WAZ vom 04.12.2002
Bergbau-Museum gewinnt starke Partner
KVR-Direktor Willamowski zu Gast im ehemaligen Lehrstollen - Langfristiger Pachtvertrag
"Für uns geht es jetzt darum, das Bergbau- und Heimatmuseum langfristig abzusichern, um in den Genuss von Fördermittel zu kommen."
Markus Pliska, Vorsitzender des Vereins sieht seit gestern starke Partner in diesem Bemühen an seiner Seite. Zu Gast war KVR-Direktor Dr. Gerd Willamowski.
Der konnte sich genauso wie MGG Abteilungsleiter Mitschke davon überzeugen, dass die Einrichtung am Ziegeleitor keine Garage, in der ein paar Ausstellungsstücke gezeigt werden, sondern eine Einrichtung mit überregionaler Bedeutung ist. Besonders erstaunt waren die Gäste darüber, dass das Museum binnen eines dreiviertel Jahres eingerichtet wurde.
Kurzfristig soll das Museum in die Routentipps des Kommunalverbandes aufgenommen werden. Langfristig müsste der Verein zusehen, dass das Museum eine feste Einrichtung wird. Der Pachtvertrag mit dem deutschen Steinkohle könnte binnen kürzester Frist aufgekündigt werden. Der SPD-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Rusche wies darauf hin, dass der Pachtvertrag 25 Jahre Laufzeit haben müsste, um Landesmittel z.B. für eine Heizungsanlage zu bekommen. Der Vertrag sollte aber kein Problem darstellen. Zumal der MGG-Vertreter erklärte, dass die Einrichtung ins Pferdesportzentrums-Konzept passen könnte.
Rusche will sich bei der RAG-Spitze einsetzen, um zum einen weitere Ausstellungs-Stücke zu bekommen und zum anderen die Ruhrkohle als Sponsor zu gewinnen. "Schließlich haben wir in Oer-Erkenschwick über 100 Jahre lang sehr viel für den Bergbau geleistet."
-CD-
Stimberg Zeitung vom 04.12.2002
KVR prüft Förderungen
Hoher Besuch beim Bergbau- und Geschichtsverein: Dr. Gerd Willamowski, Verbandsdirektor beim Kommunalverband Ruhr (KVR), Roland Mitschke, Abteilungsleiter Projektentwicklung bei der Montan Grundstücksgesellschaft (MGG), und Josef Hülsdünker (Vorsitzender der DGB-Region Emscher-Lippe), informierten sich gestern vor Ort.
Eine Menge haben die Mitglieder des Bergbauvereins in knapp einem Jahr bekanntlich geschaffen. Das Ergebnis, so resümierten die Gäste, lässt sich sehen. Und so wurde natürlich erörtert, welche Möglichkeiten der Förderung in Zukunft bestehen könnten.
Die Aufnahme in die Industrieroute des KVR ist da nur ein Bestandteil, finanzielle Unterstützung eine andere. Willamowski versprach, die Anliegen zu prüfen. Wichtig sei, den Bergbau- und Geschichtsverein auch über die Stadtgrenzen hinaus zu präsentieren.
Vereinsvorsitzender Markus Pliska sieht da schon gute Ansätze. Morgen besucht eine Schulklasse aus Datteln den Lehrstollen, das Interesse wird generell immer größer. Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Rusche nutzte die Gelegenheit, die bereits seit 1994 beim KVR eingeforderte Verlängerung des Landschafts-Lehrpfades an der Alten Zechenbahn Richtung Halde mit Rad- und Wanderweg sowie Fahrradstation zu thematisieren. Das Anliegen stößt bei den Verantwortlichen durchaus auf offene Ohren, wird ebenfalls geprüft und erscheint förderungswürdig. Rusche will zudem in Kürze in einem Schreiben an RAG-Chef Karl Starzacher Unterstützungen für den Bergbauverein in Form von neuen Materialien für das Museum und weitere Sponsorentätigkeit ansprechen.
-job-
WAZ vom 26.11.2002
Verwaltungsspitze im Museum zu Gast
Nostalgischer Ausflug für den Bürgermeister
Für Bürgermeister Clemens Peick war der erste offizielle Besuch des Verwaltungsvorstandes im Bergbau- und Geschichtsmuseum gleichzeitig ein nostagischer Ausflug. Als er 1952 auf der heimischen Zeche anlegte, hat er rund um das Museum häufig gearbeitet.
160 Azubis waren sie, beaufsichtigt von fünf Meisterhauern, schwer beschäftigt mit dem Schippen von Asche. Immer noch Aufräumarbeiten nach Kriegsende. Die ehemalige Berufsschule, lange Domizil für die DRK-Blutspende, wurde zum "Türkenheim". "Dort lebten die ersten Gastarbeiter aus der Türkei", erinnerte sich Peick, der gemeinsam mit Fred Schlechter und Bernd Auferkamp gestern das Museum besuchte.
Vorsitzender Markus Pliska, der gemeinsam mit Vorstandsmitglied Peter Hadrys die Gäste begrüßte, freute sich vor allem über die neuen Mitglieder Schlechter und Auferkamp, die den aktuellen Stand nun auf 114 Personen erhöhen.
Von seiner eigenen Jugend auf dem Pütt kam Peick während des Rundgangs auf die aktuelle Situation zu sprechen. Erst am Vormittag hatte er die AV-Werksleitung zu Gast: "Definitiv werden die 60 jetzt freigesprochenen Azubis nicht übernommen. Trotzdem will das Unternehmen aber zumindest weiter ausbilden." Was man sehr begrüße, denn nach wie vor habe die Bergbauausbildung den besten Ruf.
Prüfen will die Verwaltung ein Anliegen des Bergbau- und Geschichtsvereins, wobei Peick davon ausgeht, das es keine Probleme geben dürfte. Markus Pliska: "Den 5.000-Liter-Wagen von Schacht 8 würden wir gerne als 'Hinweistafel' am Ziegeleitor hinstellen."
-Hes-
Stimberg Zeitung vom 26.11.2002
Blindschacht von Prosper
"Vor 50 Jahren bin ich zum ersten Mal durch dieses Tor gegangen", erinnerte sich Bürgermeister Clemens Peick gestern beim Besuch des Bergbau- und Geschichtsvereins.
Zusammen mit Fred Schlechter (Erster Beigeordneter) und Bernd Auferkamp (Abteilung Zentraler Steuerungsdienst) besuchte das Stadtoberhaupt den Verein, um sich über die neusten Entwicklungen und Vorhaben zu informieren.
Clemens Peick machte keinen Hehl daraus, dass die Stadt ohne die Zeche eine ganz andere Entwicklung genommen hätte: "Der Bergbau hat Oer-Erkenschwick groß und bekannt gemacht."
Markus Pliska, der Vorsitzende der Bergbau- und Geschichtsvereins, hat sich für die kommenden Wochen noch einige ehrgeizige Ziele gesetzt. Mit Spannung fiebert er dem 3. Dezember entgegen. An diesem Tag hat sich der Vorsitzende des Kommunalverbandes Ruhr angekündigt. "Wir hoffen, dass unser Museum in der Industieroute Ruhr aufgenommen wird."
Bei der Besichtigung durch den Lehrstollen konnten die Vertreter der Verwaltung die neuen Errungenschaften des Vereins unter die Lupe nehmen. Markus Pliska und Peter Hadrys sind besonders stolz auf einen Blindschacht von der Zeche Prosper.
Außerdem wird derzeit an einem Kohlenwagen gearbeitet, der als Wegweiser an der Kreuzung Stimbergstraße/Ziegeleitor aufgestellt werden soll.
-mipa-
WAZ vom 22.11.2002
Zeit zum Ausruhen gibt es im Bergbauverein nicht
111 Mitglieder hat der neue Heimatverein - KVR-Chef kommt
Die Mitglieder des Bergbau- und Heimatvereins können zufrieden sein. Ihr Projekt, die Einrichtung des Bergbaumuseums im ehemaligen Lehrstollen, ist von Erfolg gekrönt.
Doch Zeit um sich zurück zulehnen hat der Verein nicht. Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins stellte Vorsitzender Markus Pliska die Planungen für das kommende Jahr vor. Am 19. April soll vor dem Museum wieder ein Osterfeuer entfacht werden. Am 1. Juni ist die Einrichtung in der Stimbergstadt Ziel einer Fahrradtour, die der Landschaftsverband anbietet. Abfahrt ist am Schiffshebewerk. Am 20. Juli soll es ein Stollenfest geben, um das Museum einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen. Bis dahin müssen, dies erklärte Pliska, aber noch einige wichtige Dinge abgeklärt werden.
Unter den Nägeln brennt dem Verein die fehlende Heizung, die er allein nicht finanzieren kann. Der SPD-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Rusche erklärte dazu, dass er Möglichkeiten der Finanzierung sehe und er sich dafür einsetze. Vermittelt hatte Rusche bereits einige Ausstellungsvitrinen. Außerdem möchte der Verein Zuschüsse von der Stadt für die laufenden Kosten, wie z.B. Strom und Müllabfuhr erhalten.
Als nächstes steht am 3. Dezember der Besuch von KVR-Chef Willamoski auf dem Programm. Am Sonntag, 8. Dezember findet ab 18 Uhr im Museum die Barbara-Feier statt. Bereits um 15 Uhr können Bürger einen Blick ins Museum werfen.
Bei der Ergänzungswahl zum Vorstand wurde Friedhelm Buresch als Revisor bestätigt. Der Verein hat derzeit 111 Mitglieder.
-CD-
Stimberg Zeitung vom 22.11.2002
111 Mitglieder sind schon verzeichnet
In der Oer-Erkenschwicker "Klubfamilie" ist er noch ein vergleichsweise junges Kind. Doch die harte Arbeit in der Gründungsphase hat sich im Bergbau- und Geschichtsverein längst ausgezahlt. Aktueller Stand: 111 Mitglieder, ein Lehrstollen, der sich sehen lassen kann, zahlreiche Gäste, die den Erfahrungsschatz der ehemaligen Bergleute nutzen. Es geht voran.
Davon konnten sich die Mitglieder auch bei der Hauptversammlung am Mittwochabend überzeugen. Wahlen standen nicht auf dem Programm, zu diskutieren gab es aber eine Menge. Steht doch in diesem Jahr noch die Barbarafeier am 8. Dezember auf dem Gelände am Ziegeleitor auf dem Programm.
Markus Pliska, erster Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins, rührt dafür schon seit geraumer Zeit die Werbetrommel. Auch ein kleiner Weihnachtsmarkt soll integriert werden, wer adventliche Accessoires verkaufen möchte, kann sich mit dem Vorsitzenden unter 4318 in Verbindung setzen.
Zahlreiche Gäste wohnten der Versammlung bei, so überreichten sowohl SPD-Parteichef Andreas Krebs als auch der Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Rusche Schecks zur Unterstützung der Vereinsarbeit. Festgezurrt wurde zudem die Planung für das Jahr 2003. Wichtigste Eckpfeiler: Das Osterfeuer am 19. April, eine Fahrradtour des Landschaftsverbandes vom Schiffshebewerk nach Oer-Erkenschwick und natürlich der "Tag der offenen Tür".
Nach der überwältigenden Resonanz in 2002 soll ein "Stollenfest" am 20. Juli wieder zahlreiche interessierte Bürger anlocken und die Geschichte des Bergbaus näher gebracht werden. Dass auch in 2003 die Tradition der Barbarafeier auflebt, ist sicher. Dann soll auch der Weihnachtsmarkt größer gestaltet werden.
-job-
WAZ vom 05.11.2002
KVR-Spitze besucht Museum und Atelier
Informationsgespräche und Führungen
Prominenten Besuch bekommt das Bergbau- und Heimatmuseum Anfang Dezember. Der Vorstand des Kommunalverbandes Ruhrgebiet hat sich angekündigt, um die Einrichtungen, neben dem Museum auch das Künstleratelier, anzuschauen.
Der Bergbau- und Heimatverein und der Fotograf Dietmar Klingenburg werden zunächst einmal ihre neugestalteten Räumlichkeiten vorführen, ehe man sich zu einer lockeren Gesprächsrunde im Atelier zusammensetzt.
Die Oer-Erkenschwicker erhoffen sich von dem Gespräch künftig stärkere Beachtung und Aufnahme in den Freizeittipps des Kommunalverbandes zu finden.
Für die Gebäude, die vom ehemaligen Bergwerk Haard übrig bleiben, z.B. der Lichthof und Lehrwerkstatt, gibt es zwar Hinweise und Hinweisschilder als Punkt der Route der Industriekultur. Doch bislang war niemand da, der Besuchern Erläuterungen gibt. Dieses Defizit könnte zum Beispiel durch den Bergbau- und Heimatverein mit seinen Museums-Führungen ausgeglichen werden. Die Bereitschaft dazu hatte der Vorsitzende Markus Pliska bereits bei der Eröffnung des Museums im August erklärt.
-CD-
WAZ vom 11.10.2002
Kinder besuchen den Lehrstollen
Erster Kindergarten vor Ort
Sehr junge Gäste wurden gestern von Peter Hadrys und Markus Pliska im Lehrstollen des Bergbau- und Geschichtsvereines empfangen.
Jungen und Mädchen des evangelischen Kindergartens Theodor-Fliedner-Heim an der Weidenstraße ließen sich als erste Kindergartengruppe durch den zum Museum umfunktionierten ehemaligen Lehrstollen führen. Zunächst wurde den Kindern ein Film über den Bergbau gezeigt. Und dann ging es ans Einkleiden. Helme kamen auf den Kopf. Außerdem schlüpften die Kinder in Jacken von der Grubenwehr, die für sie aber eher Mäntel waren.
So ausgerüstet, ließ sich der Nachwuchs auf das Abenteuer Lehrstollen ein. Spannend ist so ein Stollen ja schon, auch wenn er über Tage liegt. Doch das vergisst man im Innern ja schnell. In kindgerechter Form erläuterten Hadrys und Pliska den Kinder, wie die Arbeit unter Tage aussieht, welche Maschinen dort stehen und was die Bergleute alles so beachten müssen.
Stimberg Zeitung vom 04.10.2002
Ruhrgebiet ist schöner als erwartet
"Dass es hier im Ruhrgebiet so viel grün gibt, hätten wir wirklich nicht gedacht." Eine IGBCE-Delegation aus dem Saarland staunte nicht schlecht, als sie in Oer-Erkenschwick Station machte.
Während einer NRW-Bildungsreise besuchten die 25 Saarländer auch die Stimbergstadt und nahmen bei dieser Gelegenheit auch das neue Bergbau-Museum im ehemaligen Lehrstollen unter die Lupe. Doch bei der Führung mussten Markus Pliska, der Vorsitzende des Vereins, und Peter Hadrys (Vorstand) diesmal nur wenige Einzelheiten näher erklären. Denn fast alle Gäste (außer den Frauen) haben früher selber unter Tage "malocht" oder sind noch heute als Kumpel aktiv.
Viele waren zum ersten Mal im Ruhrgebiet. Einer jedoch, der IGBCE-Ortsgruppenleiter aus dem Städtchen Uchtelfengen (3.700 Einwohner) war bereits 1976 zum ersten Mal in Oer-Erkenschwick: Alois Thull. Damals gab es einen internationalen Austausch, an dem auch Thull beteiligt war.
Die Kontakte zu der Stimbergstadt sind auch deshalb nie abgerissen, weil der Saarländer mit Gerd Zibell befreundet ist. Zibell, gebürtiger Oer-Erkenschwicker, war als Landesbezirksleiter der IGBCE im Saarland tätig.
Viele Stellen sind weggebrochen
Thull machte in einem Gespräch mit unserer Zeitung deutlich, dass er den Bergbau- und Geschichtsverein in Zukunft unterstützen will. Der Saarländer arbeitet in einer Firma, in der ausrangierte Maschinen aus dem Bergbau landen. "Vielleicht können wir dem Museum mal etwas zur Verfügung stellen", unterstrich der Gewerkschaftler.
Nach der Besichtigung des Lehrstollens und der Besteigung der Halde wurde in lockerer Atmosphäre auch über die politische Situation des Bergbaus diskutiert. Nicht nur das Ruhrgebiet hat mit dem Strukturwandel zu kämpfen, auch im Saarland brechen tausende von Arbeitsplätzen weg. "Vor einigen Jahren waren noch 60.000 Kumpel im Bergbau beschäftigt. Heute sind es noch 8.000", sieht Thull schwere Zeiten auf die IGBCE zukommen.
Die Delegation ist noch bis Sonntag in Westerholt untergebracht und schaut sich einige Sehenswürdigkeiten in Nordrhein-Westfalen an.
-mipa-
Stimberg Zeitung vom 30.09.2002
Kamera darf auf Halde nicht fehlen
"Wir können zwar nicht einfahren, aber sie werden trotzdem denken, sie seien unter Tage", versprach Wolfgang Kirchhöfel den Gästen im Museum des Bergbau- und Geschichtsvereins während einer Führung am Wochenende.
Der ehemalige Aufsichtshauer von Ewald-Fortsetzung hatte in den vergangenen Monaten bereits einige Gruppen durch den ehemaligen Lehrstollen begleitet. Am Samstag war es aber zum ersten Mal eine Veranstaltung, die in Kooperation mit der Volkshochschule über die Bühne ging.
Mit anschaulichen Beispielen verdeutlichte Kirchhöfel das schwierige Leben unter Tage. Dabei zeigte der "Kumpel" nicht nur, unter welchen Bedingungen die Kohle abgebaut wurde, sondern auch, welche Maschinen zum Einsatz kamen.
Bevor es jedoch in den ehemaligen Lehrstollen ging, gab Markus Pliska, der Vorsitzende des Vereins, einen kleinen Überblick über die Aktivitäten. Pliska machte noch einmal deutlich, dass der Verein zwar bereits über 115 Mitglieder verfügt, doch immer noch helfende Hände gebraucht werden.
Auch über die Abbrucharbeiten auf dem Zechengelände konnten sich die Teilnehmer des VHS-Kurses einen Eindruck verschaffen. Erst kürzlich wurde ja Schacht 2 abgerissen.
Zum Schluss des Rundgangs gab es noch einmal einen Leckerbissen: Denn auch die Besteigung der Halde stand auf dem Progamm. Die Halde ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich und wird auch bei den üblichen Führungen nicht angeboten. Mit einem Fotoapparat ausgerüstet, ließen es sich einige Besucher nicht entgehen, ihre Eindrücke für immer festzuhalten.
-mipa-
WAZ vom 17.09.2002
Polizeibeamte spenden und treten
spontan dem Bergbauverein bei
Jubiläumstafel aus vergangenen Bergbau-Tagen
Die Polizei war gestern zu Besuch im Lehrstollen. Wachleiter Wolfram Rau und sein Kollege Hansi Petek tauchten jedoch nicht als Ordnungshüter im Museum auf, sondern als Gäste, die auch ein Gastgeschenk dabei hatten.
Rau stiftete dem Berbau- und Geschichtsverein eine holzumrandete Jubiläumstafel aus Schiefer, die ursprünglich von der Herner Zeche Mont Cenis stammt. Rau hatte die Tafel vor Jahren als Andenken an den Bergbau gekauft. "Glück Auf" steht im Holz der Tafel und "Arbeit adelt". Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins freute sich über das Geschenk. "Es zeigt, dass Bergbau und Polizei in der Stadt gemeinsam marschiert sind", sagte Pliska etwa mit Blick auf vergangene Demonstrationen.
Es zeige aber auch, dass sie gemeinsam versuchten, ein Kulturzentrum zu schaffen. Rau wies noch darauf hin, dass sie nicht nur die Tafel gespendet hätten, sondern Petek und er auch spontan Mitglieder des Vereins geworden seien.
Ein weiteres Mitglied konnte gestern noch aufgenommen werden. Auch MdB Waltraud Lehn will die Arbeit des Bergbau- und Geschichtsvereines unterstützen.
-Rea-
Stimberg Zeitung vom 17.09.2002
Große Jubiläumstafel ziert nun das Bergbau-Museum
Die Zahl der Interessierten an der Arbeit des neuen Bergbau- und Geschichtsvereins wächst, die Zahl der Geschenke für das neue Museum am Ziegeleitor auch. Nicht nur, dass Wachleiter Wolfram Rau und sein Kollege Hansi Petek von der Oer-Erkenschwicker Präsenzwache neue Vereinsmitglieder sind, hatten sie gestern auch ein großes Mitbringsel im Gepäck.
Eine Jubiläumstafel, die einst auf der Zeche Mont Cenis in Wanne stand, und zuletzt in der Garage von Wachleiter Rau aufbewahrt wurde, steht nun im Museum. "Mit diesem Geschenk wollen wir die Verbundenheit der Polizei zum Bergbau und der Arbeit des Bergbau- und Geschichtsvereins demonstrieren", so Wolfram Rau und Hansi Petek.
Vereins-Vorsitzender Markus Pliska und Vorstandsmitglied Gabi Wojtkowski dankten den Polizeibeamten für die Unterstützung. 115 Mitglieder sind inzwischen verzeichnet, auch nimmt das Interesse an Führungen durch das Museum deutlich zu, nachdem sich der Verein am 31. August beim "Tag der Offenen Tür" präsentierte. Mittwochs von 15 bis 18 Uhr sind die Helfer am Lehrstollen nun ständig präsent.
In den kommenden Wochen will der Bergbau- und Geschichtsverein auch Schulen, Vereine und Verbände der Stadt verstärkt ansprechen und für einen Besuch im Museum werben. Am heutigen Dienstag wird der geschäftsführende Vorstand auch über das Thema "Eintrittspreise im Museum" diskutieren. "Wir werden Eintritt von unseren Besuchern nehmen", so Markus Pliska. Vergleichswerte von anderen Museen des Landschafts-Verbandes liegen bereits vor. "Unser Eintritt wird sich aber auf jeden Fall moderat gestalten", so der Vorstand.
-job-
WAZ vom 14.09.2002
Museum soll im gesamten Kreis ein Begriff werden
Zahl der Mitglieder wächst stetig - Informationsmaterial schon bald auch in anderen Städten verteilen
Der Bergbau- und Geschichtsverein wächst langsam, aber stetig. Zur Zeit zählt er schon rund 110 Mitglieder.
Am kommenden Montag, 16. September, kommt noch ein Mitglied dazu. MdB Waltraud Lehn besucht dann um 16 Uhr den ehemaligen Lehrstollen und will bei dieser Gelegenheit gleich dem Bergbau- und Geschichtsverein beitreten. Schon bei der Eröffnung des Museums sei die SPD-Bundestagsabgeordnete so begeistert gewesen, erklärte Vereinsvorsitzender Markus Pliska gestern.
Die Vereinsmitglieder hoffen nun, durch die regelmäßigen Führungen noch mehr Zulauf zu bekommen. Zur Zeit finden die Führungen lediglich bei Bedarf statt. Es wird aber überlegt, künftig an einem Tag in der Woche grundsätzlich zu öffnen. Das Interesse an dem Lehrstollen ist jedenfalls groß. "Jeden Tag bekomme ich mindestens einen Anruf von jemandem, der eine Führung möchte", so Markus Pliska. Bislang sind es allerdings nur Oer-Erkenschwicker Gruppen, die Interesse bekunden. Doch auch das soll sich schon bald ändern. Kreisweit will der Verein Informationsblätter über den ehemaligen Lehrstollen verschicken.
Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Das Museum wird immer attraktiver. Die DSK hat dem Verein u.a. noch einen Förderkorb, Senklader, Hobel, ein Schild oder einen Ladewagen versprochen. Alles Teile, die man selber abholen muss. "Wir haben da schon Firmen, die uns helfen", erklärte Pliska.
Auch die Arbeiten an dem gesamten Komplex, die ja noch nicht abgeschlossen sind, gehen ganz gut voran. Im Moment ist man noch mit der Heizungsanlage beschäftigt und damit, das Gelände winterfest zu machen. Im Winter selber werden die fleißigen Vereinsmitglieder dann wohl Zeit für die Renovierung der Ausstellungsräume finden.
-Rea-
WAZ vom 05.09.2002
Auf den Spuren des Bergbaus wandeln
Ein Angebot am Tag des offenen Denkmals
Eigentlich war am Tag des offenen Denkmals in Oer-Erkenschwick keine Veranstaltung geplant. Im Gegensatz zu den übrigen Städten des Kreises Recklinghausen, in denen es am kommenden Sonntag jeweils mehrere Angebote gibt.
Doch jetzt kommt auch der historisch interessierte Stimbergstädter auf seine Kosten. Am Tag des Denkmals öffnet der Lehrstollen, das neue Bergbaumuseum, von 14 bis 16 Uhr. "Wir werden wohl auch etwas über die Gebäude erzählen, die auf dem ehemaligen Zechengelände unter Denkmalschutz stehen", sagte Markus Pliska, Vorsitzender des Bergbau- und Geschichtsvereins.
Markus Pliska hatte sich spontan bereit erklärt für Klaus Philipp, dem Beauftragten für Industriedenkmalpflege, einzuspringen, der ursprünglich eine zweistündige Führung über das ehemalige Zechengelände mit einer Besichtigung des Schachtes 3 anbieten wollte. "Auf den Spuren des Bergbaus - ein Gang durch die Industriegemeinde" hatte man das Angebot genannt. Doch die Baustelle darf aus versicherungstechnischen Gründen gar nicht betreten werden.
"Im Anschluss an die Führung hätten wir eh noch was bei uns gemacht", sagte Pliska. Und auf den Spuren des Bergbaus kann man im Lehrstollen natürlich auch wandeln. Treffpunkt ist dann für Interessenten um 14 Uhr die Straße "Am Ziegeleitor".
-rea-
WAZ vom 02.09.2002
Aufrichtiges Lob von allen Seiten
Für das neue Bergbaumuseum in der Stimbergstadt - 1.000 Besucher
An Lob für die Mitglieder der Bergbau- und Geschichtsvereins fehlte es nicht. Wohl aber ein wenig an Besuchern. Zwar kamen gut und gerne 1.000 Gäste im Verlauf des Tages, um sich das neue Bergbau-Museum anzuschauen. Insgeheim hatten die Organisatoren aber mit mehr gerechnet.
Dennoch unzufrieden war man nicht. Vorsitzender Markus Pliska: "Wir wollten, nachdem so viel Arbeit darin steckt, Nägel mit Köpfen machen und eröffnen." Und die Führungen der Gruppen durch den ehemaligen Lehrstollen, der üppig bestückt mit Bergbau-Gerätschaft ist, endeten stets mit viel Applaus der Museumsbesucher.
Vermisst wurde dagegen die Verwaltungspitze, die bei der Eröffnung des Museums durch Abwesenheit glänzte. Dafür waren neben Landrat Schnipper, Wolfram Zillegen von der DSK und der Geschäftsführer der Montan-Grundstücks-Gesellschaft Prof. Dr. Noll sowie der Bezirksleiter der IGBCE im Saarland Gerd Zibell und der stellvertretende Bürgermeister Herbert Lowens sowie Vertreter der Parteien gekommen.
Zibell setzte sofort ein Zeichen und spendete 500 Euro für den 110 Mitglieder starken Verein. Außerdem lud er die ehrenamtlichen Helfer zu einem gemütlichen Abend ins Keglerheim ein.
Pliska machte in einer Talkrunde, die sich dem Gottesdienst anschloss deutlich, dass der Verein sich ausschließlich aus Mitgliederbeiträgen sowie durch Sponsoren finanziert und warb um neue Mitglieder. Außerdem unterstützt die DSK das Museum nicht unerheblich mit Bergbau-Gerätschaften.
Landrat Schnipper würdigte das Engagement des Vereins: "Dies ist ein Ort, an denen Großväter ihren Enkeln zeigen können, wie sie mal gearbeitet haben." Allerdings warnte er davor, den Bergbau im Kreis Recklinghausen künftig nur noch im Museum zu sehen. "Der Bergbau ist ein wichtiger Faktor für den Strukturwandel im Kreis. Von hier aus kann das Know-How in alle Welt gehen."
Schnipper deutet die jüngsten Signale aus der Politik und aus Brüssel, dass der Kreis mit einer Perspektive bis zum Jahr 2019 und darüber hinaus der Bergbaustandort in der Bundesrepublik bleiben wird. Ähnlich zuversichtlich sah es auch Wolfram Zillegen, Produktionsdirektor von AV. Er betonte zudem, dass von den 4.800 Mitarbeitern im Verbund AV/Blumenthal noch 400 Bergleute aus Oer-Erkenschwick kommen.
-CD-
Stimberg Zeitung vom 02.09.2002
Herzen schlagen im "Glück-Auf-Takt"
Der Termin hätte nicht besser gewählt werden können: Während in Essen die Zeche Zollverein von der Unesco zum Weltkulturerbe erhoben wurde, öffnete in Oer-Erkenschwick das Bergbaumuseum seine Pforten. Auch wenn die Größenordnung beider Ereignisse nicht zu vergleichen ist, in beiden Fällen geht es um die Würdigung und den Erhalt der Spuren, die mehr als einhundert Jahre Steinkohlen-Bergbau in der Region hinterlassen haben.
Zahlreiche Gäste hatten sich am Samstagmittag am Ziegeleitor eingefunden, um mit einem "Tag der offenen Tür" das das erste Museum der Stimbergstadt zu eröffnen. Im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst stimmten die Sänger des Grubenwehrchores Bergmannslieder an, und das Publikum ging mit. "Das Herz der Stadt schlägt immer noch im ,Glück-Auf-Takt", stellte Bernd Overwien, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitungshauses und Moderator der Experten-Talkrunde, gleich zu Beginn fest.
Blick ist auch nach vorn gerichtet
Auf dem Podium konnte er unter anderem hochrangige Vertreter der DSK und der Montangrundstücksgesellschaft begrüßen. Alle zollten den Mitgliedern des Bergbau- und Geschichtsvereins für ihre einzigartige Leistung Respekt. "Was hier innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt wurde, kann sich sehen lassen", so der aus der Stimbergstadt stammende Gerd Zibell, der als IGBCE-Landesbezirksleiter eine Partnerschaft mit ähnlichen Institutionen in Rheinland-Pfalz und im Saarland anbot. Denn die Ehrengäste blickten nicht nur zurück, sondern auch nach vorn. Dass es derzeit gute Chancen für den Erhalt der 4800 Arbeitsplätze auf dem Bergwerk AV/Blumenthal gebe, erklärte Wolfram Zilligen vom DSK-Vorstand.
Nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Markus Pliska nutzten am Samstag rund 1.000 Gäste die Gelegenheit, durch den soeben eröffneten Museums-Lehrstollen zu gehen. Die großen und kleinen Besucher zeigten sich von den dem "Unter-Tage-Ambiente" fasziniert.
-Ingrid Wolff-
Stimberg Zeitung vom 31.08.2002
Historie als Herzensangelegenheit
Sie sind "Kinder" des Bergbaus. Malochten teils 40 Jahre und länger "unter Tage". Der Zusammenhalt hat sie damals stark gemacht. Und heute auch.
Peter Hardys und Günter Lukas könnten es gewiss ruhig angehen lassen. Der eine fing 1959 mit der Ausbildung an, der andere 1953. "Man hat Beziehung zu diesem Beruf", sagen die beiden. Und daher scheint man auch vom "Pütt", von seinem Umfeld nicht loszukommen.
Wie anders ist es zu erklären, dass Männer wie Peter Hardys und Günter Lukas weiter ihre Zeit opfern für den Bergbau. Besser gesagt, für die Historie. Sie haben gewiss genug gearbeitet wie so viele ihrer Kameraden auch. Sie könnten sich in die Sonne legen, schwelgen in der Erinnerung. Doch statt Sonne gibt es den Lehrstollen. Und statt Erinnerung weiter viel Arbeit.
"Das macht uns nichts", sagen sie, und wenn man sie sich so anschaut, wie sie weiter ackern, glaubt man es ohne Vorbehalt. Heute, Samstag, ist der große Tag für alle, die seit Jahresbeginn dafür gesorgt haben, dass die Begriffe "Bergbau- und Geschichtsverein" und "Bergbaumuseum" auch mit Leben gefüllt werden.
Im ehemaligen Lehrstollen am Ziegeleitor haben sie kräftig geschuftet: Nicht nur Peter Hardys und Günter Lukas. Heinrich Pienkohs, Wolfgang Kirchhöfel, Werner Köhler, Markus Pliska, Friedrich Buresch, Udo Klingenburg, Dieter Roche, Dietmar, Michael und Volker Seemann, Rolf Gatberg, Jürgen Gottschlich, Dieter Simanek, Erich Brüning, Peter Duscha, Heinrich Schüssleder, Christian Hardys und Walter Mattes. Damit heute auch alles so präsentiert werden kann, wie sie es sich vorstellen können.
Ein wichtiges Stück Stadt- und Sozialgeschichte darzustellen in der Hoffnung, viele Interessierte für die Historie der Stadt zu begeistern. Rund 80 verschiedene Exponate sind inzwischen gesammelt worden und können beim "Tag der offenen Tür" am Ziegeleitor begutachtet werden. Nach ökumenischem Gottesdienst (12 Uhr) und einer Talkrunde zum Auftakt, bietet sich bis 17 Uhr die Gelegenheit zur Information.
Die Vereinsmitglieder stehen mit Rat und Tat zur Seite, erläutern die einzelnen Museumsstücke und haben mit Sicherheit die ein oder andere Anekdote aus dem Bergbau-Alltag parat. Ob Vorschlaghammer, Grubenfahrrad oder Hochdruckpumpe - ein interessanter Einblick ist gesichert.
Feierlicher Rahmen in "Revierbude"
Und abends dürfen sich alle in der neuen schmucken "Revierbude" in feierlichem Rahmen in geschlossener Gesellschaft zurücklehnen und auf ein gelungenes Werk zurückblicken. Die Stadt blickt im Zeitalter des Strukturwandels nach vorn. Doch ein Blick zurück ist in einem solchen Rahmen gestattet.
Stimberg Zeitung vom 29.08.2002
Blick zurück mit Stolz
Strukturwandel lautet das Zauberwort. In Zeiten, in denen sich der Bergbau zurückzieht, Millionen von Euro locker gemacht werden für Freizeit- und Sportprojekte, mag sich der Blick immer seltener auf die Historie richten. "Das kann nicht sein", sagten sich viele Kumpel, ehemalige Beschäftigte und Freunde des Bergbaus in Oer-Erkenschwick. Und gründeten einen Verein.
Geschichtsvereine mögen einen Hauch verspüren von Historikern an Schreibtischen, von Akten wälzenden Forschern. Hier ist es anders, im neuen Bergbau- und Geschichtsverein der Stimbergstadt. Hier zählen Zeitzeugen, hier zählt die Erfahrung.
Irgendwann saßen sie zusammen, die Freunde und die ehemaligen Mitarbeiter des Bergwerks Ewald Fortsetzung. Längst lagen die Pläne für die Folgenutzung der Zechenbrache in den Schubladen von Planern im Rathaus und der Montan Grundstücksgesellschaft in Essen. Irgendwann soll ein großes Pferdesportzentrum entstehen. Mit Sommerrodelbahn, Leistungszentrum Westernreiten, Tagungshotels und vielem mehr. Selbstredend ist es ein langer Weg bis dorthin.
Das Projekt wirkt gigantisch, man sieht ihm mit Spannung ins Auge, es wirkt aber weit weg. Und die Historie des Bergwerks, die Erinnerungen an hartes Arbeitsleben jetzt, mit dem Strukturwandel, verdrängen?
Schon über 100 Mitglieder aktiv
Nein, das wollen viele nicht. So schloss man sich innerhalb kurzer Zeit im Bergbau- und Geschichtsverein zusammen. Über 100 Mitglieder sind schon verzeichnet. Eine Bilanz, die den Vorsitzenden Markus Pliska und seine Mitstreiter stolz macht.
Am kommenden Samstag, 31. August, erfährt ein Museum nun die offizielle Weihe mit dem "Tag der Offenen Tür" im Lehrstollen des Bergwerks. Ein Ort, der in den vergangenen Wochen einstand für harte Maloche, wie man sie aus "Pütt"-Zeiten kennt. Ein feines Museum ist dort entstanden, alte "Schätzchen" aus Zeiten unter Tage sind zu sehen. Mit einem ökumenischen Gottesdienst beginnt die Veranstaltung um 12 Uhr, nach den Reden der Offiziellen, darunter Gerd Zibell, Landesbezirksleiter Rheinland-Pfalz/Saarland der IGBCE, und Wolfram Zilligen vom Vorstand der Deutschen Steinkohle AG, haben die Bürgerinnen und Bürger bis 17 Uhr Gelegenheit, bei einem attraktiven Rahmenprogramm das Museum zu betrachten. "Weißt Du noch", werden dann viele sagen. Andere mögen kurz und knapp entgegnen: "Glück Auf".
-Jochen Börger-
Stimberg Zeitung vom 20.08.2002
Große Lok als erstes "altes Schätzchen"
Ein Museum lebt erst so richtig auf, wenn es mit "alten Schätzchen" bereichert wird. Seit gestern darf sich der Bergbau- und Geschichtsverein über die erste Großspende freuen.
Knapp zwei Wochen vor der offiziellen Eröffnung des Museums am Ziegeleitor wird noch kräftig gearbeitet, damit am 31. August ein Stück Bergbaugeschichte präsentiert werden kann. Die große Lokomotive, über die sich nun die Vereinsmitglieder freuen, wurde unter Tag am Haardschacht eingesetzt. Weitere Erinnerungen aus dem Arbeitsleben der Kumpel folgen. "Welche Stücke wir bis zum 31. August bekommen, steht aber noch nicht fest", so Vereinsvorsitzender Markus Pliska. Unabhängig davon sind die Arbeiten im Lehrstollen schon weit fortgeschritten, so dass sich die Besucher beim "Tag der offenen Tür" schon einen umfangreichen Überblick verschaffen können.
Der offizielle Akt beginnt an diesem Tag um 12 Uhr, im Anschluss an die Eröffnungs-Talkrunde soll bis 17 Uhr mit einem Rahmenprogramm die Vereinsarbeit erläutert werden.
-job-
Stimberg Zeitung vom 11.07.2002
Lehrstollen erhält "hohen Besuch"
CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer besucht am 4. September den Lehrstollen. Das teilte gestern CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Menge während eines Besuches seiner Fraktion im Bergbaumuseum am Ziegeleitor mit.
Die Gäste ließen sich vom Vorsitzenden des Bergbau- und Geschichtsvereines, Markus Pliska, durch den Lehrstollen führen. "Am 31. August werden wir in diesen Räumen das erste Museum in Oer-Erkenschwick eröffnen", so Pliska. Darüber hinaus soll im Stollen die "Revierbude" ihre Pforten öffnen. Die Räumlichkeit mit Ausschank-Möglichkeit soll ein Treffpunkt für alle Interessierten sein.
Darüber hinaus konnte Markus Pliska das 100. Mitglied im Bergbauverein begrüßen: Der 30-jährige Michael Kollorz kommt aus Recklinghausen und ist in der Liegenschaftsabteilung der Montan-Grundstücksgesellschaft für den Bereich Oer-Erkenschwick zuständig.
-iwo-
Stimberg Zeitung vom 03.07.2002
Auf die "Kumpel" wartet noch immer viel Arbeit
Die Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins müssen in den kommenden Wochen noch kräftig in die Hände spucken. Der 31. August rückt näher. Dann soll der ehemalige Lehrstollen mit einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Die ein oder andere Stelle braucht sicherlich noch ein Schluck Farbe, doch Vorsitzender Markus Pliska ist zuversichtlich, dass Ende August alles nach Plan läuft: "Es ist noch einiges zu tun, ich bin aber sicher, dass wir die Großbaustelle noch in den Griff bekommen", sagte Pliska während eines Informationsgespräches den Vereinsmitgliedern.
Rund 30 engagierte Kumpel trafen sich im Lehrstollen, um sich über den neusten Stand der vor Ort zu informieren. Ursprünglich war Tag der offenen Tür bereits für den 29. Juni geplant, doch von diesem Termin hatten sich die Verantwortlichen schnell verabschiedet. Zu viel Arbeit wartet noch auf die ehemaligen Bergmänner.
Doch Pliska wies darauf hin, dass es langsam Zeit wird, den Oer-Erkenschwickern etwas Sichtbares zu präsentieren: "Ich werde immer öfter von Bürgern angesprochen, die endlich einen Blick auf unsere Arbeit werfen wollen."
Und auch ein anderes Thema lockte in den Stollen: Vor mehr als zwei Monaten machte ein Kamerateam des WDR Aufnahmen von den "Malochern" im Lehrstollen. Dieser Beitrag, der dreimal verschoben wurde, flimmerte in der vergangenen Woche über die Mattscheibe. Da viele Mitglieder die Sendung nicht verfolgen konnten, wurde der Film bei dieser Gelegenheit noch einmal gezeigt.
-mipa-
Stimberg Zeitung vom 17.05.2002
"Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit"
"Schön, dass jemand die Geschichte erhalten möchte.", freute sich Gerd Zibell am Lehrstollen am Ziegeleitor bei der Übergabe seiner Spende an den Bergbau- und Geschichtsverein.
Zibell ist Landesbezirksleiter der IGBCE Rheinland-Pfalz - Saarland und wurde von 1965 an in Oer-Erkenschwick ausgebildet. Seine Familie lebt noch in der Stimbergstadt. "Es wäre schade, wenn zukünftige Generationen nicht wüssten, was der Bergbau für Oer-Erkenschwick bedeutet", bedauert Zibell die negativen Folgen des Strukturwandels.
Mit Zibell kam der Betriebsdirektor für Personal- und Sozialfragen der Deutschen Steinkohle AG, Alois Thull. Im Gepäck: Helme und Fahrmäntel, um die zukünftigen Museumsleiter von den Gästen zu unterscheiden. Außerdem ein besonderes Geschenk - ein Schwenker. Das ist ein Grill, der für das Saarland typisch ist. "Als Schwenker bezeichnet man den Grillmeister, das Fleisch und auch das Gerät", erläuterte Thull.
Der Grill wurde zunächst in einer kleinen Variante geliefert, weil kein Auto groß genug für das zwei Meter breite Gerät war. Bei der Eröffnung am 31. August soll es aber bereits in Aktion zu sehen sein.
Mit 500 Euro überreichte Gerd Zibell auch eine persönliche Spende. "Es liegt noch viel Arbeit vor Euch und Ihr werdet es brauchen."
Das Museum soll Schulklassen, aber auch Privatpersonen einen Einblick in die Geschichte der Stadt bieten. Das Angebot einer Partnerschaft mit ähnlichen Institutionen im Saarland nahm der Vorsitzende des Vereins, Markus Pliska, gerne an: "Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit."
-mich-
Stimberg Zeitung vom 08.05.2002
Eröffnung des Museums erfolgt erst Ende August
Zwar hatte das Bergbaumuseum, das von den Mitgliedern des Bergbau- und Geschichtsvereins im ehemaligen Lehrstollen des Bergwerks eingerichtet wird, mit der Delegation aus der polnischen Stadt Pniewy seine ersten "offiziellen" Besucher, mit der für den 29. Juni geplanten Eröffnung wird es jedoch nichts.
Der Termin muss verschoben werden. Und zwar auf den 31. August. Das bestätigte jetzt Vereinsvorsitzender Markus Pliska auf Nachfrage der Stimberg Zeitung.
"Obwohl wir mit unseren Arbeiten so ziemlich im Zeitplan liegen, ist das leider richtig", machte Pliska deutlich.
Zwei Gründe seien für die Terminverschiebung verantwortlich. Zum einen ist noch nicht restlos geklärt, welche zusätzlichen Exponate von der DSK für das künftige Museum zur Verfügung gestellt werden. Zum anderen stellen die von der Stadt gestellten Auflagen die Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins vor große Probleme.
"Wenn wir jetzt für die technischen Änderungen sogar noch einen Architekten einschalten müssen, dann gute Nacht", verdeutlichte gestern Markus Pliska das Problem. "Den können wir nämlich gar nicht bezahlen."
Der Vereinsvorsitzende hätte sich von der Stadtverwaltung mehr Unterstützung erhofft. "Schließlich kostet das Museum, das nach seiner Eröffnung das einzige vergleichbare in Oer-Erkenschwick ist, der Stadt keinen Pfennig. Wir werden den Lehrstollen als Verein doch auch kostenfrei bewirtschaften. Im Gegenzug wäre ein wenig mehr Hilfe wohl angebracht."
Pniewys Bürgermeister Michal Chojara und seine Ratskollegen fanden das sich noch in der Fertigstellung befindliche Museum ungemein interessant. Vor allem die Kohleabbautechnik interessierte die polnischen Gäste.
-mü-
Stimberg Zeitung vom 09.04.2002
WDR dreht im alten Lehrstollen
Der neue Bergbau- und Geschichtsverein wird in dieser Woche einem breiten Publikum vorgestellt. Jetzt war ein Fernsehteam des WDR vor Ort, um die Arbeit der ehemaligen und noch aktiven "Püttmänner" genauer unter die Lupe zu nehmen.
Die Oer-Erkenschwicker, die sich bislang noch kein Bild vom Lehrstollen am Ziegeleitor machen konnten, sollten sich den Beitrag auf der Mattscheibe nicht entgehen lassen.
Kameramann Mirko Wache schaute den Vereinsmitgliedern um den Vorsitzenden Markus Pliska während ihrer Arbeit genau über die Schulter und hofft auf spannende Bilder rund um die Bergbau-Historie.
"Wir wollen zeigen, wie der Verein entstanden ist", berichtet WDR-Autor Vasillios Psaltis. "Außerdem ist uns wichtig, zu verdeutlichen, dass hier richtig geschwitzt werden muss, um so etwas in Eigenregie auf die Beine zu stellen." Psaltis versprach, den Verein nicht aus den Augen zu verlieren und will bei einer anderen Gelegenheit an den Lehrstollen zurückkehren. Voraussichtlich wird der Beitrag in der "Lokalzeit Revier" am kommenden Donnerstag um 19.30 Uhr zu sehen sein.
-mipa-
Stimberg Zeitung vom 21.03.2002
Logo mit Turm und Lehrstollen
BERGBAUVEREIN: Terminplan steht.
Der neue Bergbau- und Geschichtsverein hat seit gestern ein Logo. Die von Vereinsmitglied Dietmar Klingenburg am Computer entworfene Grafik zeigt das Fördergerüst von Schacht III und in Anlehnung an den Lehrstollen einen Streckenausbau. Dazu - natürlich - Schlägel und Eisen.
Gestern Nachmittag stellten die Vorstandsmitglieder im Beisein von Bürgermeister Clemens Peick die Grafik, die nun das offizielle Vereinspapier ziert, vor.
"Wir sind allerdings nicht nur in Sachen Logo einen wesentlichen Schritt weiter gekommen", machte Vorsitzender Markus Pliska deutlich. "Auch im Lehrstollen hat sich einiges getan."
Und in der Tat: Das spätere Bergbaumuseum ist von den Vereinsmitgliedern nach vielen Arbeitsstunden bereits in einen "vorzeigbaren" Zustand gebracht worden.
Am 30. März brennen die Kumpel vor dem Lehrstollen ab 17.30 Uhr ein Osterfeuer ab.
Die weiteren Termine:
29. Juni, Eröffnung des Bergbaumuseums im Lehrstollen.
20. November, Mitgliederversammlung mit Jahresberichten.
08. Dezember, Barbarafeier mit Gottesdienst im Lehrstollen inklusive eines Weihnachtsmarktes.
-mü-
Reichshofessen 2002
Pliska stellt sich dem Heimatverein
"Es können sich gar nicht genug Menschen um die Geschichte Oer-Erkenschwicks bemühen." Mit diesen Worten begrüßte Änne Demond die Mitglieder des Heimatvereins zu ihrem traditionellen Reichshofessen.
Die einführenden Worte von der Vorsitzenden waren wohl überlegt, schließlich war neben Bürgermeister Clemens Peick und dem CDU-Vorsitzenden Josef Bakenfelder auch Markus Pliska zu Gast, der den neuen Bergbau- und Geschichtsverein vorstellen sollte.
Und Pliska, der Vorsitzende des Vereins, machte schnell deutlich, dass er mit seinem Vorhaben nicht gegen den Heimatverein arbeiten will, sondern die Kooperation sucht: "Wir sind keine Konkurrenten. Wir stehen für jeden Bürger zur Verfügung", betonte Pliska während der Vorstellung des Konzeptes.
Änne Demond machte nach dem Reichshofessen deutlich, dass sie ebenfalls nicht auf Konfrontationskurs mit dem Bergbauverein gehen will. "Konkurrenzdenken würde doch beiden Vereinen schaden. Außerdem hat der Bergbau- und Geschichtsverein doch ganz andere Mittel zur Verfügung, das könnten wir doch gar nicht leisten."
Als weiteren Referenten gewann der Heimatverein Kurt Capitain, der eine Computerpräsentation zum Thema "Mein Bild von Westfalen" vorstellte. Der Lehrer der Hermann-Claudius-Schule in Marl zeigte Stationen auf, die der Dichter Heinrich Heine vielleicht in der heutigen Zeit aufsuchen würde. "Es würde heute sicherlich ein ganz anderes Bild von Westfalen bekommen als in der damaligen Zeit. Vielleicht wäre er in einer türkischen Teestube gelandet", so Capitain.
-mipa-
Stimberg Zeitung vom 28.02.2002
Historie im Lehrstollen
In organisatorischer Hinsicht sind sämtliche Vorarbeiten beim gerade gegründeten Bergbau- und Geschichtsverein geleistet. Ein Logo ist entwickelt, erste Termine sind abgesprochen. Gesucht werden jetzt zahlreiche Mitstreiter, die die unterschiedlichen Projektgruppen unterstützen wollen.
Das ist das Ergebnis der ersten gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Beirat. Das offizielle Vereinslogo, entworfen von Dietmar Klingenburg, soll in Kürze vorgestellt werden und sieht eine Abbildung von Schacht III sowie einen typischen Rundbogen vor.
Erster offizieller Termin, so berichtete gestern der Vereinsvorsitzende Markus Pliska, ist ein Osterfeuer am 23. März am Lehrstollen (Am Ziegeleitor). Für Mai/Juni ist ein "Tag der offenen Tür" in Planung, auch die traditionelle Barbara-Feier im Dezember soll am Lehrstollen durchgeführt werden, in Verbindung mit einem Weihnachtsmarkt.
Rund 80 Mitglieder zählt der neue Verein bereits. "Wir hoffen aber natürlich noch auf weiteren Zuwachs", bekennt Markus Pliska. Zwei Werbemaßnahmen sind dabei schon in Planung. Flächendeckend sollen über die IGBCE-Ortsgruppen die Haushalte mit Broschüren versorgt werden, im März startet zudem die Internet-Präsentation. Vier Arbeitsgruppen sind inzwischen eingerichtet worden ("Arbeitsmappe Lehrstollen", "Geschichte des Grubenpferdes", "Grubenwehr", "Geschichte Ewald-Fortsetzung I/III"). Fest steht inzwischen auch, dass zum 1. April die regelmäßige Wohnungssprechstunde des Betriebsrats von Auguste/Victoria im Lehrstollen durchgeführt werden soll.
-Jochen Börger-
Stimberg Zeitung vom 25.02.2002
Bergbauverein begrüßt bald das 100. Mitglied
Über Mangel an öffentlicher Resonanz muss sich der Vorstand des im November 2001 gegründeten Bergbau- und Geschichtsvereins nun wahrlich nicht beklagen. Das stetige Werben erreichte in dieser Woche nicht nur die Politiker (SZ berichtete), auch Vertreter der heimischen Wirtschaft konnten gestern begrüßt werden. Zudem ist Mitglied Nummer 100 bald registriert.
Mit dem Rohrreinigungs-Unternehmen "Schüßler" und der "Provinzial-Geschäftsstelle Wienstein" hieß der Vereinsvorsitzende Markus Pliska die ersten Oer-Erkenschwicker Firmen willkommen. "Möge das ein Startschuss sein, dem sich viele weitere Unternehmen der Stadt anschließen", hofft Markus Pliska nun auf weitere Resonanz.
Derweil laufen die Arbeiten am Lehrstollen auf dem Gelände der ehemaligen Zeche weiter auf Hochtouren. Jeden Samstag und Mittwoch treffen sich dort bekanntlich Interessierte, um umfangreiche vorbereitende Maßnahmen für die offizielle Eröffnungsfeier am 31. August vorzunehmen. "Bis dahin ist es noch reichlich Arbeit. Wir können jede helfende Hand gebrauchen", wurde nun am Rande eines Ortstermins bekräftigt. Acht bis zwölf Helfer kommen im Schnitt zweimal in der Woche zum Lehrstollen am Ziegeleitor. "Je mehr Unterstützer wir aber finden, desto besser", betonen die Vereinsmitglieder.
Je mehr Helfer dabei sind, desto schneller soll dann auch eine Schautafel am Eingangbereich installiert werden. Weiter vorgesehen: Gespräche mit dem Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) und der "Heimatstiftung NRW" über die Aufnahme des Lehrstollens in die "Industrieroute".
Eine Broschüre, die in Kürze erstellt wird, soll die Arbeit des Vereins darstellen. Für den Sommer ist dann auch die Präsentation der Arbeit im Internet angedacht.
-job-
Stimberg Zeitung vom 02.02.2002
Stollen soll als Museum im Mai eröffnet werden
Bereits seit einigen Tagen arbeiten sie auf Hochtouren, die Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins. Und sie haben ein Ziel: Bereits im Mai wollen sie den dann "aufbereiteten" Lehrstollen als Museum mit einem Tag der offenen Tür einweihen.
Das erklärte gestern Vorsitzender Markus Pliska, der zusammen mit seinen Kollegen im Stollen schuftete. Binnen der nächsten Wochen wollen Christian und Peter Hadrys, Werner Köhler, Rolf Gatberg, Paul Kantak, Gabi Wojtkowski und Wolfgang Kirchhöfel unter anderem die "steile Lagerung" im Lehrstollen mit einem Holzausbau versehen haben. Darüber hinaus werden auch alle Sicherheitseinrichtungen und Schilder erneuert.
Ein weiteres Ziel der Kumpel ist es, einen Übergang vom Streb zur Strecke originalgetreu nachzubauen. Außerdem wollen die Vereinsmitglieder die Stollentür als Haupteingang mit einem Ausbau versehen.
Zur Finanzierung stehen dem Verein bislang nur die Mitgliedsbeiträge zur Verfügung. "Wir hoffen natürlich auf Sponsoren", erläuterte Vorsitzender Markus Pliska, der sich in naher Zukunft gezielt an Firmen wenden will.
Nachdem dann auch die Nebenräume des Lehrstollens renoviert worden sind, sollen zukünftig dort die Besuchergruppen vor den Führungen unterwiesen werden.
Außerdem suchen die Kumpel für das Museum noch "Schätze" aus der Bergbauvergangenheit. Wer Bilder oder ähnliches – auch leihweise – abzugeben hat, kann sich an Peter Hadrys (46 96) wenden.
Der Vorstand tagt am 26. Februar um 18.30 Uhr im IGBCE-Jugendheim.
-mü-
Stimberg Zeitung vom 11.01.2002
Arbeiten an Museum können beginnen
"Heute ist der zweite historische Tag nach der Vereinsgründung." Vorsitzender Markus Pliska nahm gestern Nachmittag für den Bergbau- und Geschichtsverein von MGG-Chef Prof. Dr. Hans-Peter Noll, PS-Direktor Siegmund Bonk und Achim Trautmann von der DSK-Betriebsdirektion Sanierung die Schlüssel für den Lehrstollen und die Schmiede der ehemalige Ausbildungsabteilung auf dem Zechengelände am "Ziegeleitor" entgegen.
Damit ist der Bergbau- und Geschichtsverein endgültig "arbeitsfähig". Markus Pliska: "Unser Dank gilt allen, die uns bislang unterstützt haben", erklärte der Vereinsvorsitzende, der gleichzeitig seine Hoffnung zum Ausdruck brachte, dass es nach dem jetzigen Überlassungsvertrag mit der DSK zukünftig auch eine dauerhafte Lösung mit dem Betreiber des auf dem Zechengeländes geplanten Pferdesportzentrums geben wird.
MGG-Chef Prof. Noll bezeichnete die geschichtliche Ausrichtung des Bergbauvereins als wichtig: "Gerade die Historie des Grubenpferdes, die ja ein Schwerpunkt werden soll, ist eine gute Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Neben Besichtigungen von Schulklassen soll möglicherweise auch die Barbarafeier zukünftig im neuen Bergbaumuseum stattfinden.
-mü-
Stimberg Zeitung vom 05.01.2002
Lehrstollen ist bald fertig
BERGBAUVEREIN: Die Mitglieder des Bergbau- und Geschichtsvereins werden in den kommenden Tagen den Lehrstollen "Am Ziegeleitor" offiziell übernehmen.
"Der Termin steht noch nicht genau fest, aber ich möchte mich jetzt schon mal beim Bergwerk AV/Blumenthal für die großzügige Unterstützung bedanken", machte Vereinsvorsitzender Markus Pliska gestern deutlich.
Der Bergbau- und Geschichtsverein will in dem wieder komplett eingerichteten Ausbildungsstollen ein Bergbaumuseum mit Vortragsräumen einrichten, um so die Historie des OE-Bergbaus lebendig zu halten.
Mittlerweile hat der Verein 81 Mitglieder. "Wir hoffen, bald das 100. aufnehmen zu können", so Pliska.
-mü-