwerk wie das Klöppeln demonstrierte die Handarbeitsgruppe. Das Klöppeln einst ein wenig belächelt wird heute wieder bestaunt.
Draußen waren Stände aufgereiht an denen weihnachtliche Gestecke und andere Dinge feil geboten wurden.
Doch bei dem nasskalten Nieselwetter verweilten die Besucher nur kurz draußen. Dafür war es in der Revierbude muckelig warm, voll und vor allem gemütlich.
Der Bergbau- und Geschichtsverein will weiter an dem Stollenfesttermin im November festhalten. Pliska: "Im Juli regnet es auch."
-CD-
Stimberg Zeitung vom 22.11.2004
Stollenfest lockt zahlreiche Besucher zum Ziegeleitor
"Was ihr hier geschaffen habt, ist wirklich ganz toll für unsere Region. Ihr bewahrt nicht die Asche auf, ihr sorgt dafür, dass die Glut nicht erlischt." Die Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins haben die Worte von Landrat Jochen Welt während des Stollenfestes mit Freude zur Kenntnis genommen. Denn es beweist: Die Arbeit, die die Mitstreiter um Markus Pliska in vielen ehrenamtlichen Stunden investiert haben, wird anerkannt.
Und das nicht nur vom obersten Kreis-Politiker, sondern auch von der Bevölkerung. Dies wurde am Samstag einmal mehr deutlich, als sich wieder mehrere hundert Oer-Erkenschwicker auf den Weg zum ehemaligen Lehrstollen machten. Dort hatten die Ex-Kumpel wieder ganze Arbeit geleistet und ein abwechslungsreiches Programm zum Stollenfest präsentiert. Davon überzeugte sich auch Bürgermeister Achim Menge, der während eines Rundgangs viele Attraktionen in Augenschein nahm. So konnte er auch dem Schmied Reimer Gehrts und dem Glasbläser Jörg Hanowski beim Entstehen von kleinen Kunstwerken über die Schulter schauen.
"Das Wetter hätte natürlich etwas besser sein können, aber darauf haben wir nun einmal keinen Einfluss", sagte Pliska, der aber auch im kommenden Jahr auf dem November setzt, um den Verein beim Stollenfest zu präsentieren. Die Organisatoren überlegen allerdings, im Sommer eine ähnliche Veranstaltung auf die Beine zu stellen.
-mipa-
WAZ vom 19.11.2004
Revierbude wird Trausaal
Bürgermeister Hans-Joachim Menge war zu Gast bei der Jahreshauptversammlung des Bergbau- und Geschichtsvereins. Und er kam nicht mit leeren Händen.
Er brachte den Entwurf einer Vereinbarung mit. Danach können sich im neuen Jahr im Bergbau- und Geschichtsmuseum Ehepaare trauen lassen, wenn sie es wollen. "Eine prima Sache," freute sich der Vorsitzende Markus Pliska mit den anderen Mitgliedern des Vereins.
Einige Städte verfügen bereits über besondere "Trausäle" jenseits der Standesräume in den Rathäusern. Die Revierbude biete sich als Standesamtseinrichtung an. Der Bergbau- und Geschichtsmuseum im ehemaligen Leerstollen am Ziegeleitor habe für die Stadt eine besondere Bedeutung und sei ein Anziehungspunkt für Besucher der Stadt.
Dazu müsse aber die Nutzungsänderung unter Dach und Fach gebracht werden. Pliska erklärte auf der Versammlung, dass die Arbeiten dazu zu 95 Prozent abgeschlossen seien. Die Auflagen für den Museumsbetrieb würden bald erfüllt sein und dann feste Öffnungszeiten eingerichtet.
-CD-
Stimberg Zeitung vom 19.11.2004
Zum "Ja" können Paare bald "Glück Auf" sagen
Die Überraschung war perfekt: Zur Mitgliederversammlung des Bergbau- und Geschichtsvereins Oer-Erkenschwick hatte Bürgermeister Achim Menge eine gute Nachricht parat. Denn ab Mitte 2005 sind in dem ehemaligen Lehrstollen der Schachtanlage Blumenthal-Haard standesamtliche Trauungen möglich.
Wenn in seiner nächsten Sitzung der Rat der Vorlage der Verwaltung zustimmt, geht für die Initiatoren des Bergbaumuseums ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Die Entscheidung ist von besonderer Bedeutung. Denn erstmals in der Stadtgeschichte gibt es dann die Möglichkeit für die Standesbeamten, auch außerhalb der Diensträume Trauungen durchzuführen.
Termine für Trauungen werden nur in Absprache mit dem Verein und dem Standesamt möglich sein. Geplant sind dafür alle Werktage, ein Samstag im Monat oder an einem besonderen Datum wie dem 06.06.06.
Beim Verein jedenfalls herrschte über die Nachricht aus dem Rathaus große Freude. Aber auch der Standesbeamte Wilhelm Bulger ist sicher, dass die Trauungen im Bergwerksstollen eine Attraktion werden. Bei der Mitgliederversammlung am Mittwochabend gab es einen weiteren Grund zur Freude für den Verein. So wuchs die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr um weitere 20 auf insgesamt 138 an. Vorsitzender Markus Pliska berichtete über die Veranstaltungen im abgelaufenen Berichtsjahr und lud zum morgigen "Stollenfest" ein. Im Amt bestätigt wurde Kassenprüfer Michael Seemann. Er erhielt für eine weitere Amtszeit das Vertrauen der Versammlung.
-Friedrich Pieper-
WAZ vom 21.10.2004
Rund um den Stollen wird es im November festlich
Gäste aus der Region werden erwartet
Die Resonanz 2003 war riesengroß. Zum Stollenfest in diesem Jahr dürften kaum weniger Menschen anreisen.
Der Bergbau- und Geschichtsverein Oer-Erkenschwick und die Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung (REVAG) laden am Samstag, 20. November, ab 11 Uhr dazu ein. Allein daran, dass die REVAG mit im Boot sitzt, erkennt man die überregionale Bedeutung des Festes, zu dem auch diesmal Gäste aus dem gesamten Bereich der Organisation, der von Dortmund bis Moers reicht, anreisen dürften.
Ihnen wird dann auch eine Menge geboten. Diesmal konzentriert an einem Tag. Im vergangenen Jahr wurde an zwei Tagen gefeiert, "aber das war für die Helfer ganz schön anstrengend", erklärte Markus Pliska. Der Vorsitzende des Bergbau- und Geschichtsvereins und Wolfgang Grewe von der REVAG stellten die Pläne für das Stollenfest gestern vor.
Eine der Attraktionen wird wieder der Schmied Reimer Gehrts sein, dem man bei der Arbeit zuschauen kann. Gleichzeitig konnten die Organisatoren mit Jörg Hanowski einen schon mehrfach ausgezeichneten Glasbläser gewinnen, der sich ebenfalls bei seinem Handwerk über die Schulter schauen läßt.
Dann gibt es Musik, Filmvorführungen, kann man den früheren Lehrstollen besichtigen, eine Ausstellung der REVAG-Geschichtskreise bewundern oder über einen Kunstmarkt bummeln, für den auch noch Aussteller gesucht werden. Alle Kinder sind um 17.30 Uhr zu einem Laternenumzug eingeladen, bei dem eine Überraschung versprochen wird.
Bis 20 Uhr soll das Fest dauern, unter Umständen auch etwas länger.
-Rea-
Stimberg Zeitung vom 21.10.2004
Ausstellungen locken zum zweiten Stollenfest
Bereits im vergangenen Jahr war das vorweihnachtliche Stollenfest am Oer-Erkenschwicker Bergbaumuseum (Am Ziegeleitor) ein voller Erfolg. Grund genug für die Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung (REVAG) und den Bergbau- und Geschichtsverein für eine Neuauflage zu sorgen. Und die soll am Samstag, 20.November, stattfinden.
"Wir können den Besuchern, die wir übrigens aus der gesamten Region erwarten, erneut eine Menge bieten", warben gestern REVAG-Geschäftsführer Wolfgang Grewe und Bergbauvereinsvorsitzender Markus Pliska für die Veranstaltung. So sind zwischen 11 und 20 Uhr eine große Bergbauausstellung der REVAG-Geschichtskreise, eine Fotoausstellung, Schmiede- und Glasbläserarbeiten, Filmvorführungen und ein kleiner Kunstmarkt geplant.
"Auf jedes teilnehmende Kind wartet übrigens eine Überraschung", betont Markus Pliska. So wird unter anderem gegen 17.30 Uhr ein Lichterzug durchgeführt.
Darüber hinaus besteht wieder die Möglichkeit, das Bergwerksmuseum zu besichtigen. Hier hat sich auch in den zurückliegenden Monaten wieder ein Menge getan. Zahlreiche neue Ausstellungsstücke wurden fachmännisch in den früheren Lehrstollen eingebaut und zeigen nun sehr realitätsnah das Arbeitsleben unter Tage.
REVAG und Bergbauverein als Organisatoren haben übrigens auch wieder einen Kunstschmied und dazu einen Glasbläser verpflichten können
Für den Kunstmarkt werden übrigens noch Aussteller gesucht. Interessenten können sich bei Markus Pliska unter der Telefonnummer 4318 melden.
-mü-
WAZ vom 22.07.2004
Im Bergbaumuseum sollen sich Hochzeitspaare
auch trauen können
Langersehnte Baugenehmigung wurde gestern überbracht
Strahlende Gesichter, lockere Sprüche und gelöste Stimmung. Das Warten beim Bergbau- und Geschichtsverein hat ein Ende.
Gestern brachten Bürgermeister Clemens Peick und der Beigeordnete Fred Schlechter die lang ersehnte Umnutzungs- und Baugenehmigung für das Bergbau- und Heimatmuseum am Ziegeleitor dem Vorstand persönlich vorbei. "Es hat lange gedauert," sagte Peick, aber es hat letztendlich geklappt. Der Verein kann nun die Restarbeiten erledigen und in die konkreten Planungen gehen, wie gestern ein gelöster Vorsitzender Markus Pliska erklärte.
"Wir wollen jetzt feste Öffnungszeiten einrichten, damit jeder, der will, einmal einen Blick in unser Museum werfen kann." Bislang ging dies nur in Gruppen und mit Sondergenehmigung. Über Einzelheiten will sich der Vorstand in der nächsten Sitzung unterhalten. Einen Vorschlag unterbreitete er gestern der Verwaltungspitze bereits: "Es wäre schön, wenn sich Hochzeitspaare in unserem Museum trauen können."
Der Verein rechnet damit, dass spätestens im Herbst, die Bauabnahme erfolgen kann und der Museumsbetrieb aufgenommen werden kann. Peick unterstrich noch einmal die Bedeutung des Museums für die Stadt: "Wir sind stolz, eine solche Einrichtung bei uns zu haben."
Der Verein besteht hauptsächlich aus Förderern sowie aktiven und engagierten ehemaligen Bergleuten, die ihren Beruf zum Hobby gemacht haben. Die Genehmigung zog sich lange hin. Der Grund: Für das alte Gebäude mussten Pläne beschafft werden.
-CD-
Stimberg Zeitung vom 22.07.2004
Bergbaumuseum darf jetzt "offiziell" öffnen
Auf diese Nachricht haben die Miglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins lange gewartet. Seit gestern ist es amtlich. Die Nutzungsänderung des ehemaligen Lehrstollens liegt vor und wurde gestern durch Bürgermeister Clemens Peick und dem Ersten Beigeordneten Fred Schlechter überreicht.
"Wir hatten bei dieser Baugenehmigung einige Klippen zu umschiffen und viele Akten zu wälzen. Umso mehr freue ich mich, dass ich heute das Dokument überreichen kann, denn ihr habt schon viel Arbeit in das Projekt investiert", betonte das Stadtoberhaupt.
Sichtlich erleichtert zeigte sich auch Markus Pliska, der Vorsitzende des Vereins, denn nun können einige Projekte in Angriff genommen werden, die wegen der fehlenden Genehmigung auf die lange Bank geschoben wurden. Der wichtigste Punkt: "Wir können das Museum nun offiziell öffnen. Zuvor haben uns zwar auch einige Gruppen besucht, dies war aber nur nach Absprache mit der Stadt möglich", betonte Pliska. In den nächsten Tagen wollen sich nun die Mitglieder des Vereins zusammen setzen und klären, wann das Museum geöffnet wird. Der Vorsitzende geht davon aus, dass die Führungen mindestens einmal im Monat (am Wochenende) stattfinden werden.
Damit nun auch zahlreiche Besucher nach Oer-Erkenschwick kommen und die "Untertagewelt" der Bergleute in Augenschein nehmen, wird nun kräftig die Werbetrommel gerührt. Zum einen sollen zahlreiche Schulen und Kindergärten angeschrieben werden, außerdem wird an einer Homepage gearbeitet.
Ein Vorhaben liegt Pliska außerdem ganz besonders am Herzen. "Wir möchten, dass es möglich ist, sich im Museum trauen zu lassen. Nicht nur bei Bergleuten würde das sehr gut ankommen", hofft Pliska.
Das Genehmigungsverfahren hatte sich über mehr als eineinhalb Jahren hingezogen. Dies lag unter anderem auch daran, weil nicht klar war, ob der Verein oder die Deutsche Steinkohle die Anträge stellen musste.
-mipa-
Stimberg Zeitung vom 06.05.2004
Bergbaumuseum soll im Juni öffnen
Das Bergbaumuseum auf dem Gelände am Ziegeleitor soll im Juni offiziell seine Pforten öffnen. Das teilte Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, am Dienstagabend am Rande der Helfer-Fete im IGBCE-Jugendtreff mit.
Dorthin hatte Pliska in seiner Funktion als DGB-Ortsverbandschef die rund 60 Aktiven eingeladen, die am vergangenen Wochenende bei der Organisation der Feiern rund um den 1. Mai tatkräftig mitgeholfen hatten.
Derzeit prüft die Stadtverwaltung noch, ob die Auflagen, die mit einer Nutzungsänderung verbunden sind, erfüllt sind. "Bislang wurde das Gelände für Ausbildungszwecke genutzt, jetzt wollen wir ein Museum eröffnen", so Pliska. Unter anderem muss das Brandschutzgutachten noch von der zuständigen Kreisbehörde genehmigt werden. "Wir hoffen, dass in zwei bis vier Wochen die abschließende Bewertung vorliegt", erklärte Markus Pliska.
Wenn die Nutzungsänderung genehmigt ist, will der Bergbau- und Geschichtsverein in die Offensive gehen. "Dann werden wir feste Öffnungszeiten anbieten, so dass Besucher auch ohne Voranmeldung unser Gelände und das Museum im ehemaligen Lehrstollen besichtigen können." Darüber hinaus sollen alle Schulen und Kindergärten im Kreis Recklinghausen kontaktiert und auf die Möglichkeit einer fachkundigen Führung hingewiesen werden. "Dass in diesem Bereich reges Interesse herrscht, merken wir jetzt schon", so Pliska.
Auch im Internet will der Bergbau- und Geschichtsverein für sein Museum werben. Die Museumsanlage am Ziegeleitor ist durch die tatkräftige Mithilfe vieler ehemaliger Bergleute errichtet worden. Die Arbeiten begannen im Januar 2002.
WAZ vom 01.04.2004
IGBCE ist zu Gast im Museum
Eigentlich musste Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, den Besuchern nicht viel über den Bergbau erklären.
Denn die, die zur Bildungsveranstaltung ins Museum gekommen waren, kannten die Arbeit unter Tage fast durchweg noch aus eigener Anschauung. Dennoch war es für einige Mitglieder der IGBCE-Ortsgruppen interessant, wie ihre eigene Arbeitsgeschichte in den Räumen am Ziegeleitor festgehalten wird. Durchaus authentisch, wie die Besucher meinten. Zuvor hatte Pliska den zahlreichen Gästen die Ziele und Vorstellungen des Geschichtsvereins erklärt.
WAZ vom 09.01.2004
"Privat-Audienz" am Ziegeleitor
Verein wartet nach wie vor auf die Nutzungsänderung - Teures Gutachten
Weiter gekommen ist der Bergbau- und Heimatverein mit seinem Museum am Ziegeleitor, aber noch nicht so weit wie gehofft. Die Nutzungsänderung der ehemaligen Ausbildungswerkstatt in ein Museum ist noch nicht vollzogen.
"Wir arbeiten daran," sagte gestern Vorsitzender Markus Pliska. Die alten Pläne der Gebäude, die teilweise, wie gestern Mitglieder der Seniorenunion bei ihrem Besuch erfuhren, schon 1901 errichtet wurden, sind mittlerweile komplett vorhanden. "Ein Brandschutz-Sachverständiger muss aber noch ein Gutachten erstellen," erläuterte Pliska einen Grund, an dem es derzeit noch hakt. Außerdem muss auch die Finanzierung geklärt werden. "Das Gutachten ist nicht gerade preiswert."
Für den Verein drängt die Zeit ein wenig. "Wir haben so viele Anfragen und müssen die Leute immer wieder vertrösten." Unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel jetzt bei der Seniorenunion, sei ein "Privat-Besuch" von Fall zu Fall mal möglich.
Fast 40 Gäste konnten gestern Peter Hadrys, Friedrich Buresch und Udo Klingenburg mit einem "Glück Auf" begrüßen. Hadrys gab einen Überblick über die Bedeutung des Bergbaus für die Stimbergstadt. Bevor im Jahr 1899 der erste Schacht abgeteuft wurde, zählten die Bauerschaften Erkenschwick und Rapen gerade einmal 480 Bewohner. 1903, als die Kohleförderung aufgenommen wurde waren es 1.500 und 1913 zählten Oer, Erkenschwick und Rapen 15.000 Einwohner. Hadrys: "Oer-Erkenschwick wäre ohne den Bergbau nicht Oer-Erkenschwick. Der hat die Stadtentwicklung geprägt." Aus diesem Grund habe es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, das bedeutende Stück Stadtgeschichte festzuhalten und zu erzählen. Das Museum zum Beispiel ist im einstigen Ringofen eingerichtet. Dort wurden bis zum II. Weltkrieg die Steine für den Wohnungs-und Verwaltungsbau in OE gebrannt. Nach dem Krieg kam die Ausbildung in den Räumen unter. Im Juli des letzten Jahres wurde das Bergbaumuseum fertig.
-CD-