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Bergbaumuseum Oer-Erkenschwick - Archiv 2003

Willkommen!

 

Wir heißen Sie herzlich auf den Seiten des Bergbau- und Geschichtsmuseums Oer-Erkenschwick willkommen.

Entdecken Sie hier und vor Ort in unserem Lehrstollen die Geschichte des Bergbaus!

Wir freuen uns auf Sie!

HomeNews & TermineArchiveArchiv 2003

WAZ vom 21.11.2003

Geschichtsverein zeigt Geschlossenheit

Vorstand einstimmig im Amt bestätigt - Nutzungsänderung ist vordringliches Ziel

Im Bergbau- und Geschichtsverein herrscht Einigkeit. Markus Pliska wurde auf der Jahreshauptversammlung einstimmig in seinem Amt bestätigt.

Dies galt auch für den übrigen Vorstand. Stellvertreter bleiben Achim Trautmann und Paul Kantak. Die Kasse führt weiterhin Gaby Wojtkowsi. Lehrstollenkoordinator ist Peter Hadrys. Dessen Stellvertreter ist Friedrich Buresch.

119 Mitglieder zählt der Verein, dessen Hauptaufgabe die Unterhaltung der Bergbau- und Heimatmuseum ist. Das verzeichnete am vergangenen Wochenende beim Stollenfest regen Zuspruch. Viele Bürger schauten sich in dem ehemaligen Lehrstollen um. Das Museum, das die Mitglieder mit viel Engagement und Eigenarbeit geschaffen haben, gehört zweifelsohne zu einer der interessantesten Einrichtungen in der Stimbergstadt. Nirgends im weiteren Umkreis wird Bergbaugeschichte so hautnah und so authentisch präsentiert.

Damit dies auch ständig einer breiten Öffentlichkeit gezeigt werden kann, sind noch Hürden zu nehmen. Über die Nutzungsänderung ist noch nicht entschieden. Mittlerweile, so Pliska in seinem Rechenschaftsbericht, sei geklärt, wer diesen Antrag stellen muss: Der Verein selbst. Die Unterlagen seien nahezu komplett. Fragen des Brandschutzes müssen allerdings noch geklärt werden. Pliska hofft zu Beginn des Jahres die Nutzungsänderung unter Dach und Fach gebracht zu haben. Danach können die Führungen durch das Museum starten. Pliska: "Besucher-Anfragen von Schulklassen und Vereinen aus dem Kreis füllen bereits ein dickes Buch."

Auch die langfristige Perspektive soll in Kürze geschaffen werden. Bislang hat der Verein einen Pachtvertrag mit der Montan-Grundstücks-Gesellschaft. Der beinhaltet eine halbjährliche Kündigungsfrist. Um an öffentliche Förderung zu gelangen, benötigt der Verein einen Pachtvertrag von mindestens 15 Jahren Laufzeit. Gelegenheit darüber zu sprechen gibt es am Mittwoch, 10. Dezember im IGBCE-Jugendheim, wenn MGG-Chefplaner Professor Dr. Noll zur weiteren Nutzung des ehemaligen Zechengelände Bürgern Rede und Antwort steht.

Als Beisitzer wurden Wolfgang Nilius, Wolfgang Kirchhöfel, Udo Klingenburg, Dietmar Seemann, Dieter Decker, Heinz Werner Lotz, Martin Ostdorf, Jürgen Gottschlich, Mansur Tascan, Bodo Möbus, Jörg Müller, Werner Köhler, Günther Lukas, Walter Matthes, Walter Falk und Volker Seemann gewählt.


Stimberg Zeitung vom 21.11.2003

Pliska bleibt Chef des Bergbauclubs

Markus Pliska bleibt Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins. Während der Jahreshauptversammlung wählten ihn die Mitglieder für die nächsten beiden Jahre einstimmig wieder.

Stellvertretende Vorsitzende sind weiterhin Paul Kantak und Achim Trautmann. Als Lehrstollenkoordinator fungiert nun Peter Hadrys, dem Friedhelm Burisch als Stellvertreter zur Seite steht.

Für die Kassenführung zeichnet weiterhin Gabi Wojtkowski verantwortlich, die von den Revisoren Werner Nilius und Michael Seemann "beaufsichtigt" wird.

Als Beisitzer fungieren Wolfgang Nilius, Wolfgang Kirchhöfel, Udo Klingenburg, Dietmar Seemann, Dieter Decker, Heinz-Werner Lotz, Martin Ostdorf, Jürgen Gottschlich, Mansur Tascan, Bodo Möbus, Werner Köhler, Günther Lukas, Walter Matthes, Walter Falk, Volker Seemann und Jörg Müller.

Zuvor hatte Vorsitzender Markus Pliska in seinem Jahresbericht durchweg gute Nachrichten aneinandergereiht. Da ist zum Beispiel die "positive Post" des Finanzamtes zu nennen. Der Bergbau- und Geschichtsverein wurde steuerlich für die ersten beiden Jahre seines Bestehens geprüft. Es ergaben sich nicht nur keine Beanstandungen, es wurde seitens der Behörde auch ein Freistellungsbescheid bis 2006 erteilt. Markus Pliska rechnet für das Jahresende damit, alle notwendigen Unterlagen zur Beantragung der Nutzungsänderung zusammenzuhaben. Was fehlt, sei ein Brandschutzkonzept.

Die nächste Zusammenkunft erfolgt übrigens schon am Mittwoch, 10. Dezember. Ab 18 Uhr wird MGG-Chef Prof. Dr. Hans Peter Noll über die Planung für die Nachfolgenutzung der Zechenbrache im IGBCE-Jugendtreff referieren.


Stimberg Zeitung vom 18.11.2003

Schmiedefeuer soll wieder lodern

Neues Leben ist für die alte Schmiede auf dem ehemaligen Zechengelände in Sicht. Schachtschmied Reimer Gehrts möchte nach dem Probelauf am Wochenende in den Räumlichkeiten auch weiterhin wirken.

Der Mann an der Esse war am vergangenen Samstag bereits die Attraktion beim Stollenfest und am Sonntag in der Stimbergstadt Tagesgespräch. Selbst Bürgermeister Clemens Peick, sonst eher weniger schwärmerisch veranlagt, schwelgte in Erinnerungen nachdem er im Schatten des Schmiedefeuers wieder glühendes Eisen bearbeitet hatte. "Hier habe ich vor 50 Jahren mal angefangen, als ich auf Ewald anlegte. Alle Berglehrlinge kamen zum Anfang der Ausbildung in diese Schachtschmiede", erinnerte sich das Stadtoberhaupt.

Doch nicht nur Peick war voll des Lobes für den Schmied. Am Sonntagmittag besuchte Landrat Hans-Jürgen Schnipper das Stollenfest. Auch er griff vor Ort zum Vorschlaghammer und war anschließend, wenn auch mit Schweißperlen auf der Stirn, begeistert von der Arbeit von Reimer Gehrts.

Für den Bergbau- und Geschichtsverein wäre der Mann am Schmiedefeuer ein Glücksgriff. Markus Pliska vom Vereinsvorstand und Wolfgang Grewe, letzter Betriebsratsvorsitzender der Schachtanlage Blumenthal-Haard und inzwischen für kulturelle Bergmannsbetreuung verantwortlich, waren bereits am Sonntag nicht abgeneigt, dem Schmied die Hand für eine weitere Zusammenarbeit zu reichen. Die handwerkliche Vorbildung bringen Grewe und Pliska inzwischen, ebenso wie Landrat und Bürgermeister, mit. Nach der schweißtreibenden Probe-Arbeit am Amboss wurden sie vom Schachtschmied Gehrts zu Schmiedegesellen ernannt.

Der Handwerker selbst überzeugte während des Stollenfestes seine Fans mit tollen Arbeiten. Neben allerlei Eisenstäben mit Korkenziehermuster fertigte er auch Hufeisen in der Schachtschmiede. Vielleicht auch ein Glücksbringer für das geplante Pferdesportzentrum?

-Friedrich Pieper-


WAZ vom 17.11.2003

Eine Reise in die Vergangenheit

Gelungene Premiere für das Stollenfest - Arbeit der Geschichtskreise

"Wo ist die Zeit nur geblieben?" fragt der Bergbau-Rentner halb lachend, halb wehmütig. Aufgeschnappt beim ersten "Stollenfest" im ehemaligen Lehrstollen.

Es war eine Premiere, wie man sie sich nur wünschen kann, befanden die beiden Veranstalter. Zusammen mit der Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung (REVAG) hatte der Oer-Erkenschwicker Bergbau- und Geschichtsverein die Türen des Lehrstollens am Ziegeleitor geöffnet.

Die REVAG betreut unter anderem 13 Geschichtskreise im Revier, die die Entwicklung von Zechen nachzeichnen, den Bergbau in Erinnerung halten, ja bewahren. Einige von ihnen stellten nun beim Stollenfest aus. Sie waren bestens vorbereitet mit ihren Broschüren, hatten Stellwände mit Fotos und Zeitungsartikeln mitgebracht - selten findet ihre Arbeit so viel Aufmerksamkeit.

Erich Puchalski ist am Samstag und Sonntag unermüdlich im Einsatz. Der Rentner ist Mitglied im Geschichtskreis Recklinghausen 1/2. Selbst einmal auf der Zeche Hochlarmark eingefahren, kümmert er sich nun darum, dass der Pütt nicht in Vergessenheit gerät - ein Schicksal, das wohl vielen Revierzechen droht. "Wenn man diese alten Bilder sieht . . .", funkeln die Augen des Recklinghäusers, als er vom Leben des Bergmanns berichtet. Die Besucher, darunter viele Familien, hören gebannt zu. Viele kennen den Bergbau ja nur noch aus Geschichten. Anderen, ehemaligen Kumpeln, kommt die Erinnerung. Stolz zeigen sie ihren Enkeln wie es so war Unter Tage. Beim Gang durch den Lehrstollen bekommen Kinder große Auge. Und bei Schmied Reimer Gerths dürfen die kleinen Besucher selbst ran - die Begeisterung ist groß. "Eine Wiederholung gibt es auf jeden Fall", verspricht Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins. Es lohnt sich.

-Fabian Klask-


Stimberg Zeitung vom 17.11.2003

Stollenfest lässt Bergleute strahlen

Dass die Aktion "nicht schlecht laufen würde", hatten die Organisatoren des ersten Stollenfestes am Fuße der Halde gehofft. Doch bereits am Samstagnachmittag strahlte der Vorsitzende des Bergbau- und Geschichtsvereins, Markus Pliska, über das gesamte Gesicht. "350 Bratwürstchen sind bereits weg und der Kuchen ist ausverkauft", meldete er.

Die Besucher richteten sich offenbar nach dem herbstlichen Wetter, als sie das Stollenfest ansteuerten. "Sie tröpfelten" in kleineren und größeren Gruppen auf das Gelände. So herrschte zwei Tage lang niemals drangvolle Enge. Auch eine Gruppe mit Schülern aus dem Sauerland war am Samstag unter den Besuchern.

Nach der Eröffnung durch Markus Pliska und Wolfgang Grewe stimmte der MGV Blumenthal-Haard die Gäste des Stollenfestes mit bergmännischem Liedgut auf das Tagesgeschehen ein. Zwar wirkte der Markt im Außengelände etwas kahl, doch soll dies im kommenden Jahr deutlich besser werden. "Die Vorbereitungszeit war einfach zu kurz. Im nächsten Jahr will einer der Händler uns bei der Planung unterstützen ", betonte Wolfgang Grewe. Innerhalb des Stollengeländes gab es interessante Ausstellungen und einen vorweihnachtlichen Basar. Auch die alte Schmiede erwachte beim ersten Stollenfest zu neuem Leben.

-per-


Stimberg Zeitung vom 03.11.2003

Bergbau-Verein sucht Mitstreiter

Für das Wochenende 15. und 16. November haben sich die Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins eine Menge vorgenommen. Dann wollen sie zusammen mit der Bevölkerung ihr großes Stollenfest feiern.

An beiden Wochenendtagen wird das Gelände des Bergbau- und Geschichtsvereins an der Straße "Am Ziegeleitor" geöffnet sein. Alle Besucher können sich dann selbst ein Bild von dem machen, was der junge Club mit seinen Mitstreitern in der Vergangenheit zum Beispiel bei der Aufmöblung und Einrichtung des Bergbaumuseums geleistet hat. Das Stollenfest beginnt an beiden Tagen jeweils um 11 Uhr und endet um 18 Uhr.

"Mitte November ist es darüber hinaus nach unserer Auffassung auch durchaus schon Zeit für einen vorweihnachtlichen Basar", meint der Vereinsvorsitzende Markus Pliska.

Deshalb soll an beiden Stollenfesttagen auf dem Gelände des Bergbau- und Geschichtsvereins auch eine solche Gelegenheit zum Stöbern und Schnäppchen jagen für die Besucher geboten werden. Markus Pliska: "Beteiligen können sich an diesem Basar Schulen, Vereine und Verbände, Kindergärten aber auch jedwelche privaten Kleinkünstler."

Der Vorsitzende weist allerdings darauf hin, dass es sich bei dem Basar nicht um einen Flohmarkt im klassischen Sinne handelt. Das heißt im Klartext: Textil- oder Handyschalenverkäufer sind unerwünscht.

Wer nun mitmachen möchte, meldet sich bei Peter Hadrys, Tel. 46 96. Gezahlt werden muss lediglich eine Strompauschale.

-Jörg Müller-


WAZ vom 16.10.2003

Bergbauvereine gestalten Stollenfest

Geschichte wird im und am Bergbaumuseum aus verschiedenen Perspektiven gezeigt

Für besondere Veranstaltungen gibt es auch besondere Genehmigungen. Am 15. und 16. November findet am und im Bergbaumuseum das erste "Stollenfest" statt.

Daran beteiligt sind mehr als zehn Bergbau- und Geschichtsvereine aus dem gesamten Ruhrgebiet, die in der Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung sind. Dessen Geschäftsführer, der ehemalige Blumenthal/Haard-Betriebsratsvorsitzende, Wolfgang Grewe stellte gestern zusammen mit Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, die Konzeption vor.

Jeweils von 11 bis 18 Uhr wird am Ziegeleitor die Bergbaugeschichte aus verschiedenen Perspektiven gezeigt. Anhand von Fotoausstellungen, Filmvorführungen und Bücherlesungen sowie einer Bergbauausstellung stellen die Vereine ihre Sichtweisen einem breitem Publikum vor.

Eingebettet in das vorweihnachtliche Stollenfest ist auch ein Weihnachtsmarkt auf dem verschiedene Kreativgruppen ihre Produkte anbieten. Dafür, so Wolfgang Grewe, ist aber noch Platz vorhanden. Wer aus der Stimbergstadt einem Hobbie nachgeht und sich an dem Markt beteiligen will, sollte sich umgehend melden (Ab Montag bei Peter Hadrys, 4696, oder bei Friedrich Burresch, 53661).

Für das Bergbaumuseum ruht der öffentliche Betrieb, da die Nutzungsänderung noch nicht erteilt ist. "Wir haben aber eine Ausnahmegenehmigung bekommen. An beiden Tagen kann das Museum besucht werden," sagte Markus Pliska. Außerdem wird die alte Schmiede in Betrieb genommen. Besucher können einem Schmied bei der Arbeit zuschauen.

-CD-


Stimberg Zeitung vom 16.10.2003

Stollenfest mit großer Bergmanns-Ausstellung

Es ist angerichtet. Die Installation der Heizungsanlage in den Räumen des Bergbau- und Geschichtsvereins steht kurz vor dem Abschluss. Eine Sondergenehmigung zur Nutzung der Räumlichkeiten ist auch erteilt. Und das Programm wird nicht nur ehemalige Bergleute erfreuen. Das Stollenfest am 15./16. November am Ziegeleitor kann also kommen.

Gestern stellten Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, und Wolfgang Grewe, Geschäftsführer der Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung (REVAG), das Programm vor.

Am dritten November-Wochenende, jeweils von 11 bis 18 Uhr, sind Interessierte herzlich eingeladen zum Stollenfest, das mit zahlreichen Höhepunkten aufwartet. Dass die REVAG dabei mit im Boot sitzt, erweist sich als kluger Schachzug. Denn dort sind insgesamt 13 Geschichtskreisen vereinigt, die sich mit der Bergbau-Historie beschäftigen. "Es sieht so aus, dass Mitglieder von zehn Arbeitskreisen nach Oer-Erkenschwick kommen und wir so eine große Bergmannsausstellung präsentieren können", zeigt sich Wolfgang Grewe optimistisch.

Schmied stellt seine Arbeit vor

Mit Eberhard Holin aus Hamm weilt zudem ein Autor vor Ort, der sich über die Grenzen hinaus mit seinen "Pütt"-Geschichten einen Namen gemacht hat. Von 14 bis 14.30 Uhr und von 16 bis 16.30 Uhr finden dann Lesungen statt. Auch wer die Arbeit eines Schmieds noch nicht hautnah erleben konnte, ist bestens aufgehoben. Mit Reimar Gerths aus Essen wird ein Vertreter der Zunft sein Handwerk erläutern. Ein ökumenischer Gottesdienst wird am Sonntag gegen 17 Uhr das Stollenfest beschließen.

Ebenfalls in Planung ist ein vorweihnachtlicher Markt, für den noch interessierte Händler gesucht werden. Wichtig: Das Warenangebot sollte adventlichen Charakter besitzen. Ab kommenden Montag, 20. Oktober, stehen für Einzelheiten Peter Hadrys (Tel. 4696) oder Friedrich Buresch (Tel. 53661) zur Verfügung.

-job-


Stimberg Zeitung vom 07.09.2003

"Stück vom Pütt bleibt"

"Ein Stück vom Pütt bleibt". Unter diesem Motto wollen Vertreter des DGB-Ortskartells inklusive der IGBCE-Ortsgruppen und der beiden Knappenvereine eine neue Gemeinschaft gründen. Ziel: Erhaltung des Lehrstollens und Einrichtung eines Bergbau- und Heimatmuseums.

Das erklärte gestern der Vorsitzende des DGB-Ortskartells, Markus Pliska, auf Nachfrage der Stimberg Zeitung.

Bekanntlich wird das Zechengelände zwischen Ewald- und Klein-Erkenschwicker-Straße vom Bergbau nicht mehr genutzt. Vermarktet wird dieser etwa 65 Hektar große Stillstandsbereich von der Montan-Grundstücksgesellschaft (MGG). Die kann sich - wie berichtet - vorstellen, auf dem Gelände ein Pferdesport- und Freizeitzentrum zu errichten. Derzeit werden Investoren gesucht.

Bereits vor Monaten meldeten die Gewerkschaften und die Bergmannsvereine Interesse an, einen Teil des Bergbaugeländes aus heimatgeschichtlichen Gründen zu erhalten. Eben den Lehrstollen der Ex-Ausbildungsabteilung mit einem neuen Bergbaumuseum.

Satzung wird jetzt ausgearbeitet

"Wir sind derzeit dabei, zusammen mit einem Rechtsanwalt eine Satzung auszuarbeiten, um vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit anerkannt zu bekommen", erläutert Pliska. "Bergbau- und Heimatverein", soll die neue Gemeinschaft heißen.

Und die will dann den Lehrstollen und ein Museum betreiben, das heißt, die Einrichtungen für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten.

Es wurden sogar bereits Gespräche seitens des DGB-Ortskartells mit der MGG geführt. "Die MGG steht unserem Vorhaben positiv gegenüber. Man ist bereit, mit dem Verein entsprechende Pachtverträge abzuschließen", berichtete DGB-Chef Pliska

-Jörg Müller-


WAZ vom 03.05.2003

Genehmigung für Museum ist Formsache

Beigeordneter Bernd Immohr: Es spricht nichts gegen eine Anerkennung

"Es wird keine Probleme geben," sagte der Technische Beigeordnete Bernd Immohr am Rande der Maikundgebung zu den Baugenehmigungen für das Bergbau- und Heimatmuseum.

Die Mitglieder müssen aus den Genehmigungs-Gründen zunächst einmal auf ihre geführten Besichtigungen für Vereine, Schulklassen und Besuchergruppen verzichten. Das Museum ist praktisch erst einmal geschlossen.

Wie die WAZ bereits berichtet hatte der Vorstand des Bergbau- und Geschichtsvereins einen Architekten mit der Erledigung der Formalitäten beauftragt. Immohr sieht keine Schwierigkeiten den ehemaligen Lehrstollen als Museum anerkennen zu lassen "Dagegen spricht nichts."

Allerdings müssen die Sicherheits-Bestimmungen eingehalten werden, was den Brandschutz und die Ausweisung der Rettungswege angeht. Aber auch da dürfte es kaum Probleme geben.

Wichtig sei nur, so Immohr, dass die formale Genehmigung schon allein wegen der Haftungsfragen erteilt werden kann. Dies gehe aber nur, wenn auch ein Antrag gestellt wird.

Und der, so Vorsitzender Markus Pliska, werde in den nächsten Tagen bei der Verwaltung eingereicht. Wenn die formalen Hürden genommen sind, dann werde der Verein sein Besuchsprogramm unverzüglich aufnehmen und das Museum wieder öffnen.

-CD-


WAZ vom 23.04.2003

Bergbau-Museum bleibt bis auf weiteres geschlossen

Alle Führungen wurden gestrichen - Baurechtliche Fragen

Führungen durch das Bergbau- und Heimatmuseum sind vorerst einmal gestoppt worden. Der Grund: Es müssen noch baurechtliche Fragen geklärt werden.

"Ein Architekt ist derzeit dabei die Bauantrags-Unterlagen zusammen zu stellen," sagte gestern der Vorsitzende des Bergbau- und Geschichtsvereins, Markus Pliska. Solange dieser Antrag nicht genehmigt ist, beibt das Museum für Publikumsverkehr vorerst geschlossen. Es müsse zunächst die rechtliche Grundlage für den öffentlichen Betrieb geschaffen werden. Deswegen seien Besichtigungs-Termine auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Bis zum Mai, so hofft Pliska, könnten die baurechtlichen Hürden genommen werden.

Außerdem werden derzeit die Eigentumsfragen geklärt. Das Musseums-Gebäude und das Gelände gehören dem Bergbau. Pliska: "Wir würden gerne einen langfristigen Pachtvertrag abschließen." Der ist Voraussetzung für die weitere Vorgehensweise. Der Verein will öffentliche Fördermittel für den weiteren Umbau beantragen. Zum Beispiel fehlt eine Heizungsanlage.

Außerdem hängt von der langfristigen vertraglichen Bindung auch davon ab, in welcher Form das Bergbau- und Heimatmuseum in die Routentipps des Kommunalverbandes Ruhrgebiet aufgenommen werden kann. In konkrete Pacht-Verhandlungen mit der Deutschen Steinkohle werde man aber erst frühestens Ende Mai einsteigen können, wenn die Gebäude der ehemaligen Ausbildung abgerissen sind. Der Abriss dieser Gebäude soll in den nächsten zwei Wochen beginnen.


Stimberg Zeitung vom 20.02.2003

Bald auch Hochzeiten im Lehrstollen

Das Oer-Erkenschwicker Bergbau-Museum entwickelt sich. Gestern präsentierten Peter Hadrys, Udo Klingenburg und Friedhelm Buresch ein weiteres, in liebevoller und fachmännischer Arbeit fertig gestelltes Teilstück. Und eine neue Idee. Der ehemalige Lehrstollen, der sich immer mehr zu einem schmucken und informativen Ausflugsziel entwickelt, soll auch Ort von Eheschließungen werden.

"Wir halten das für eine gute Idee", machte Peter Hadrys gestern während eines Ortstermins deutlich. "Auch wenn es in unserer Stadt keinen Bergbau mehr gibt, leben hier immer noch viele Leute, die einen Bezug dazu haben. Und wenn woanders in einem Schloss geheiratet werden kann, warum soll das in der Stimbergstadt nicht auf dem Pütt möglich sein."

Dabei wissen die Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins natürlich, dass erst noch die notwendigen Absprachen mit der Stadtverwaltung getroffen werden müssen. "Aber wir sind guten Mutes, dass das klappen kann", so Hadrys weiter.

Gestern nun präsentierten die drei Ex-Kumpel nicht ohne Stolz den neuen Blindschacht im Bergbaumuseum.

"Ein Blindschacht ist eine Verbindung verschiedener Sohlen unter Tage, die nicht bis an die Erdoberfläche reicht", erläuterte Udo Klingenburg, früher Betriebsratsvorsitzender des Bergwerks Haard. Unzählige Stunden haben die Kumpel in den zurückliegenden Wochen geschuftet, um Schachtstuhl, druckluftgetriebene Fördermaschine, Förderkorb und Abteufkübel aus einem Lehrbetrieb des Bergwerks Prosper Haniel in Bottrop auszubauen und am "Ziegeleitor" wieder zu errichten.

Auch regelmäßige Führungen möglich

Irgendwie passend: Im Abteufkübel befindet sich Schutt von Schacht I, der bekanntlich im Dezember gesprengt worden ist.

Sobald es nun wärmer wird, soll das Bergwerksmuseum mittwochs und samstags für Führungen offen sein.

-Jörg Müller-


Stimberg Zeitung vom 15.01.2003

Landrat macht Werbung

"Was hier eingerichtet worden ist, muss auch überregional bekannt werden", erklärt Landrat Hans-Jürgen Schnipper gestern während seines Besuches im Bergbaumuseum am Ziegeleitor.

Und der CDU-Politiker bot spontan seine Hilfe an, in Sachen Museum im Lehrstollen die Werbetrommel zu rühren. Zu einem regte Schnipper an, dass der im November 2001 gegründete Bergbau- und Geschichtsverein der großen Arbeitsgemeinschaft der Heimat- und Geschichtsvereine im Vest beitreten soll. Zu anderem versprach der Landrat, die Info-Broschüren des Vereins allen Schulen und Kindergärten im Kreis Recklinghausen zukommen zu lassen.

"Bislang haben wir Führungen für Oer-Erkenschwicker Schulen und Kindergarten kurzfristig organisiert, ohne groß die Werbetrommel zu rühren. Aber gerade die Zielgruppe und Kinder und Jugendliche möchten wir in Zukunft stärker für unsere Sache interessieren", erklärte Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins.

Dass die Führungen durch das Museum, die mit einer Videovorführung beginnen, zur Zeit nicht stattfinden können, liegt an der fehlende Heizmöglichkeit der Räume im ehemaligen Lehrstollen.

Bereits zur Eröffnung des Bergbaumuseums am 31. August vergangenen Jahres war Schnipper zu Gast in Oer-Erkenschwick, konnte sich aber aus Zeitgründen nicht ausgiebig umsehen.

 

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Montag, 10. Dezember 2012
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